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Dynamo-Präsident Haensel: "Mein Ruf ist beschädigt"

Dynamo-Präsident Haensel: "Mein Ruf ist beschädigt"

Die gute Nachricht: Der DFB hat gestern allen Fußball-Drittligisten die Lizenz für die kommende Spielzeit erteilt - also auch der SG Dynamo Dresden. Eine Bedingung hat der Klub allerdings noch zu erfüllen: bis Ende Juni muss einen Geschäftsführer benannt sein.

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Sieht seinen Ruf beschädigt: Dynamo-Präsident Hauke Haensel.

Quelle: dpa

Dresden. Das ist ein Thema der Krisensitzung, zu der sich morgen alle Dynamo-Gremien mit Mitarbeitern des Vereins und Sponsoren treffen. DNN sprach vorab mit Vereinspräsident Hauke Haensel.

Frage

: Bei Dynamo werden derzeit viele Stühle frei. Treten Sie am Freitag auch zurück?

Hauke Haensel: Das habe ich nicht vor. Meine ehrenamtlicher Funktion ist eine auf Zeit, ich klebe nicht an meinem Stuhl. Wenn ich das Gefühl habe, Dynamo nicht mehr helfen zu können, werde ich Platz machen. Im Augenblick müssen jedoch erst andere Probleme gelöst werden. Sie sind in der aktuellen Dynamo-Krise mit in die Kritik geraten. Ihnen wird vor allem vorgeworfen, sich im Streit um den Geschäftsführer des Vereins nicht positioniert zu haben...Ich habe mir in den letzten Jahren einen guten Ruf in der Dresdner Kommunalpolitik erarbeitet, der ist jetzt beschädigt. Das stimmt. In wie weit sich das auf künftige Gespräche, die mit der Stadt zu führen sind, auswirkt, bleibt abzuwarten. Aber es ist nicht meine Aufgabe als Präsident, Beschlüsse des Aufsichtsrats zu verkünden oder zu kommentieren. Ich war bei den Sitzungen als Gast zugegen, habe meinen Rat und Hilfe angeboten und meine Meinung gesagt. Mehr nicht, aber auch nicht weniger. Sie waren aber gemeinsam mit Holm Große bei der Oberbürgermeisterin, um ein Ja für Rolf Dohmen zu erwirken...Es hatte sich abgezeichnet, dass eine Mehrheit im Aufsichtsrat den Vertrag mit Stefan Bohne nicht verlängern wollte. Ich habe darauf gedrängt, dass Dynamo dann schnellstmöglich eine Alternative findet und vor allem die Stadt einbezieht. Ist Ihr Verhältnis zu Stefan Bohne noch intakt?Das hat gelitten. Er wirft mir vor, ihm nicht den Rücken gestärkt zu haben. Das will ich nicht öffentlich kommentieren, sondern im Gespräch mit ihm. Das heißt aber auch: Wir reden noch miteinander. Ein anderer Vorwurf an Ihre Adresse lautet: Bei der Auswahl der Kandidaten für den Aufsichtsrat im letzten Jahr hätten Sie sich durchsetzten müssen...Jens Heinig als einer der wichtigen Sponsoren stand auf der Liste. Und es ist bekannt, dass ich auch für die Kandidatur von Thomas Bohn gestimmt habe. Im Präsidium ist eine Stimme gegen zwei aber zu wenig. Auch ich habe demokratische Grundrechenarten einfach zu akzeptieren. Rolf Dohmen hat Ihnen abgesagt?Wir haben am Montag telefoniert. Als offizielle Absage habe ich es nicht aufgefasst, aber man konnte seine Worte durchaus so interpretieren. Wäre er eine gute Wahl für Dynamo gewesen?Ja,. Ich denke, seine Vita ist über jeden Zweifel erhaben. Was passiert, wenn am Freitag der komplette Aufsichtsrat zurücktritt?Dann wird das Präsidium einen Not-Aufsichtsrat einsetzen, der rasch antritt und bis zu einer Neuwahl im Herbst amtiert. Dafür werden wir - falls es dazu kommt - Personen einsetzen, denen wir zutrauen, Dynamo wieder auf einen guten Kurs zu bringen. Dem Not-Aufsichtsrat werden Thomas Bohn und Jens Heinig angehören?Ich kann dem nicht vorgreifen. Aber wenn sie sich dafür bewerben, wäre das denkbar. Das Wichtigste ist jetzt, das Verhältnis zur Stadt zu verbessern, neues Vertrauen zu schaffen. Werden auch Vertreter der Stadt im Not-Aufsichtsrat sitzen?Wir werden das der Stadt anbieten. Und der Notaufsichtsrat bestellt dann einen Geschäftsführer, der Stefan Bohne heißt...Das kann ich nicht sagen, dass entscheidet der Aufsichtsrat. Klar ist, wir brauchen bis Ende Juni eine Lösung für die Geschäftsführung. Kann Dynamo mit den aktuellen Vereinsstrukturen überhaupt noch vernünftig arbeiten?Ich denke, dass die Väter der Satzung sehr vernünftige Ideen bei der Erarbeitung dieser Struktur hatten. Aber sicher ist es auch richtig, dass momentan alles hinterfragt wird. Es gibt Ideen, die Struktur oder die Aufgaben der Gremien zu ändern. An Vorschlägen arbeitet seit Herbst eine von den Mitgliedern eingesetzte Kommission.

Thomas Scholze

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