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Dynamo in Aufstiegslaune: 2:0-Heimsieg über Wacker Burghausen

Dynamo in Aufstiegslaune: 2:0-Heimsieg über Wacker Burghausen

Freudentaumel an der Lennéstraße, Bierseligkeit in den Kneipen und Wohnzimmern der ganzen Stadt: Dynamo Dresden darf weiter von den Relegationsspielen und dem Aufstieg in die 2. Bundesliga träumen.

Dresden. Vor 29 394 Zuschauern im bis auf den Gästeblock ausverkauften Glücksgas-Stadion besiegten die Schwarz-Gelben die abstiegsbedrohten Burghausener mit 2:0 (1:0).

Dank der Treffer von Torjäger Alexander Esswein (40.) und Sebastian Schuppan (63.) verteidigten die Männer von Trainer Ralf Loose den begehrten dritten Tabellenplatz der 3. Liga und können am 38. und letzten Spieltag in Offenbach die Relegation aus eigener Kraft perfekt machen. Nur der SV Wehen Wiesbaden (1:0 gegen Koblenz) kann am kommenden Sonnabend den Dresdnern noch in die Suppe spucken, denn die anderen Mitbewerber aus Erfurt (3:4 in Ahlen) und Offenbach (1:2 in Heidenheim) sind aus dem Rennen.

Eines hat die SGD aber schon geschafft: Platz vier ist ihr nicht mehr zu nehmen, die Teilnahme am DFB-Pokal hat der achtfache DDR-Meister somit sicher. Die Stimmung im Stadion war dementsprechend überschwänglich: "Das hat noch das getoppt, was ich erwartet habe", zeigte sich auch Loose begeistert. Überglücklich war Präsident Andreas Ritter: "Meine Frau und ich haben letzte Nacht davon geträumt."

 

Dynamo bestimmte von Beginn an das Geschehen, musste aber bis zur 9. Minute auf die erste Chance warten, als Schuppan mit einem Kopfball nach Eckstoß von Cristian Fiel für Gefahr sorgte, doch Wackers Christoph Burkhard rettete auf der Linie. Ein Kopfball von Robert Koch, der neben Maik Kegel im Sturmzentrum auflief, bereitete René Vollath im Tor der Gäste keine großen Probleme (20.), aber als Essweins Schuss nach Vorabeit von Timo Röttger im letzten Moment zur Ecke abgewehrt werden musste, brannte es im Strafraum der Bayern (25.).

Ansonsten stand die Mannschaft von Trainer Mario Basler gut gestaffelt, ließ wenig zu und forderte Geduld von den Gastgebern. Ein Steilpass von Fiel brachte Dynamo dann aber doch noch in der ersten Halbzeit auf die Siegerstraße: Esswein erlief den Ball, war einen Tick vor dem herauseilenden Vollath an der Kugel und lenkte sie ins leere Tor (40.). Da schien das Stadion unter dem Jubel der Fans regelrecht zu explodieren. Erst recht, weil die Konkurrenz aus Erfurt in Ahlen schon nach 23 Minuten mit 2:0 führte, zur Halbzeit dann sogar 3:1 vorn lag.

 

Nach dem Seitenwechsel dominierte die Loose-Elf, die ohne den gesperrten Dani Schahin auskommen musste, weiter das Geschehen. Dynamos Trainer war mit dem Spielverlauf denn auch vollauf zufrieden: "Der Gegner war gut organisiert, wir haben ihn müde gespielt." Als Wackers Mittelstürmer Christian Knappmann Florian Jungwirth im Strafraum umriss, zeigte Bundesliga-Referee Dr. Jochen Drees aus Münster sofort auf den Punkt. Schuppan, dessen Vertrag sich in diesem Spiel automatisch um ein Jahr verlängerte, trat an und verwandelte mit links flach ins linke Eck (63.). Das war die Entscheidung, die Basler-Truppe hatte den Schwarz-Gelben danach nicht mehr viel entgegenzusetzen.

"Nach dem 2:0 war klar, dass hier nicht mehr viel zu holen ist", resümierte Wacker-Coach Basler später. War er zu diesem Zeitpunkt noch zuversichtlich, dass man mit einer Niederlage gut leben könne, wurde er gegen Ende der Partie noch mächtig überrascht, denn Ahlens Endspurt kostete Burghausen noch den Nichtabstiegsplatz. "Jetzt müssen wir am letzten Spieltag gewinnen und sind auf die Hilfe von Hansa Rostock angewiesen. Da muss ich nächste Woche mal anrufen", scherzte der ehemalige Nationalspieler mit säuerlicher Miene.

 

Dynamo spielte die Aufholjagd der Ahlener indes voll in die Karten. Mit der eigenen 2:0-Führung im Rücken nahm Loose Esswein in der 82. Minute vom Feld, um dem Goalgetter den verdienten Sonderapplaus zu verschaffen und ihn für das Saison-Halali auf dem Bieberer Berg zu schonen. Schließlich hatte sich der Ex-Wolfsburger und künftige Nürnberger gerade erst von einem Muskelfaserriss im Oberschenkel erholt.

Als die Partie vorbei war und die Ergebnisse von den anderen Plätzen durchgesagt wurden, durfte der 21-Jährige (nun 17 Saisontreffer) noch einmal mit den Fans feiern. Minutenlang zelebrierten die Anhänger und ihre Lieblingsmannschaft eine "Uffta", dann schwärmten alle in die umliegenden Biergärten aus. David Solga wird das Spiel nicht so schnell vergessen: "Das waren 90 Minuten Gänsehaut. Das habe ich noch nie erlebt."

Jochen Leimert

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