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Dynamo Dresden holt einen Punkt zum 60. Geburtstag - Fans randalieren in Berlin

Dynamo Dresden holt einen Punkt zum 60. Geburtstag - Fans randalieren in Berlin

Ein Punkt zum Geburtstag: Dynamo Dresden hat am Tag des 60. Vereinsjubiläums bei „Eisern“ Union ein torloses Remis erkämpft. Was dieser Punkt im Abstiegskampf wert ist, wird sich erst in den ausbleibenden fünf Saisonpartien der 2. Fußball-Bundesliga zeigen.

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Quelle: dpa

Berlin. Mit 28 Punkten bleiben die Sachsen auf Tabellenplatz 15, müssen aber weiter zittern. „Ein Punkt ist ein Punkt. Aufgrund der ersten Halbzeit war vielleicht mehr möglich“, erklärte Dresdens Trainer Peter Pacult nach dem 0:0.

Überschattet wurde der Vereinsgeburtstag von Ausschreitungen und Festnahmen. Unter anderem versuchten nach Polizeiangaben mehrere hundert Dynamo-Anhänger, den Kassenbereich am Stadioneingang zu stürmen. Dies wurde von den Sicherheitskräften verhindert. Es flogen Steine und Flaschen auf die Beamten. Auch bengalische Feuer wurden gezündet. Im Stadion gab es den Beamten zufolge ebenfalls Zwischenfälle.

Zur Zahl der Festnahmen und der verletzten Ordnungshüter lagen keine genauen Angaben vor. Ein Polizeisprecher sprach von etwa 20 Festgenommenen und Strafanzeigen wegen Körperverletzung, Beleidigung und anderer Delikte.

Dynamofans schildern die Vorfälle anders als die Polizei und kritisieren die Ordnungshütern massiv. Einer der Dresdner Anhänger ist Ulrich Preißler. "Ich bin schon ein etwas älterer Dynamo-Fan und gehöre nicht den Ultras an", sagte er. Die Polizei habe den Abmarsch, trotz HInweisen der Fan-Betreuer, am S-Bahnhof Spindlersfeld verzögert. Jugendliche, die beim anschließenden einstündigen Fußmarsch austreten wollten, seien mit Pfefferspray attackiert worden. Auch vor dem Stadien hätten Preißler zufolge die Fans erneut warten müssen, obwohl nur noch wenige Minuten bis zum Anpfiff Zeit gewesen sei. Viele Dresdner hätten so die ersten Minuten der Partie nicht erlebt, die Atmosphäre habe sich dadurch weiter hochgeschaukelt. Im Stadion selbst, hat der Freitaler nach eigenen Worten keine Ausschreitungen beobachtet.

Lesen Sie hier den Erlebnisbericht des Dynamo-Fans!

In sportlicher Hinsicht wartet Dynamo seit 230 Tagen oder 13 Spielen auf einen Auswärtssieg. Der 1. FC Union Berlin konnte am Freitag erst nach der Pause mehr Akzente setzen und blieb im neunten Heimspiel nacheinander ungeschlagen. Mit 40 Punkten nach 29 Runden ist Relegationsrang drei aber schon in ganz weiter Ferne. „Für Dresden war es nicht schwer, hier einen Punkt mitzunehmen“, erklärte Union-Profi Michael Parensen: „Uns ist es schwergefallen, Druck zu erzeugen.“

Das Geburtstags-Team, extra in gelb-schwarz-gestreiften Retro-Trikots angetreten, stellte sich vor 21 244 Zuschauern „An der alten Försterei“ gleich mutig und auch zweikampfstark vor. Union, immerhin viertbeste Heimmannschaft der Liga, fehlte lange Zeit die letzte Überzeugung und der letzte Biss. Dabei hatten die Berliner jüngst in sechs Heimspielen 16 von 18 möglichen Punkten geholt.

Die besten Chancen vergaben Union-Kapitän Torsten Mattuschka (38.) und Adam Nemec (59.), die an Dynamo-Keeper Benjamin Kirsten scheiterten. So blieb es zur Freude der mehr als 2000 Dresdner Fans beim Teilerfolg der Gäste. „Einen Punkt mitzunehmen, ist nicht schlecht. Darüber wollen wir uns erst einmal freuen“, meinte der Ex-Unioner Christian Fiel.

Pacult hatte kurz vor dem Anstoß nochmals umstellen müssen, als sich Kapitän Robert Koch beim Erwärmen verletzte und von Tobias Jänicke ersetzt werden musste. Torjäger Mickael Poté (Innenbandabriss) fehlte ohnehin. Nach dem Heimsieg gegen St. Pauli aber agierten die Gäste, bei denen Fiel begann, in Berlin mit mehr Selbstbewusstsein. Allerdings fehlten die ganz großen Möglichkeiten, Pavel Fort kam als Mittelstürmer nicht ins Spiel.

mro/dpa

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