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Dynamo Dresden nimmt aus Koblenz drei Punkte mit - Esswein erzielt Treffer des Tages

Dynamo Dresden nimmt aus Koblenz drei Punkte mit - Esswein erzielt Treffer des Tages

Um 14.27 begann gestern der Arbeitstag von Timo Röttger. Nach der Hälfte der ersten Halbzeit schickte Matthias Maucksch seinen Schützling mit dem grünen Leibchen in die Aufwärmzone.

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Koblenz. Auf halbem Weg holte der Trainer ihn nochmal zurück und zeigte immer wieder aufs Spielfeld, gab Röttger einen Klaps auf die Schulter und entließ ihn anschließend zum „heiß machen". Röttger brachte neuen Schwung ins Spiel und dank einer Leistungssteigerung der gesamten Mannschaft in der zweiten Spielhälfte konnten die Schwarz-Gelben am Sonntag in Koblenz nach einem 1:0-Sieg endlich wieder drei Punkte vom fremden Rasen mitnehmen.

„Der Coach hat mir gesagt, dass ich mich richtig warm machen soll, damit ich in der zweiten Halbzeit gleich von Anfang an Gas geben kann", verriet Röttger Mauckschs Worte an ihn. Das war auch bitter nötig, denn Gerrit Müller, der auf der rechten Seite begonnen hatte, erwischte einen ganz schwarzen Tag, bei ihm lief gar nichts zusammen. Entweder kam der junge Mann einen Schritt zu spät oder landeten seine Pässe regelmäßig beim Gegner.

Das gesamte Team wirkte verunsichert, obwohl die Abwehr bis auf Standard-Situationen der Koblenzer keine großen Schwierigkeiten hatte. In denen war es Torhüter Axel Keller zu verdanken, dass Dynamo nicht schon in Rückstand geriet. Auch in der 14. Minute als Rahn nach einem Pass von Steegmann völlig frei vor dem Keeper erschien, behielt er die Nerven und lenkte den Ball am rechten Pfosten vorbei.

Das Mittelfeld der Dresdner vermochte es 45 Minuten lang nicht, entscheidende Impulse im Spiel nach vorn zu geben und so verdiente sich Alexander Esswein ohne einzige Chance Kilometergeld. „Die erste Halbzeit war ein Satz mit X, nämlich gar nix. Das war wirklich von beiden Mannschaften grauenhaft", musste auch Dynamo-Berater Reiner Calmund feststellen, der mit Ulf Kirsten die Partie in Koblenz von der Tribüne aus verfolgte.

Die Kabinenansprache von Matthias Maucksch, die etwas länger als gewöhnlich dauerte, zeigte ab der ersten Minute der zweiten Halbzeit Wirkung und vor allem Röttger schien die Botschaft während des Warmmachens verinnerlicht zu haben. Als der 25-Jährige in der 50. Minute einfach mal abzog, war das unglaublicherweise der erste Schuss aufs gegnerische Tor. „In der Halbzeit hat uns der Trainer gesagt, was ihm auf den Sack gegangen ist, dann haben wir es besser gemacht", sagte Kapitän Hübener nach dem Spiel.

Die Gäste, die in dieser Saison schon so oft zum Punktelieferant wurden, entwickelten nun mächtig Druck auf die Koblenzer Pokalhelden (2:1 gegen Hertha BSC), die in der Abwehr ein ums andere Mal schwer in Gefahr gerieten. Röttger wirbelte an seinen Gegenspielern vorbei und auch Spielmacher Maik Kegel hatte seinen Tiefschlaf aus der ersten Hälfte beendet. Er setzte sich in der 59. Minute schön im Mittelfeld durch und hätte das 1:0 für Dynamo schießen müssen, doch sein Ball knallte an den rechten Pfosten, an dem dann auch Robert Koch den Nachschuss verpasste.

Zehn Minuten später machte Koch aber alles richtig, als der nach einem schnell ausgeführten Freistoß den Ball zu Esswein durchspitzelte und der Dresdner Goalgetter dem Koblenzer Tormann die Kugel unter die Latte knallte und die schwarz-gelbe Dyanmofankurve in Jubel ausbrechen ließ. „Esse hatte in der Kabine zu mir gesagt, dass ich den Pass einfach mal durchstecken und es probieren soll und das habe ich dann gemacht", erklärte Koch seine geniale Eingabe.

Am Ende wurde das Spiel noch einmal richtig giftig, die Koblenzer versuchten mit aggressiven Angriffen auf die Dyanamo-Spieler doch noch zum Ausgleich zu kommen. Das bot viel Raum für die Dresdner und so hätte Röttger in der 92. Minute seinen Arbeitstag veredeln können, doch sein Schuss war letztlich zu lasch, um in den Maschen zu landen. „In der ersten Halbzeit war es eine mäßige Drittliga-Partie, aber meine Mannschaft hat sich gesteigert und so freue ich mich, dass wir auswärts endlich wieder drei Punkte mitnehmen", so Mauksch nach dem Spiel, nach dem Timo Röttger mit dem Nusskuchen seiner Mutter in der Tasche glücklich die Heimfahrt antrat und demnächst wieder auf eine Nominierung von Beginn an hoffen kann.

dpa

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