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Die Minimalisten von RB müssen gegen Union Berlin II ran

Die Minimalisten von RB müssen gegen Union Berlin II ran

Das Sonntag-0:0 in Meuselwitz passte zum Trend. Vor der Winterpause schoss RB Leipzig in 14 Spielen 35 Tore, in den sechs Partien danach nur noch fünf. Die Offensive klemmt.

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Skeptische Blicke, keine Tore: Alexander Zorniger (l.) und Holm Pinder am Sonntag in Meuselwitz.

Quelle: Mario Jahn

Am Mittwoch (17.30 Uhr) tritt der Regionalliga-Spitzenreiter beim Vorletzten Union Berlin II an, kämpft erstmals auf Kunstrasen um Punkte.

Holm Pinder nahm die Nullnummer gerne mit, lobte sein Team für hervorragende Abwehrarbeit. Gestaunt hat der Meuselwitzer Trainer trotzdem. Über die geringe Durchschlagskraft der Leipziger. "Ich hatte mit einem Angriffsfeuerwerk gerechnet, aber von RB kam wenig", sagt Pinder, "von so einem Kader muss man sicher mehr erwarten, die kriegen doch in der Relegation ein ganz anderes Kaliber als uns."

Und so steht sein Kollege Alexander Zorniger zwischen Baum und Borke. Ja, dessen Team ist noch unbezwungen, blieb zuletzt viermal in Folge ohne Gegentor. Keeper Fabio Coltorti musste 2013 erst einmal hinter sich greifen, und die erwähnten fünf eigenen Treffer brachten 14 Punkte. Ja, RB spielt weiter erfolgreich, aber eben nicht mehr überzeugend und schon gar nicht mitreißend. Die Roten Bullen sind zu Minimalisten geworden. Liegt's an den wechselnden Platzverhältnissen, dem fehlenden Rhythmus, dem riesigen Vorsprung, dass die Mannschaft nicht auf Betriebstemperatur kommt, immer weniger Chancen heraus kombiniert?

"Wir spielen derzeit nicht den Fußball, den wir können", weiß Zorniger und bohrt tiefer: "In der Vorrunde hat uns eine enorme Laufbereitschaft in allen Situationen ausgezeichnet, dort müssen wir wieder hin." Und zwar schon heute bei Union. Der Zweitliga-Platz der "Eisernen" ist tabu, der Jahn-Sportpark verschneit. Angepfiffen wird deshalb am Bruno-Bürgel-Weg 63. Nie gehört?

Hier hat Union sein Nachwuchs-Leistungszentrum und einen Kunstrasenplatz, auf dem die U23 schon gegen den Berliner AK kickte (1:2). Angesichts des Termindrucks erlaubte der NOFV vor Wochen Spiele auf künstlichem Geläuf, jetzt kommt auch RB erstmals in den Genuss. "Für uns ist das eine Umstellung, der Platz ist zudem relativ eng", sagt Zorniger, "und das Union-Team wird versuchen, ihn noch enger zu machen."

Wie stark die Berliner sein können, bewiesen sie zweimal in Leipzig. Ihr 1:1 zum Saisonauftakt in der Red-Bull-Arena war so sensationell wie ihr 5:0 beim 1. FC Lok. "Solche Tage gibt es, bei RB waren wir ja auch kurz vorm Sieg", meint Trainer Engin Yanowa, der von einer Wiederholung träumt: "Wir werden es RB so schwer wie möglich machen. Spiele gegen gestandene Profis sind für meine Ausbildungsmannschaft Gold wert." Yanowa beerbt übrigens zur neuen Saison beim BAK den zur RB-U19 wechselnden Jens Härtel, will sich mit dem Klassenerhalt verabschieden: "Wir schaffen das."

Tim Sebastian unterschätzt die Berliner keinesfalls. "Wenn wir sie spielen lassen, sind sie gefährlich", sagt der RB-Verteidiger, "werden wir aber nicht." Sein Team stecke zwar in einer schwierigen Phase, "doch es ist nur eine Frage der Zeit, wann wir wieder mehr Tore machen." Gern würde er mal einen Standard einköpfen, die Stürmer entlasten. "Wäre gerade jetzt hilfreich." In der Vorsaison traf Sebastian dreimal, in dieser noch nicht.

Minimalisten sind auch die Meuselwitzer: nur 13 Tore, aber schon 24 Punkte. Heute (17.30 Uhr) erwartet der ZFC mit dem 1. FC Magdeburg den nächsten Hochkaräter - und Holm Pinder den ersten Sieg 2013. "Wir waren ja bereits gegen RB nahe dran, das macht Mut. Mit etwas mehr Courage können wir Magdeburg schlagen."

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 03.04.2013

Steffen Enigk

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