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Drittliga-Trainer sehen RB Leipzig weit vorn

Drittliga-Trainer sehen RB Leipzig weit vorn

Erfüllen sich die Voraussagen der Drittliga-Trainer, dann bestreitet RB Leipzig am Saisonende die Relegationsspiele zur 2. Bundesliga. In einer gestern vom Sportmagazin "kicker" veröffentlichten Umfrage nach den Aufstiegsfavoriten liegen die Roten Bullen mit 16 von 20 möglichen Stimmen auf Rang drei.

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RB-Jubel beim 4:2 im Pokalfinale gegen Chemnitz. Jetzt treffen beide Teams in Liga drei aufeinander - als Aufstiegs-Mitfavoriten.

Quelle: Christian Nitsche

Leipzig. Nur die im Vorjahr knapp gescheiterten 1. FC Heidenheim (19 Stimmen) und Preußen Münster (18) werden von den Fußball-Lehrern häufiger genannt. Der Chemnitzer FC (14) komplettiert das Favoriten-Quartett. Dahinter klafft eine gewaltige Lücke zu Wehen Wiesbaden, 1. FC Saarbrücken (je 3), MSV Duisburg (2), Jahn Regensburg und Halleschem FC (je 1), denen Außenseiter-Chancen eingeräumt werden.

Prophezeiungen treten selten ein, Umfragen sind nur ein Spiegelbild der Erwartungen. Niemand weiß, was in dieser sehr ausglichenen Liga, die am Wochenende loslegt, wirklich passieren wird. "Mindestens zehn Mannschaften gehören zu den Kandidaten für die Aufstiegsplätze", glaubt Münster-Coach Pavel Dotchev. Dass er und die meisten seiner Kollegen Drittliga-Neuling RB den Durchmarsch zutrauen, liegt an den fast unbegrenzten finanziellen Möglichkeiten und den Top-Verstärkungen der Leipziger.

Nur vier Trainer nennen RB im "kicker" nicht explizit als Zweitliga-Anwärter: Gerd Schädlich (Chemnitz), der Münster, Heidenheim und Wiesbaden auf dem Zettel hat, David Wagner (Borussia Dortmund II), der sich aber "einen weiteren Ost-Club" in der 2. Liga wünscht und Chemnitz für seine Personalpolitik lobt, Frank Kiefer (SV Elversberg) - und Alexander Zorniger.

Der RB-Coach ist ein realistischer und höflicher Mensch, nennt Heidenheim, Münster und Chemnitz "und ein, zwei Mannschaften, die man jetzt noch nicht auf der Rechnung hat". Und seine eigene? Träumen ist doch erlaubt? "Auf einen Tabellenplatz lege ich mich grundsätzlich nicht fest", erklärt Zorniger: "Ich möchte, dass wir den Fußball spielen, der uns in der Regionalliga stark gemacht hat. Schnelle Balleroberung, schnelles Spiel in die Tiefe."

Bei vier anderen Trainern steht RB aber sogar ganz oben auf der Liste. Karsten Neitzel (Holstein Kiel), Massimo Morales (Stuttgarter Kickers), Peter Vollmann (Wiesbaden) und Andreas Bergmann (Hansa Rostock) nennen die Leipziger in ihrer Favoriten-Aufzählung an erster Stelle.

Bei der Formulierung der Saisonziele sind die Trainer der Ost-Mannschaften generell vorsichtig. Bergmann strebt mit dem FC Hansa einen "guten Mittelfeldplatz" an, will ein Team entwickeln, das "mittelfristig konkurrenzfähig" ist und dann "richtig angreifen" kann. Walter Kogler von Rot-Weiß Erfurt möchte "besser abschneiden als im vorigen Jahr mit Rang 13 und nichts mit dem Abstieg zu tun haben". Aber 2016 soll Erfurt in Liga zwei kicken.

Gerd Schädlich, dessen CFC fast durchweg als Geheimfavorit bezeichnet wird, stapelt wie immer ein bisschen tief, verweist auf seinen recht kleinen Kader und gibt als Devise aus: "Besser als Platz sechs im Vorjahr, dazu müssten wir aber von größeren Verletzungen verschont bleiben."

Sven Köhler vom Halleschen FC, am Freitag Auftaktgegner von RB, sagt klipp und klar: "Es muss uns gelingen, schnellstmöglich die Klasse zu sichern." Zuversichtlich stimmen ihn die Neuverpflichtungen in der Defensive. Köhler hat gleich sechs Aufstiegs-Favoriten. CFC und RB zählen dazu.

Nun muss nur noch gespielt werden, 38-mal. Das Schöne am Fußball ist seine Unberechenbarkeit. Aber Umfragen wie diese erhöhen die Vorfreude bei den fiebernden Fans.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 16.07.2013

Steffen Enigk

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