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Eilenburger Skispringerin Ulrike Gräßler bei Sturz schwer verletzt

Mehrere Brüche Eilenburger Skispringerin Ulrike Gräßler bei Sturz schwer verletzt

Skispringerin Ulrike Gräßler hatte zuletzt wahrlich Pech, Krankheiten und Verletzungen behinderten sie immer wieder. Zuletzt hat die gebürtige Eilenburgerin den Sprung ins deutsche Weltcup-Team verpasst. Die 28-Jährige wollte im Continentalcup wieder angreifen. Doch im ersten Wettkampfsprung in Notodden stürzte sie schwer.

Skispringerin Ulrike Gräßler (Archivfoto).
 

Quelle: Stefan Diaz

Leipzig.. Vom Glück ist Ulrike Gräßler wahrlich nicht verfolgt. Die aus Eilenburg stammende Skispringerin stürzte am Freitag beim Continentalcup im norwegischen Notodden schwer. „Ich liege jetzt hier im Krankenhaus und bin zur Zeit noch nicht transportfähig. Sicher diagnostiziert sind bisher sechs gebrochene Rippen und ein gebrochenes Schlüsselbein sowie Verletzungen am Daumen, Sprunggelenk und am Knie. Ich hoffe, dass das Kreuzband nicht gerissen ist“, teilte die 28-Jährige auf Facebook mit. Ein eventueller Kreuzbandriss ist tatsächlich noch unklar eine MRT-Untersuchung steht noch aus. Weil sich Ulrike Gräßler bei dem Sturz auch noch an der Lunge verletzt hat, kann sie voraussichtlich erst am Freitag aus der Klinik in Norwegen ins Uniklinikum Berlin geflogen werden. „Wenn alles gut geht, ist Ulrike Weihnachten zu Hause“, sagt Vater Robby Gräßler auf LVZ-Anfrage.

Deutsche verzichten

Im rund 120 Kilometer westlich von Oslo gelegenen Notodden fand der Wettbewerb am Freitag unter schwierigen Bedingungen statt: Die beiden deutschen Skispringerinnen Ulrike Gräßler und Sophia Görlich konnten ihre Sprünge im ersten Durchgang auf 97,5 bzw. 94 Meter nicht stehen. Daraufhin brach die Jury den Durchgang ab und verkürzte den Anlauf. Im neu gestarteten Durchgang verzichteten die deutschen Athletinnen komplett wegen Sicherheitsbedenken geschlossen auf den Start. Neben den gestürzten Gräßler und Görlich waren das Ramona Straub, Pauline Heßler, Agnes Reisch und Luisa Görlich. Nur 15 Athletinnen gingen somit in die Wertung ein, die Schweizerin Sabrina Windmüller gewann den Wettbewerb mit Weiten von 92,5 und 91,5 Metern.

Zuletzt viel Pech

Ulrike Gräßler, eine der Pionierinnen des Damenskispringen, schrieb mit der Silbermedaille bei der die WM-Premiere der Schanzenjägerinnen 2009 in Liberec Geschichte. Doch in den letzten Jahren hatte die Bundespolizistin wahrlich viel Pech. Bei den Olympischen Spielen in Sotschi 2014 sprang sie nach einer Fiebererkrankung nur auf Rang 22. In der vergangenen Saison warf sie eine Blinddarm-Operation während der Saison aus der Bahn, in der Vorbereitung auf diesen Winter war sie durch eine zweiwöchige Krankheit gehandicapt. Bei den deutschen Meisterschaften verpasste sie den Sprung in den Weltcup-Kader, wollte im Continentalcup, der zweiten Liga des Skispringens, wieder angreifen. Das Trainingslager in Oberwiesenthal verlief vielversprechend. Der erste Sprung im Continentalcup leider nicht.

Von Uwe Köster

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