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Dynamo-Geschäftsführer Bohne tritt zurück - Rolf Dohmen als Nachfolger gehandelt

Dynamo-Geschäftsführer Bohne tritt zurück - Rolf Dohmen als Nachfolger gehandelt

Dynamo Dresden braucht einen neuen Geschäftsführer: Um 10.07 Uhr am Freitagmorgen hat Stefan Bohne seinen Rücktritt erklärt. Der Nachfolger Bohnes, der auf die Verlängerung seines Ende Juni auslaufenden Vertrages gehofft hatte, wurde bereits am Donnerstagabend auf einer Aufsichtsratssitzung bestimmt.

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Wird er der neue Dynamo-Geschäftsführer? Rolf Dohmen an seinem Schreibtisch.

Quelle: dpa

Dresden. Als Bohne das erfuhr, stellte er seinen Posten mit sofortiger Wirkung zur Verfügung. „Wiederholt wurde mein Handeln als Geschäftsführer als auch ich diskreditiert. Ich bin nicht bereit, das in Kauf zu nehmen und ziehe die Konsequenz", sagte Bohne auf einer eigens einberufenen Pressekonferenz. Als Nachfolger ist der ehemalige Manager des Karlsruher SC, Rolf Dohmen, im Gespräch.

Nur wenige Stunde nach dem Rücktritt teilte Dynamo in einer Presseerklärung mit, dass der Posten bereits wieder besetzt sei. Die Frage nach dem „Neuen" sei gemeinsam mit Sportbürgermeister Wilfried Lehmann sowie den Sponsorenvertretern Jens Heinig (Veolia) und Thomas Bohn (Sprecher einer Sponsoreninitiative) kontrovers besprochen worden. Zwar habe Bohne mit einem strikten Konsolidierungskurs den ersten Schritt in Richtung einer wirtschaftlichen Konsolidierung des finanziell schwer angeschlagenen Traditionsclubs getan, der Aufsichtsrat habe aber nach der Analyse der bisherigen Arbeit in der Geschäftsführung und der Zusammenarbeit mit dem Aufsichtsrat Mängel festgestellt, die unter der derzeitigen Konstellation nicht behebbar seien. Deshalb wurde der Vertrag Bohnes vom Aufsichtsrat nicht verlängert, sondern „vorbehaltlich der Zustimmung der Landeshauptstadt Dresden" ein neuer Geschäftsführer bestellt. Beide Beschlüsse fielen im Beisein von Bürgermeister Lehmann einstimmig.Der Name des künftigen Geschäftsführers wird erst nach Vorliegen der Entscheidung der Landeshauptstadt bekannt gegeben. Die Stadt Dresden hat seit der Zahlung eines Kredites von 1,25 Millionen Euro im Jahr 2008 das Recht, bei der Besetzung des Geschäftsführerpostens ihr Veto einzulegen. Davon hatte die Stadt Ende März Gebrauch gemacht, als sie sich gegen die Einstellung von Stephan Beutel als Geschäftsführer Sport aussprach.

Die Abstimmung mit der Stadt könnte allerdings schwierig werden: Bohnes Ausscheiden aus dem Amt war in den vergangenen Tagen unter anderem ein Besuch von Aufsichtsratschef Große im Rathaus vorangegangen. Große hatte nach einem Treffen mit Oberbürgermeisterin Helma Orosz am Mittwochabend vor laufender TV-Kamera erklärt, es sei ein ganz normaler Antrittsbesuch gewesen, das Thema Dynamo-Geschäftsführer sei nicht behandelt worden. Eine glatte Lüge. Nach DNN-Informationen hat Große bei der Oberbürgermeisterin die Bereitschaft der Stadt, einer Absetzung Bohnes und Einsetzung eines neuen Geschäftsführers zuzustimmen, ausgelotet. Und eine Abfuhr bekommen.

Die Stadratsfraktionen zeigten sich am Freitag entsetzt. „Ich bin schockiert", sagte Anke Wagner, sportpolitische Sprecherin der CDU. Wieder einmal herrsche Chaos bei Dynamo. „Der Aufsichtsratschef belügt die Öffentlichkeit vor laufender Kamera", sagte Wagner. „Nicht Bohne sollte gehen, sondern der Dynamo-Aufsichtsrat!"Christoph Hille von der Bürgerfraktion befürchete, dass „wir den Verein bald übernehmen müssen". Persönlich finde er „den Ansatz mit Rolf Dohmen ja gut, aber die Art und Weise wie das alles gelaufen ist, ist einfach unmöglich!"Auch Thomas Blümel, sportpolitischer Sprecher der SPD befürwortete die Lösung Dohmen. „Die entscheidende Frage für Dynamo ist doch: Wie kommen wir sportlich weiter?" Deshalb sei es nicht falsch, jemanden zum Geschäftsführer zu bestimmen, „der sowohl sportlich als auch kaufmännisch fähig ist". Dies träfe auf Dohmen zu.

dpa / jap / tom

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