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Dynamo Dresden hofft auf gewaltfreien Saisonstart

Dynamo Dresden hofft auf gewaltfreien Saisonstart

Während die Kicker von Fußball-Drittligist Dynamo Dresden auf dem Rasen und im Kraftraum schwitzen und sich auf den Saisonstart einschwören, wird hinten den Kulissen mit Hochdruck an der Vorbereitung der zwei brisanten Auftaktspiele gearbeitet.

Dresden. Am Samstag geht es nach Braunschweig, eine Woche später steigt im Rudolf-Harbig-Stadion gegen den FC Carl Zeiss Jena das erste Ost- Derby der Saison. In Braunschweig werden rund 17.000 Zuschauer erwartet, darunter womöglich 3000 Dynamo-Anhänger, beim ersten Heimspiel könnten es bis zu 27 000 Fans sein. Dennoch freut sich der Fanbeauftragte der „Schwarz-Gelben", Martin Börner, über die Ansetzungen. „Meiner Meinung nach sind beides keine Risikospiele, sondern Partien mit einem erhöhten Zuschaueraufkommen", entkräftete Börner am Mittwoch Befürchtungen, dass es zu Ausschreitungen während des Spiels kommen könnte. Vor allem die Zusammenarbeit mit Braunschweig sei bisher immer sehr kooperativ und erfolgreich gewesen. In der vergangenen Saison mussten die Dynamos für 18 Vorfälle 33.500 Euro Strafe zahlen - für den finanziell nach wie nicht auf Rosen gebetteten Verein eine erhebliche Summe. „Leider eilt uns immer noch der Ruf der 90er Jahre voraus, in denen es teilweise zu schweren Auseinandersetzungen innerhalb und außerhalb des Stadions kam. Doch in den letzten Jahren hatten wir eigentlich mit den Knallkörpern und Pyrotechniken zu kämpfen und nicht mit Prügeleien oder Angriffen auf die gegnerischen Fans", erklärte Börner. In 16 der 18 Vorkommnisse ging es um den Missbrauch von Pyrotechnik. Das werde auch in Zukunft nicht zu stoppen sein, „da es sich um derart kleine Gegenstände handelt, die sich auch bei der intensivsten Kontrolle nicht immer herausfiltern lassen. Dabei spielt bei einem hohen Zuschaueraufkommen natürlich auch der Zeitfaktor eine Rolle, man kann nicht jeden Zuschauer am Einlass die Schuhe ausziehen lassen", meinte Börner. Dynamo arbeitet mit Polizei und Staatsanwaltschaft daran, die Einzeltäter zu identifizieren und entsprechend zu bestrafen, auch wenn dies nicht immer gelingt. „In unserem K-Block stehen 8000 Fans, da ist es enorm schwierig, selbst auf Videoauswertungen zu erkennen, woher der Böller kommt", erklärte Börner. Für den Fanbeauftragten, der erst diese Woche beim Deutscher Fußball-Bund (DFB) weilte und in Dresden nochmals Gespräche mit der Polizei und dem DFB führte, gibt es aber noch ein weiteres Problem: „Leider ist die Kooperation bei Auswärtsspielen der kleinen Vereine der Liga schwierig. Logistisch sind diese meist nicht auf das hohe Fan-Aufkommen vorbereitet." Vor der neuen Saison hofft Börner nur eins: „Dass die Saison ohne große Vorfälle verläuft und Dynamo Dresden irgendwann das Gewalt- Image, das sich in vielen Köpfen eingeprägt hat, ablegen kann."

dpa

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