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Dynamo verschenkt gegen Wehen Wiesbaden möglichen Sieg

Dynamo verschenkt gegen Wehen Wiesbaden möglichen Sieg

Dynamo Dresden hat im vierten Anlauf seinen Auswärtsfluch besiegt und beim bisherigen Tabellendritten SV Wehen Wiesbaden ein 2:2 (1:1)-Unentschieden erkämpft. Doch freuen konnten sich die Schwarz-Gelben darüber nicht wirklich: "Wir haben zwei Punkte verschenkt", sagte Mittelfeldspieler Lars Jungnickel nach dem Schlusspfiff von Bundesliga-Referee Jochen Drees aus Münster.

Wiesbaden. Auch Trainer Matthias Maucksch war von Euphorie weit entfernt: "Wir haben unser Minimalziel erreicht, aber es war mehr drin."

 

Nach einem Punktgewinn sah es freilich zunächst nicht aus, denn wie so oft in dieser Saison war gleich der erste Schuss des Gegners drin: Als Tim Kisters Kopfball-Abwehr zu kurz geriet, eroberte Zlatko Janic den Ball und drückte sofort ab. Axel Keller im Dynamo-Tor wehrte den Ball noch ab, aber Martin Abraham donnerte die Kugel im Nachschuss unter die Latte (7.). Ein Freistoß von Alf Mintzel hätte gleich noch zum 2:0 geführt, doch das Leder klatschte an die Latte (15.).

 

Dynamo aber glaubte an sich und fand auch ohne den erkrankten Spielmacher Maik Kegel zurück ins Spiel. Nachdem Jungnickels Kopfball nach Fiel-Ecke noch knapp vorbei geflogen war (17.) und Robert Koch eine Esswein-Ablage volley nicht voll erwischte (28.), wurde Dynamo immer mutiger. Einmal musste Wehen Wiesbadens Keeper Michael Gurski nach einem Fiel-Freistoß gegen Kochs Kopfball klären (31.), dann köpfte Koch nach Fiel-Ecke vorbei (31.). Dann jedoch traf der unermüdlich ackernde Lausitzer doch: Gerrit Müller spielte in den Lauf von Alexander Esswein, dessen Querpass Koch zum 1:1 abstaubte (32.).

 

Nach dem Seitenwechsel konnte der Gastgeber zwar durch einen Janjic-Freistoß aus 20 Metern noch einmal ein Zeichen setzen (knapp links vorbei/49.), doch dann übernahm Dynamo das klar Kommando. Erst reagierte Gurski stark gegen Kisters Kopfball (50.), dann aber führte eine Fiel-Ecke zur Gästeführung: Der weite Ball des Ex-Aacheners landete bei Esswein, der ihn wieder reinspielte - Gurski klatschte nur ab, Müller bedankte sich und schoss zum 2:1 für Dynamo ein (53.).

 

Danach spielte nur noch Dynamo, die Hausherren wirkten demoralisiert: Koch hätte das 3:1 machen können, doch Gurski klärte seinen Fernschuss zur Ecke (73.). Kurz darauf vergaben der lange Kister und das Laufwunder Koch hintereinander die Schusschance zum dritten Tor, weil sie den Ball nicht trafen (74.). "Da hätte uns Dynamo abschießen können", bemerkte SVWW-Trainer Gino Lettieri später.

 

So aber kam es anders: Nach einer Flanke griff der sonst so sichere Keller daneben, Abraham bugsierte die Kugel mit dem Knie ins Netz (81.). "So eine Kacke!", ärgerte sich Jungnickel, der noch retten wollte, was nicht mehr zu retten war. Weil die Hessen nun noch einmal aufwachten und das Dresdner Tor ins Visier nahmen, wurde es noch mal brenzlig für die Sachsen. Der eingewechselte Milad Salem schoss hauchdünn am langen Eck vorbei (84.), dann hatte der ebenfalls in der zweiten Halbzeit ins Spiel gekommene Ex-Offenbacher Suat Türker den Siegtreffer auf dem Fuß. Keller aber machte seinen Fehler wieder gut und lenkte den Ball mit den Fingerspitzen um den Pfosten (90.). Dynamo-Berater Reiner Calmund atmete auf der Tribüne tief durch: "Es wäre nicht auszuhalten gewesen, wenn der Keller den Ball nicht gehalten hätte."

Jochen Leimert

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