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Ehemaliger SC-Leipzig-Handballer Michal Barda: Tschechien hat bei EM sehr gute Chancen

Ehemaliger SC-Leipzig-Handballer Michal Barda: Tschechien hat bei EM sehr gute Chancen

Deutschland gegen Tschechien, das erste Spiel der Handball-EM in Serbien gilt als eine offene Angelegenheit. Wenn sich am Sonntag ab 17.30 Uhr (live im ZDF) in Nis die beiden Mannschaften gegenüberstehen, wird Michal Barda auf der Tribüne sitzen und für das tschechische Fernsehen kommentieren.

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Michal Barda,ehemaliger Nationaltorhüter und, Nationaltrainer Tschechiens und Schlussmann des SC Leipzig, arbeitet heute als Kommentator.

Quelle: Winfried wächter

Nis. Der ehemalige Nationaltorhüter, Nationaltrainer und Schlussmann des SC Leipzig (1991/92) fungiert in seinem Heimatland gewissermaßen wie Stefan Kretzschmar bei Sport 1. Er erklärt seinen Landsleuten, was sie gerade sehen und versucht dahinterzukommen, was warum ausgezeichnet oder gar nicht klappt.

Barda erwartet eine spannende Partie mit guten Chancen für sein Team. „Vielleicht sogar mit sehr guten.“ Deutschland sei immer Favorit, das sei nun mal so. Aber die Tschechen hätten eine richtig gute Mannschaft. „Vielleicht ist sie ein bisschen alt, aber sie spielen alle in guten Vereinen. Nicht nur in der Bundesliga, auch in der französichen Liga. Da kann man davon ausgehen, dass sie einiges können.“

Am meisten kann Filip Jicha. Der Schütze im linken Rückraum, der sein Geld beim THW Kiel verdient,  gilt für viele als der weltbeste Spieler überhaupt. „Aber“, sagt Barda, „er hat auch Schwächen.“ Das ist nun tatsächlich erklärungsbedürftig, denn 

davon war bislang nichts zu hören. Doch der Prager winkt lächelnd ab. „Das werde ich nicht sagen.“

Beide Teams kämpfen um die letzte Chance auf ein Olympiaticket, und der Druck könnte der deutschen Mannschaft vielleicht ein bisschen mehr zu schaffen machen. „Weil er auch von außen, von der Öffentlichkeit hereingetragen wird“, sagt Barda. „Bei uns machen ihn sich die Spieler selbst, die Erwartungen zu Hause sind nicht besonders hoch.“

Barda spricht so gut wie ohne Akzent deutsch. Dabei liegt sein Aufenthalt in Deutschland schon viele Jahre zurück. Ende der 80er Jahre kam er nach Großwallstadt wechselte nach Düsseldorf und wurde mit den Rheinländern Pokalsieger. 1991 erfolgte der Umzug nach Leipzig. Der Tscheche hatte die Wendezeit in Deutschland somit auf beiden Seiten erlebt. „Das war eine sehr interessante Zeit“, lautet das Fazit des 56-Jährigen. Er meint damit vor allem die Zeit in Leipzig und erinnert sich vor allem an eine große Frustration in der Bevölkerung, weil die Arbeitslosigkeit in großer Zahl Einzug gehalten hatte. Barda ist Computerspezialist, fand aber damals in Leipzig keine Partner. So ging er nach einem Jahr in sein Heimatland zurück, in dem gleichfalls gewaltige Veränderungen vor sich gingen. „Doch ein wichtiger Grund war auch, dass mein Körper mir 

sagte, dass Schluss sein sollte. Ich war damals schließlich schon 37 Jahre alt. Trainer Peter Rost hat mich zwar noch bekniet, dass ich bleibe, aber ich wollte nach Hause.“

Den Kontakt zu seinen ehemalige Mitspielern, zu denen unter anderem Jens-Peter Herold, Heiko Jahn, Mario Bode, Andreas Friedrich und Frank Mühlner gehörten, hat er nicht abreißen lassen. Er ist auch gut informiert, was die beachtliche Rolle des SC DHfK  in der zweiten Liga angeht. Hin und wieder wird er von Eric Göthel, auch ein damaliger Weggefährte in Leipzig, darüber in Kenntnis gesetzt. Rechtsaußen Göthel war damals mit nicht mal 20 Jahren das Kücken im SCL-Team, heute berät er mehrere Nationalspieler und hat den ambitionierten Neubeginn beim SC DHfK von Anfang an unterstützt.

Mit Michael Galia steht in Leipzig wiederum ein Tscheche im Tor. Der Schlussmann des SC DHfK ist der Bruder des 

Nationaltorhüters Martin, der am Sonntag den deutschen Angreifern das Leben schwer machen soll. „Es kann aber auch sein, dass bei uns Petr Stochl mit dieser Aufgabe betraut wird.“ So könnten sich in diesem Spiel zwei Torhüter der Füchse Berlin gegenüberstehen, denn Silvio Heinevetter ist der Favorit auf die Nummer 1 im Gehäuse der deutschen Mannschaft, wenngleich sich Bundestrainer Martin Heuberger am Sonnabend noch nicht festlegen wollte.

„Bei uns in Tschechien  sind eben alle Torhüter gut“, verabschiedet sich Barda mit einem freundlichen Lächeln. Sie hätten aber auch Fehler. Welche das denn seien? Doch das bleibt  – siehe Jicha - sein Geheimnis.

Winfried Wächter

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