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"Die Mannschaft wird ihren Weg gehen"- Michael Biegler im LVZ-Interview

"Die Mannschaft wird ihren Weg gehen"- Michael Biegler im LVZ-Interview

Handball-Trainer Michael Biegler (52) hat seine Aufgabe mit dem Zweitliga-Klassenerhalt des SC DHfK erfüllt. Obwohl er sich ab Sonnabend wieder seiner Aufgabe als polnischer Nationalcoach widmen muss, leitete er am Dienstag zwei Trainingseinheitene der Leipziger und wird das auch am Mittwoch tun.

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Michael Biegler

Quelle: Christian Nitsche

Leipzig. Frage: Sie setzen sich früh 5 Uhr ins Auto, fahren 415 km, um das DHfK-Team zu trainieren, das sie mit vier Punkten aus vier Spielen zum Klassenerhalt geführt haben. Warum tun Sie sich das an?

Michael Biegler: Ich kann doch nicht den Löffel fallen lassen. Es ist schön, dass wir in elf Tagen den Klassenerhalt geschafft haben. Ich möchte mit dazu beitragen, dass die Mannschaft mit Co-Trainer André Haber auch in den letzten beiden Spielen weiter zu ihrem Leistungsvermögen zurückfindet. Deshalb werden wir gemeinsam die Marschroute dafür festlegen. Der SC DHfK soll voller Selbstvertrauen in die neue Saison gehen.

In der die Jungs nicht wieder so lange gegen den Abstieg kämpfen müssen?

So wie ich die Mannschaft in den dreieinhalb Wochen kennengelernt habe, ist das möglich. Sie wird ihren Weg gehen. Ich werde natürlich den Verantwortlichen meine Vorstellungen mitteilen und wie ich die Lage sehe. Das wird allerdings intern passieren.

Gibt es soviel am beurlaubten Trainer Uwe Jungandreas zu kritisieren?

Das steht mir gar nicht zu. Er hat durch seine Trainingsarbeit eine gute Basis geschaffen. Ich habe nur in der kurzen Zeit versucht, einige Dinge zu reparieren, durch die der SC DHfK vom Weg abgekommen war. Es darf auch nicht die hohe Verletzungsquote vergessen werden. Aber zuletzt lief es schon ganz ordentlich.

Wie bitte, Sie kassierten doch in Erlangen eine Niederlage?

Wir haben gut gespielt. Die Abwehr stand über weite Strecken sicher und wenn wir unsere Chancen besser genutzt hätten, wäre ein Sieg möglich gewesen.

Also wird es mit dem SC DHfK wieder aufwärtsgehen?

Der Prozess ist für mich nicht noch abgeschlossen. Wichtig ist, dass wir den Abstieg verhindert haben, der für das Projekt Bundesliga verheerende Folgen gehabt hätte. Eine Abwärtsspirale, in der sich die Mannschaft befand, ist nicht so schnell zu bremsen. Ich habe mit dem Co-Trainer und Stefan Kretzschmar versucht, die Mannschaft auf ihre normale Ebene zurückzuführen. Solch eine Schwächephase kann sich jedoch wiederholen. In dem Fall sollten sich die Spieler daran erinnern, wie sie sich jetzt aus der kritischen Lage befreien konnten

War der Arena-Umzug ein Fehler?

Nein, sie gehört zum guten Umfeld des SC DHfK. Aber es ist ein großer Unterschied. Wenn es in der Grube-Halle mal nicht so lief wie gewünscht, ist der Funke von den begeisterten Fans auf den nahen Rängen auf die Spieler übergesprungen. In der Arena müssen die Jungs erst was auf der Platte veranstalten, um das Publikum mitzureißen.

Der SC DHfK hat die erste Liga im Visier. Ist das nach einer solchen Seuchensaison überhaupt ein Thema?

Der Sprung ist extrem groß. Der Verein würde derzeit davon sicher nicht profitieren. Einige Klubs sind daran sogar kaputtgegangen. Dem Projekt muss Zeit gegeben werden, um organisch zu wachsen. Im SC DHfK gibt es mit Stefan Kretzschmar an der Spitze genügend Fachkompetenz. Er weiß, wie es laufen muss.

Ab 1. Juni müssen Sie wieder als polnischer Nationaltrainer denken...

Wir wollen wie viele andere Teams Anschluss an die führenden Nationen Dänemark Frankreich, Spanien, Schweden und Kroatien finden und sind auf guten Wege. Für die Quali zur EM 2014 fehlt uns nur ein Punkt. Allerdings ist das große Ziel ein gutes Abschneiden bei der EM 2016 im eigenen Land.

Was reizt Sie an Ihrer Aufgabe?

Die Euphorie ist nach unserem 22:18-Qualisieg gegen Schweden riesig. Mein Vorteil besteht auch darin, dass ich vor allem länger mit den jungen Spielern arbeiten kann, weil die polnische erste Liga nur zwölf Teams hat. Andererseits ist es auch günstig, Spieler aus der starken deutschen Bundesliga im Team zu haben. Ich denke dabei nur an die Männer der Goldenen Generation, die 2007 WM-Silber holten.

Interview: Norbert Töpfer

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 29.05.2013

Norbert Töpfer

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