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Die Icefighters empfangen am Mittwoch Lieblingsgegner Halle, das Match ist längst ausverkauft

Eishockey-Oberliga: 30. Mitteldeutsches Derby Die Icefighters empfangen am Mittwoch Lieblingsgegner Halle, das Match ist längst ausverkauft

In der deutschen Eishockey-Oberliga gibt es kaum ein emotional wichtigeres Ligaspiel als das am Mittwochabend: Die Icefighters Leipzig laden um 20 Uhr zum 30. Mitteldeutschen Derby den MEC Halle in die KW-Rent Eisarena ein. Eine Partie, die die Gemütslage aller Beteiligten noch Tage später beeinflussen kann.

Die Icefighters Leipzig spielen am Mittwoch um 20 Uhr gegen den MEC Halle: ein emotional wichtiges Spiel. (Archivfoto)

Quelle: Christian Modla

Leipzig. In der deutschen Eishockey-Oberliga gibt es kaum ein emotional wichtigeres Ligaspiel als das am Mittwochabend: Die Icefighters Leipzig laden um 20 Uhr zum 30. Mitteldeutschen Derby den MEC Halle in die KW-Rent Eisarena ein. Eine Partie, die die Gemütslage aller Beteiligten noch Tage später beeinflussen kann. Klar ist, die Icefighters werden nur 48 Stunden nach dem harten und intensiven Kampf in Erfurt, der siegreich 4:3 in der Verlängerung gewonnen wurde, an ihre Grenzen gehen müssen.

Erneut gehen die Eiskämpfer mit einer „Rumpftruppe“ in das Derby. Lediglich Ian Farrell kommt nach abgesessener Spielsperre zurück. „Bei Maurice Keil und Kevin Piehler müssen wir von Tag zu Tag schauen, ob sie wieder zurück kommen“, meint Coach Sven Gerike und stellte gestern einigen seiner Spieler die Wahl, ob sie ein freiwilliges Training nutzen oder nicht. Klarer Fall von Dosierung – ein unnötiger Kräfteverschleiß soll verhindert werden. Fast schon typisch Derby-like ist das Antreten mit einem schmalen Kader programmiert.

Die Hallenser liegen unter ihren Ansprüchen

Schon einmal in dieser Spielzeit kam es zum akttraktiven Mitteldeutschland-Vergleich. Auch dort spielten die Icefighters mit nur 14 Feldspielern und stellten überraschend dem Favoriten aus Halle in deren Sparkassen-Eisdom ein Bein, ein richtiges Bein. Denn in Sachsen-Anhalt wiegen nichts mehr als Derbypleiten schwerer. Am Montagabend vergaben die Saale Bulls reihenweise Chancen und gewannen „nur“ 3:2 im Penaltyschießen gegen den Vorletzten Hannover Scorpions. Der Headcoch Georgi Kimstatsch verwendete in der anschließenden Pressekonferenz geschickt einen Satz, um die gerade wenig begeisterten Anwesenden etwas aufzuhellen. „Ich habe meinen Jungs in der Kabine gesagt, ich bin einverstanden damit, wenn wir die heute vergebenen Chancen in Leipzig nutzen.“ Klingt schon fast wie Durchhalteparolen ... Mit derzeit Platz sechs liegen die Hallenser sicherlich unter ihren Ansprüchen, der ein Platz unter den ersten Vier bedeutet.

In die gleiche Kerbe schlägt Leipzigs Chefcoach Gerike: „Für Halle wird erwartungsgemäß vielmehr auf dem Spiel stehen, als für uns. Der Druck dort ist sehr groß.“ Ein weiterer Vorteil also für die Icefighters Leipzig, die in Sachen Etat viel weiter weg sind von Halle, als es der Tabellenunterschied von 9 Punkten aussagt. Trotzdem wissen die Leipziger sehr wohl auch um den eigenen Druck. „Unsere Leistungen waren zuletzt nicht so schlecht, wie es nach den Ergebnissen bzw. der Punktausbeute aussieht“, analysiert Sven Gerike die Lage. In der Tabelle beträgt der Vorsprung auf die Verfolger Wedemark Scorpions und Hannover Indians allerdings nur noch vier Zähler. Einen „Freischuss“ haben die Icfighters also noch bei noch vier ausstehenden Spielen. Sehr gerne möchte der Drittligist diesen sich solange wie möglich aufheben.

Das Match ist restlos ausverkauft

„Es wird ein richtiger Derbyfight. Wie wir auf das Eis gehen und mit welcher Taktik, hängt auch ein wenig vom vorhandenen Personal ab“, gesteht der Cheftrainer. „Ich würde liebend gern Forechecking spielen lassen – auch schon in Erfurt, aber manchmal erlaubt das die Kadertiefe nicht“, ergänzt er.

Das Match im Tauchauer Hexenkessel ist seit Tagen restlos ausverkauft. „Es gibt keine Chance mehr auf Tickets. Wir haben logischerweise auch keine Abendkasse“, sagt Geschäftsführer André Krüll und legt allen „die kommenden Spiele ans Herz“.

Doch der Kopf ist erstmal ganz klar fokussiert auf Mittwoch. Und dann, kurz nach 22 Uhr, wollen die Icefghters den ersten heimischen Derbysieg in ihrer Festung seit anderthalb Jahren feiern.

Von Martin Bergau

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