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Eiskunst-Paarlauf-Weltmeister Robin Szolkowy: Vertrag mit Russen perfekt

Eiskunst-Paarlauf-Weltmeister Robin Szolkowy: Vertrag mit Russen perfekt

Der fünfmalige Paarlauf-Weltmeister Robin Szolkowy wird in der kommenden Saison als Trainer die russische Verbandsjacke überstreifen. Der Chemnitzer unterschrieb am Wochenende einen Einjahresvertrag beim russischen Spitzenteam von Erfolgscoach Nina Mozer.

Chemnitz. „Ich freue mich riesig über diese neue Herausforderung und das Vertrauen, das mir entgegengebracht wird", sagte Szolkowy der Leipziger Volkszeitung. Der 35-Jährige, der im Frühjahr seine aktive Laufbahn mit Aljona Savchenko beendet hatte, soll sich vorrangig um zwei russische Nachwuchspaare kümmern. „Bereits in zwei Wochen bei der Nebelhorn-Trophy in Oberstdorf werde ich in der russischen Jacke zu sehen sein." Danach reist Szolkowy mit seinen Paaren zu einem Wettkampf nach Kanada. Möglicherweise wird er auch bei Europa- und Weltmeisterschaften für die Russen an der Band stehen. Seine künftigen Schützlinge Tarasova/Morozov sind die amtierenden Junioren-Vizeweltmeister, die diese Saison ihr Debüt bei den Senioren geben. Das neu formierte Paar Davankova/Enbert gewann mit früheren Partnern ebenfalls bereits WM-Medaillen im Juniorenbereich.

„Ich werde zwischen Russland und Deutschland pendeln, arbeite mit Nina Mozers Schützlingen in Moskau und Sotschi." Zu dem Spitzenteam gehören auch die Olympiasieger Tatjana Volososchar und Maxim Trankow – einst ärgste Konkurrenten von Szolkowy und Savchenko. „Eine Zusammenarbeit mit ihnen schließe ich nicht aus", sagte der Sachse. „Nina Mozer eröffnet mir die Möglichkeit, auch nach meinem Abschied vom aktiven Sport weiter auf höchstem Niveau im Eiskunstlauf tätig zu sein." Für die Kooperation muss Szolkowy demnächst noch Vokabeln pauken. „Russisch spreche ich bislang leider gar nicht."

Bereits im Sommer hatte sich Szolkowy beim internationalen Eislaufcamp in Oberstdorf als Trainer ausprobiert und Gefallen an der Tätigkeit gefunden. Zudem will er künftig mit der Schweizerin Myriam Leuenberger Shows laufen. Am 20. und 21. September haben beide ihre ersten Einsätze in Verona.

Szolkowy hatte nach seinem Karriere-Ende auch mit der Deutschen Eislauf-Union über eine berufliche Perspektive verhandelt, bislang aber kein konkretes Angebot erhalten. „Ich fühle mich dem deutschen Eiskunstlauf, für den ich mich ebenfalls gern engagieren würde, weiterhin eng verbunden. Auch hier gibt es potentiellen Nachwuchs", sagte Szolkowy. Vorerst aber wird der Olympiadritte von Vancouver und Sotschi die deutsche Konkurrenz fit machen.

Skadi Hoffmann

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Von Redakteur Silke Hoffmann

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