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Deutsche reiten hinterher: Leprevost siegt im Championat von Leipzig

Deutsche reiten hinterher: Leprevost siegt im Championat von Leipzig

Die einzige Frau im Stechen hat zehn Männer abgehängt: Dank der schnellsten Runde hat die französische Springreiterin Pénélope Leprevost das Championat von Leipzig gewonnen.

Leipzig. Die 33-Jährige siegte am Samstag im Sattel von Flora in 32,81 Sekunden. Die Französin erhielt als Gewinnprämie ein Auto im Wert von 28 000 Euro und kann nun ebenso wie ihr Freund Kevin Staut mit einem neuen französischen Wagen nach Hause fahren.

„Gestern Kevin, heute ich - das ist eine gute Show der französischen Reiter“, kommentierte die gut gelaunte Siegerin. Zweiter wurde beim Hauptspringen des vorletzten Turniertages der in Deutschland lebende Schwede Henrik von Eckermann mit Gotha (33,02), der bei Ludger Beerbaum angestellt ist. Als bester deutscher Starter kam Jan Wernke aus Holdorf mit Forry Deluxe (34,83) auf den dritten Platz. „Dass ich Dritter werden konnte, ist eine Supersache“, sagte der 24-Jährige, der erstmals in Leipzig reitet.

Probleme hatte beim Championat Christian Ahlmann. Der 39 Jahre alte Profi aus Marl, der im Vorjahr den Großen Preis gewonnen hatte, ritt mit Aragon in den Parcours, doch der 13 Jahre alte Wallach zeigte sich widerspenstig, verweigerte und stieg hoch. „Er ist nicht ganz einfach“, sagte Ahlmann, dessen Top-Pferde Taloubet und Codex one nach Verletzungen erst in den kommenden Wochen wieder eingesetzt werden sollen.

Auf einen Start im Championat hatten zwei andere prominente Reiter verzichtet. Der viermalige Olympiasieger Ludger Beerbaum (Riesenbeck) und Carsten-Otto Nagel (Norderstedt) sind nur mit je einem Top-Pferd nach Leipzig gereist. Zinedine und Holiday schonten sie für den Großen Preis am Sonntag, der zugleich die siebte von zehn Weltcup-Stationen ist.

Bei der Qualifikation für den Turnier-Höhepunkt hatte sich Kevin Staut, der Freund von Leprevost, den zweiten Sieg gesichert. Der Europameister von 2009 gewann am späten Freitagabend mit Silvana dank der schnellsten fehlerfreien Runde vor Marco Kutscher (Riesenbeck) mit Cornet’s Cristallo und erhielt ein Auto im Wert von 30 000 Euro. „Marco war heute sehr nett mit mir“, sagt der Franzose, dessen Landsleute Patrice Delaveau mit Lacrimoso und Simon Delestre mit Ryan auf die Plätze drei und vier ritten.

Vor dem Weltcup-Springen in Leipzig führt der Brite Scott Brash das Ranking mit 52 Punkten vor dem Schweizer Steve Guerdat (51) an. Bester deutscher Reiter ist derzeit Marcus Ehning aus Borken, der als Fünfter mit 36 Zählern bereits genug Punkte gesammelt hat, um sich vorzeitig für das Final-Turnier in Lyon zu qualifizieren.

Michael Rossmann, dpa

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