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Emotionaler Judo-Kampftag: Frauen gewinnen 7:6, Männer holen Remis

Emotionaler Judo-Kampftag: Frauen gewinnen 7:6, Männer holen Remis

Es sollte ein perfektes Wochenende für den Judoclub Leipzig werden. Doch dazu fehlten ein paar wenige Siege, die durchaus möglich schienen. International brachte Kerstin Thiele nur einen Teilerfolg aus Baku mit.

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Polizistin Svea Schwäbe erringt den entscheidenden Punkt.

Quelle: Christian Modla

Leipzig. Beim dortigen Grand Slam landete die Olympiazweite nach drei Siegen und zwei Niederlagen auf Platz fünf.

"Kerstin greift mit Blick auf Rio voll an. Sie hat super trainiert, in Japan im zweiwöchigen Camp nicht eine Wertung abgegeben", sagte Trainer Markus Jähne am Rande des 7:6-Bundesliga-Erfolges gegen Esslingen. Doch in Baku reichte es für Kerstin Thiele nicht ganz zur erhofften Medaille, sodass ihre Eliteförderung in Gefahr gerät.

Matchwinnerin beim Erfolg gegen Esslingen vor 400 begeisterten Zuschauern in der kleinen Arena war trotz ihres Schichtdienstes bei der Polizei Svea Schwäbe, die das entscheidende letzte Duell mit Yuko gewann und am Ende ihre drohende vierte Strafe mit viel Kampfgeist verhinderte.

Bei den Männern fehlte im Kampf gegen Ettlingen Top-Junior Daniel Herbst, der in Kaunas die JEM-Norm perfekt machen wollte, nach einem Sieg und einer Niederlage aber ausschied. Bei seinen Bundesliga-Kollegen ging der erste Durchgang mit 2:5 komplett in die Hose. Gleich drei Mal wurde die Führung noch aus der Hand gegeben. Junior Danny Hanke leitete nach der Pause die große Aufholjagd ein, die Fabian Hubert mit dem Ippon zum umjubelten 6:6 krönte. Kapitän Norbert Fleischer wollte indes von einem Erfolg nichts wissen und meinte: "Das war eher Schadensbegrenzung."

Die JCL-Frauen nehmen mit 4:0 Punkten Kurs auf die Finalrunde. Für die Männer wird es eng mit dem Viertelfinaleinzug, wahrscheinlich kommt es im September zum Abstiegs-Duell mit Speyer. Schon heute und morgen folgt in Dresden mit der Polizei-EM das nächste Highlight. Hannes Conrad wurde wegen einer Rippenverletzung gegen Ettlingen geschont - er will heute mit Schmerztabletten kämpfen. Frank Dedek zeigte gute Ansätze, leistete sich aber auch aufgrund fehlender Wettkampfpraxis vier Strafen und verlor.

Derweil versucht JCL-Präsident Matthias Kiefer, die Weichen für die Zukunft zu stellen. Finanziell kann der Verein als Verlierer des Aufschwungs im Männerhandball gesehen werden. Nach vielen Jahren haben sich die Stadtwerke als Hauptsponsor zurückgezogen, da der JCL nicht so werbetauglich sei wie die DHfK-Männer. "Wir versuchen, die Lücke über viele kleinere Förderer zu schließen. Das ist nicht leicht", so der JCL-Chef, der noch an einer anderen Front ackert. Denn die deutsche Meisterin Melanie Gerber sucht seit Wochen vergeblich einen Job als Förderpädagogin. "Wenn sie Leipzig verlassen müsste, würde uns eine Top-Kämpferin, tolle Organisatorin und Übungsleiterin verloren gehen. Das darf nicht passieren", appelliert Kiefer.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 11.05.2015

Frank Schober

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