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Dynamo Dresden plant defensiv - Verein verzichtet auf Etataufstockung

Dynamo Dresden plant defensiv - Verein verzichtet auf Etataufstockung

Sollte der Aufstieg in die wirtschaftlich und sportlich weitaus attraktivere 2. Bundesliga nicht doch noch in dieser Saison gelingen, dann wird Fußball-Drittligist Dynamo Dresden aller Voraussicht nach im kommenden Spieljahr mit einem dem diesjährigen Etat vergleichbaren finanziellen Aufwand erneut Anlauf nehmen aufzusteigen – und wäre lediglich wieder mit einer Außenseiterchance ausgestattet.

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Trainer Matthias Mauksch blickt zur Tribüne im Rudolf-Harbig-Stadion. (Archivbild)

Quelle: Stephan Lohse

Dresden. So steht es in den Lizenzunterlagen, die der Verein gestern per Kurier auf den Weg zur DFB-Zentrale in Frankfurt/Main brachte.

Auf den Ansatz, die Wahrscheinlichkeit sportlichen Erfolges mit einer deutlichen Etataufstockung zu erhöhen, verzichtet die Vereinsführung nach teils heftigen Diskussionen in den Gremien und angesichts der noch nicht abschließend geklärten Problematik der Stadionverträge. Die Mehrheit des Aufsichtsrates entschied sich dafür, den Kurs der wirtschaftlichen Konsolidierung fortzuführen und bremste Aufsichtsratschef Thomas Bohn und dessen Stellvertreter Geert Mackenroth aus.

Das Duo plädierte vehement dafür, den Etat über Investitionen mehrerer Unternehmer, darunter Bohn und USD-Geschäftsführer Thomas Dathe, deutlich aufzustocken. Doch die restlichen fünf Mitglieder Ron Fischwasser, Thomas Kunert, Simone Sperling, Thomas Leiteritz und Anke Kattner lehnten den auch von Berater Reiner Calmund unterstützten Vorschlag ab. Ein Grund für Calmunds öffentliche Kritik, die er am Sonntagnachmittag am Rande des Punktspiels in München (2:1) loswerden wollte.

Calmund weiß auch Matthias Maucksch auf seiner Seite, der sich als Cheftrainer naturgemäß um bestmögliches Spielermaterial bemüht und seit Wochen darauf drängt, die Verträge mit den Leistungsträgern zu verlängern und potenziellen Verstärkungen konkurrenzfähige Angebote vorzulegen.

Dem Vernehmen nach schätzen Bohns und Mackenroths Widersacher im Aufsichtsrat aber die Risiken der Etataufstockung höher ein als deren Chancen. Zwar betonte Bohn auf der letzten Mitgliederversammlung im vergangenen November, das finanzielle Risiko läge allein beim damals noch sogenannten Sponsorenpool, doch im Detail überzeugte die von den Unternehmern angeregte Vereinbarung mit dem Verein die Mehrheit des Aufsichtsrates bisher nicht. Sie fürchtet neue Abhängigkeiten für den in seiner Handlungsfähigkeit bereits stark eingeschränkten Traditionsklub.

Bohn bedauerte das Votum des mehr auf die Defensive setzenden Quintetts und nahm die Niederlage äußerlich sportlich: „Ich bin zwar eher ein Verfechter von ,Geld schießt Tore‘, aber man kann auch mit Talenten, wie sie Matthias Maucksch findet, etwas erreichen“, sagte der Saxoprint-Geschäftsführer. Das Beispiel RB Leipzig zeige, dass nicht immer der Klub mit dem meisten Geld gewinnt. An Rücktritt denke er nicht: „Solange ich glaube, dass ich noch was bewegen kann, bleibe ich. Wenn nicht, dann mache ich mich vom Acker. Das ist jetzt kein Thema.“

Er glaube weiter an einen Kompromiss, um hochkarätige Spielerverpflichtungen noch möglich zu machen: „Geert Mackenroth ist da dran.“ Der Ex-Staatsminister soll vermitteln. Einigkeit herrscht im Aufsichtsrat über die Notwendigkeit, rasch einen Sportdirektor zu verpflichten, um Geschäftsführer Volker Oppitz zu entlasten. Nächste Woche könnte eine Entscheidung fallen, dann sollen die Vertragsverhandlungen voll anlaufen.

Jochen Leimert

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