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Doppelschlag in der zweiten Hälfte: RB Leipzig besiegt auch den 1. FC Magdeburg

Doppelschlag in der zweiten Hälfte: RB Leipzig besiegt auch den 1. FC Magdeburg

RB Leipzig ist in der Regionalliga angekommen. Nach dem Erfolg gegen Holstein Kiel besiegte der Staffelfavorit am Sonntag mit dem 1. FC Magdeburg das zweite Spitzenteam in Folge.

Leipzig. Die Mannschaft von Trainer Tomas Oral gewann vor 11.341 Zuschauern in der Red-Bull-Arena mit 2:1.

Trotz des Sieg war Oral nicht zufrieden. „In der ersten Halbzeit haben wir uns auf die Spielweise des Gegners eingelassen“, sagte er. Er habe kein schönes Spiel gesehen, mit dem Sieg wachse aber das Selbstbewusstsein seiner Jungs weiter.

„Wir spielen auswärts wie zu Hause“, hatte FCM-Trainer Ruud Kaiser vor der Partie angekündigt und zunächst Wort gehalten. Magdeburg ließ sich von der erfahrenen RB-Aufstellung, in der Maximilian Watzka von Beginn an auflief, nicht beeindrucken. "Bei uns passen die Rädchen noch nicht alle, deshalb gibt es keine Stammformation für den Start", erklärte RB-Coach Oral.

Die Gäste übernahmen in den ersten Minuten mit rund 4000 stimmgewaltigen Fans im Rücken die Initiative in der Red-Bull-Arena. Manuel Stiefel mit der ersten Chance für die Bördeländer nach fünf Minuten: Der Neuzugang aus Auerbach setzte den Ball aus zehn Meter neben das Tor von Sven Neuhaus. RB antwortete prompt. Nach einer missglückten Faustabwehr von Magdeburgs Torhüter sprang der Ball vor die Füße von Tim Sebastian, der die Kugel aus 13 Metern über den Kasten schoss. 

Es entwickelte sich ein flottes Regionalligaspiel mit weiteren Gelegenheiten auf beiden Seiten. Bei den Magdeburgern, die bereits in der 9. Minute den nach einem Schlag aufs Auge verletzten Philip Saalbach durch Tobias Friebertshäuser ersetzen mussten, sorgte besonders das Mittelfeld mit den flinken Marvin Wijks und Tobias Becker für Druck, ohne aber hundertprozentige Chancen zu erspielen. Sven Neuhaus wurde in der ersten Hälfte nicht einmal ernsthaft geprüft.

Die Leipziger erarbeiteten sich die klareren Chancen. Daniel Frahn passte in der 20. Minute knapp vor der Grundlinie vor das Tor, fand aber keinen Abnehmer. Tom Geißler verzog einen Freistoß aus 20 Metern in der 27. Minute nur knapp. Eine Minute später legte er für Kutschke den Ball im Strafraum auf, der frühere Babelsberger verpasste per Kopf. Auf der anderen Seite beendete Rainer Müller die erste Hälfte mit einem Gewaltschuss aus 32 Metern knapp über das RB-Gehäuse.

Beide Teams ließen die zweite Hälfte zunächst ruhiger angehen. Ein Doppelschlag von RB in der 65. und 66. Minute sorgte dann für die Vorentscheidung. Stefan Kutschke verlängerte im Strafraum einen Einwurf auf Timo Rost, der zum 1:0 einschoss.

Die nun sichtlich beeindruckten Magdeburger überließen RB das Mittelfeld. Einen Freistoß von Lars Müller aus 30 Metern verlängerte Frahn mit dem Kopf direkt ins Tor zum 2:0. „Ich habe vor dem Spiel gesagt, ich treffe gegen Magdeburg“, so Frahn. Schließlich sei der FCM sein Lieblingsgegner. Bei seinem alten Verein, Babelsberg 03, habe er in den vergangenen beiden Jahren immer gegen die Elbestädter gewonnen. Einer der Torschützern hieß stets Daniel Frahn.

Der nach dem Abpfiff sichtlich genickte FCM-Trainer Ruud Kaiser war sauer darüber, dass seine Elf das Spiel „in einer Minute verloren“ habe. Von der eigenen Schlussoffensive war er nur enttäuscht. „Wenn wir vier Stürmer auf dem Platz haben, müssen wir mehr über die Flügel spielen“, erklärte der Holländer. Das gelang nur noch einmal erfolgreich. Kurz vor dem Abpfiff konnte der inzwischen eingewechselte Marko Verkic aus fünf Metern zum 2:1 verkürzen.

Leipzig brachte den Vorsprung über die Zeit, hätte kurz vor dem Abpfiff sogar noch per Konter auf 3:1 erhöhen können. Doch Steven Lewerenz vergab kläglich. Trotz der Niederlage feierte der FCM-Anhang sein Team vor dem Sektor D. „Sie haben gesehen, dass wir alles gegeben haben“, meint Abwehrspieler Magdeburgs Daniel Halke. Und auch die Leipziger hatten Lob für die blau-weißen Fans übrig. „Das war schon ein Erlebnis für alle, so viele Zuschauer haben wir hier ja nicht so häufig“, meinte Maximilian Watzka, der in der vergangenen Spielserie selbst noch für den FCM spielte. Oral, der etwas neidisch auf die Fankultur der Magdeburger guckte, meinte aber, dass es dennoch ein wirkliches  Heimspiel für RB war. Schließlich hätten auch rund 7000 Leipziger den Weg ins Stadion gefunden.

RB hat nun Tuchfühlung zur Tabellenspitze aufgenommen, liegt noch einen Punkt hinter dem FCM und vier Zähler hinter dem neuen Spitzenreiter Chemnitzer FC. Die Himmelblauen gewannen beim Halleschen FC mit 1:0.

RB Leipzig:

Neuhaus, Hertzsch, Rost, Sebastian, Frahn, Ismaili, Rosin, Watzka (72. Lewerenz), Müller, Geißler (55. Laas), Kutschke (83. Frommer)

FCM:

Tischer, Müller, Sumelka, Halke, Saalbach (9. Friebertshäuser), Becker, Wolf, Stiefel (73. Verkic), Wijks, Neumann, Vorm (62. Georgi)

Tore:

1:0 Rost (64.), 2:0 Frahn (66.), 2:1 Verkic (90.)

Zuschauer:

11.341

Schiedsrichter:

Manuel Gräfe (Berlin)

Matthias Roth

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