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Dresdner Goldspringer Klein erfreut auch WM-Bronze - „Wieder der Wahnsinn“

Dresdner Goldspringer Klein erfreut auch WM-Bronze - „Wieder der Wahnsinn“

Eine Woche nach Gold im Synchronspringen vom Turm lächelte Sascha Klein auch über Bronze im Einzel. Der 27-Jährige warf den deutschen Fans im Sprungstadion auf Barcelonas Hausberg ein Küsschen aus der Ferne zu, ballte kurz die Fäuste auf dem Siegerpodest.

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Turmspringer Sascha Klein aus Dresden holte WM-Bronze im Einzelwettbewerb.

Quelle: dpa

Barcelona. Nach einer Saison voller Verletzungen baute der nervenstarke Klein am Sonntag in Barcelona mit Rang drei vom Turm seine Bilanz als bester deutscher WM-Wasserspringer überhaupt aus. Einmal Gold, einmal Silber und nun zweimal Bronze - lautet seine eindrucksvolle Bilanz. „Perfekt“, nannte der mehrmalige Europameister sein WM-Fazit von Barcelona.

„Es ist der Wahnsinn, dass ich die Bronzemedaille verteidigen konnte“, schwärmte Klein. Wie vor zwei Jahren in Shanghai durfte er als Dritter zur Siegerehrung. „Der Gewinn der Goldmedaille hat ihm sicher Selbstvertrauen gegeben“, erklärte Wassersprung-Bundestrainer Lutz Buschkow und wies noch einmal auf die vielen Verletzungen und Blessuren im Vorfeld hin. „Wir haben zwischendurch schon gezweifelt:

Kriegen wir das noch hin?“

Jede Menge Umarmungen gab es von den Teamkollegen, die reichlich mitzittern mussten. Nur 2,2 Punkte lag er nach 508,55 Zählern vor dem Mexikaner German Sanchez auf Rang vier. Aber von Nervosität keine Spur. „Gebangt hab ich nicht“, bekannte Klein. Silber durch den amerikanischen Olympiasieger David Boudia lag mit 517,40 Punkten weiter weg. Und Titelverteidiger Qui Bo (China) sprang mit seinen 581,00 Wertungszählern ohnehin in einer anderen Dimension. Der Olympia-Zweite erhielt dabei für seinen dreieinhalbfachen Auerbachsalto von sechs der sieben Kampfrichter die Traumnote 10.

Nachdem der dreieinhalbfache Delfin in Vorkampf und Halbfinale jeweils viele Punkte gekostet hatte, legte Klein diesen Sprung im Endkampf hin, als hätte es nie Probleme gegeben. Platz zwei hinter dem bis dahin fehlerfreien Olympiasieger Boudia. Danach rangierte Klein mal auf Rang drei, mal war er Sechster - am Ende hielten die Nerven. Wie gewohnt.

„Wir haben unser Soll erfüllt“, merkte die zufriedene Verbandspräsidentin Christa Thiel an. Eine Woche nachdem Klein an der Seite von Patrick Hausding im Synchronspringen vom Turm zum ersten deutschen Gold eines deutschen Wasserspringers überhaupt gesprungen war, präsentierte sich der 27-Jährige auch im Einzel zunächst nervenstark wie eh und je. Die Trainingsausfälle wegen Rücken- oder Ellbogenverletzung war ihm ebensowenig anzumerken wie die Trizepsbeschwerden kurz vor dem WM-Auftakt.

„Wenig Training und es klappt trotzdem“, staunte Hausding schon vor dem Finale über den Kumpel. „Er hat viel Erfahrung und Routine, der hat das einfach drin. Der könnte auch einfach jetzt ein Jahr nichts machen und würde nächstes Jahr fast genauso springen.“ Hausding selbst hatte auf den Turm-Wettkampf angeschlagen verzichtet. Der für ihn nominierte Nachwuchsspringer Dominik Stein schied als 18. des Halbfinales aus.

Zwei Medaillen und 9 von 14 möglichen Finalplätzen holten die Wasserspringer in ihren WM-Wettbewerben. Beste Nation war wieder einmal China. He Zi steuerte am Samstag vom Drei-Meter-Brett der Damen das achte Sprung-Gold in Barcelona bei. Qui Bo sorgte für Nummer neun. Vor zwei Jahren bei der Heim-WM hatten die Asiaten noch alle zehn möglichen Titel gefeiert.

Marc Zeilhofer und Christian Kunz, dpa

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