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Diskussion in Dresden - Pyrotechnik in Händen von Fans bleibt verboten

Diskussion in Dresden - Pyrotechnik in Händen von Fans bleibt verboten

Freundlich geklatscht haben die Dynamo-Ultras Donnerstagabend am Ende einer Diskussion über den Einsatz von Pyrotechnik bei Fußballspielen. Sie dankten den Verantwortlichen für die Mühe, die sie sich mit dem Treffen gemacht hatten.

Dresden. Was sie dabei allerdings zu hören bekamen, war aus ihrer Sicht kein Grund für Beifall.

Denn Thomas Schneider, Leiter Fanangelegenheiten bei der Deutschen Fußball Liga (DFL) in Frankfurt, ließ keinen Zweifel daran: Eine Entscheidung, ob Fans je wieder legal Feuerwerk bei Fußballspielen in der Bundesliga, der Zweiten oder Dritten Liga zünden dürfen, ist – wenn überhaupt – erst im nächsten Jahr in Sicht.

Ohnehin stehen die Chancen schlecht für diejenigen, die den Slogan „Pyrotechnik legalisieren! Emotionen respektieren!“ unterstützen. Gegen richtige Feuerwerke von Profis, die im Rahmen von Fußballspielen gezündet werden, habe niemand etwas, sagte Schneider. Aber Pyrotechnik in den Händen der Fans sei ein „hochgradig angstbesetztes Thema“. Das wissen auch die Fans, sagt Ede*, der die Ultras Dynamo vertritt und bei den Gesprächen der Pyrotechnikbefürworter mit den Liga- und DFB-Verantwortlichen in Frankfurt dabei war.

 „Wir setzen uns dafür ein, weil wir meinen, dass das dazu gehört zur Fankultur“, erklärt er das Engagement der Dresdner Ultras. Sie gehören zu einer Gruppe von 54 Fanvereinigungen, die sich bei DFB und DFL für die Legalisierung von Pyrotechnik in Stadien stark machen. Mit dabei sind unter anderem auch die Ultras aus Aue und Chemnitz, Magdeburger und Erfurter Fans, Münchner, Berliner und Hamburger.

Die Gespräche der Pyrotechnikverfechter mit den Offiziellen in Frankfurt ruhen derzeit. Der Grund: Der DFB lässt ein Rechtsgutachten zur Materie erarbeiten, Ausgang offen. Der DFL-Fanbeauftragte Thomas Schneider persönlich findet er Pyrotechnik in Stadien nicht sonderlich sexy, so sein Ausdruck für Attraktivität, „dafür bin ich zu alt“. Einer der Zuhörer winkte am Donnerstagabend enttäuscht ab und verabschiedete sich mit der Feststellung: „Randale is ooch sexy.“

*Name der Redaktion bekannt

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 01.10.2011.

DNN/cs

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