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Endlich wieder Jubel: Icefighters Leipzig besiegen Saale Bulls Halle mit 5:1

Endlich wieder Jubel: Icefighters Leipzig besiegen Saale Bulls Halle mit 5:1

Über 2000 Zuschauer (außer den 200 Hallensern) in der überfüllten Dicolor Arena sind restlos begeistert, singen die Hitparade der glücklichen Fan-Lieder hoch und runter, die Halle wackelt.

Taucha. Ein 5:1 (2:0,2:1,1:0)-Sieg der Icefighters gegen die Saale Bulls Halle - damit hatte am Sonntag kaum jemand gerechnet, mit einem Erfolg in dieser Höhe schon gar nicht.

Nach der x-ten Ehrenrunde und La Ola vor den Fans sagt ein aufgewühlter Florian Eichelkraut:  „Wir können jeden schlagen, wir müssen das mitnehmen.“ Die Vereinsführung liegt sich glückstrunken in den Armen. Nur einer bemüht sich, cool zu bleiben. „Das ist toll für die Fans, toll für den Klub, toll für die Jungs“, sagt Coach Manfred Wolf mit ernster Miene, „aber dafür gibt’s auch nur drei Punkte.“ Aber was ist passiert, dass sich seine Cracks so ganz anders als zuletzt präsentiert haben? „Das ist das Ergebnis harter Arbeit“, betont Wolf, „wir haben in dieser Woche den Fokus auf das Powerplay gelegt. Und vier unserer fünf Tore sind in Überzahl gefallen.“ Wenn es so einfach wäre ...

Viel mehr darf über die Wirkung der gepflegten Standpauke (inklusive subtiler Drohungen) spekuliert werden, die die zuletzt leicht leidenschaftsarm auftretenden Cracks vor dem Match bekam. Denn in punkto Einsatzwillen und Kampfgeist  sind  die Icefighters im Vergleich zu den letzten Matches nicht wiederzuerkennen. Von der ersten Minute an liefern sie dem ungeschlagenen Tabellenführer einen Riesenfight. Und - die Fans trauen ihren Augen kaum - im ersten Drittel waren die Leipzigers auch das überlegene Team. Logische Folge ist das 1:0 in der 10. Minute. Die Temperatur in der Arena steigt.

In der 18. Minute kocht es dann. Leipzigs Stürmer Lars Müller wird von Halles Uwe Wunderlich gecheckt, beide gehen zu Boden. Der Hallenser blutet stark, die Schiedsrichter verhängen eine Fünfminuten- plus Spieldauerstrafe gegen Müller. Alles tobt, die Leipziger Bank ist außer sich, Wolf kann sich kaum beruhigen. „Ich wurde gecheckt und bin gefallen, mehr habe ich erst mal nicht mitbekommen. Der Schiri sagte mir, ich hätte den Hallenser mit dem Ellbogen ins Gesicht geschlagen. Das ist Blödsinn“, erzählt Müller. In der Drittelpause hat er sich auf Video die Szene angesehen. „Wunderlich ist mit dem Gesicht auf meine Schlittschuhe gefallen, deshalb das Blut.“

Die Entscheidung des jungen Referees war nicht mehr zu revidieren, im Derby war nun richtig Zunder. „Das hat uns richtig angestachelt“, sagt Eichelkraut. Nun geht die Post ab. Das 2:0 kurz vor der Pause. Danach 3:0 und 4:0 - die Hallenser wähnen sich im falschen Film und die Taucha-Leipziger Connection im siebten Himmel.

Nach dem 0:4 tauscht Halle den Torhüter (Johnson für Haloschan) und macht mehr Druck, vor der letzten Pause gelingt das 1:4. Doch die große Offensive im Schlussdrittel findet nicht statt, die Icefighters haben das Derby unter Kontrolle. Mit dem 5:1 macht Florian Eichelkraut alles klar. Da singen die Fans längst: „Ihr seid Erster und keiner weiß warum.“

Tore:

1:0 Vrba (10.), 2:0 Mikesz (20.), 3:0 Hrach (24.), 4:0 Alt ((27.), 4:1 Bigam (41.), 5:1 Eichelkraut (54.).

Uwe Köster

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