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Endloser Jubel: Der SC DHfK steigt durch ein 32:25-Sieg gegen Dessau in Liga zwei auf

Endloser Jubel: Der SC DHfK steigt durch ein 32:25-Sieg gegen Dessau in Liga zwei auf

Leipzig. Sie haben es geschafft! Die Handballer des SC DHfK Leipzig sind in die 2. Bundesliga aufgestiegen. Mit einer kaum beschreibbaren Leistung, getrieben von einem entfesselten Publikum besiegten sie am Mittwochabend in der mit 1900 Zuschauern ausverkauften Ernst-Grube-Halle den Dessau-Roßlauer HV mit 32:25 (16:9).

Damit sicherten sie sich das Ticket in die nächsthöhere Spielklasse, während die Gäste absteigen.

Jede Geste, jeder Blick, jede Aktion der Grün-Weißen zeigte nur eines: Das ist unsere Halle! Niemand außer uns hat hier das Sagen! Wir wollen den Aufstieg! Die Mannen aus Dessau hatten dem außer tapferem Kampf nichts entgegenzusetzen. Der sonst so starke Robert Lux lieferte in der ersten Hälfte allenfalls eine blasse Vorstellung ab und fand erst in Halbzeit zwei zu seinem Spiel. "Man hat gemerkt, dass wir heute ohne Kreisspieler angetreten sind", so Lux später. Dessau habe auch in dieser Höhe verdient verloren. Lediglich Andreas Sprecher im Tor der Gäste lief über die gesamten 60 Minuten zur Normalform auf und entschärfte zahlreiche Leipziger Versuche.

Sein Gegenüber stand ihm allerdings in nichts nach. Der bis in die Haarspitzen motivierte Michael Galia schrie sich von einer Parade zur nächsten und führte zwischenzeitlich regelrechte Veitstänze in seinem Torraum auf. Seine Vorderleute arbeiteten nicht weniger konzentriert. Von den frenetischen Zuschauern getragen, deren Anfeuerungen wohl so Manchem einen mittleren Tinitus beschert haben dürften, kannten sie keine Gnade und agierten so kompromisslos wie noch in keinem Saisonspiel zuvor.

Bereits nach sechs Minuten führten die Jungs von Uwe Jungandreas 4:1 und bauten diesen Vorsprung kontinuierlich aus. Das grün-weiße adrenalinschwangere Spiel schüchterte die Dessauer zunehmend ein. Teilweise wirkten sie regelrecht hilflos, gaben sich aber dennoch nie auf. Allerdings fanden sie kein wirkliches Mittel gegen die Hausherren und hatten spätestens nach dem 13:8 von René Boese in der 27. Minute die Chance auf den Klassenerhalt vertan.

Stellvertretend für alles, was den SC DHfK am Mittwoch auszeichnete, stand die 30. Spielminute. Fünf Sekunden vor dem Pausenpfiff zog Uwe Jungandreas die grüne Karte für eine Auszeit. 15:9 stand es zu diesem Zeitpunkt. Doch seine Mannen wollten mehr. Quasi mit der Sirene flog Eric Jacob in den Torraum und zauberte den Ball per Kempa-Trick in die Maschen. Der Jubel kannte keine Grenzen mehr.

Nach dem Wiederanpfiff zeigten sich die Gastgeber zunächst weiter sicher und spielten sich in einen wahren Rausch. René Boese traf in der 37. Minute zum 20:11. Dann jedoch bildeten sich schlagartig Sorgenfalten auf den Gesichtern der Leipziger Verantwortlichen. Innerhalb von vier Minuten kassierten die Hausherren fünf Gegentreffer in Folge. Der Vorsprung schmolz auf 20:16 zusammen.

In den folgenden Minuten nahm Uwe Jungandreas die grüne Karte mehrfach in die Hand, um sie dann doch wieder wegzulegen oder ruhelos hin- und herzutragen. Zum Einsatz kam sie nicht, denn seine Mannen zogen sich quasi an den eigenen Haaren aus dem zwischenzeitlichen Tief, allen voran der vollkommen entfesselt aufspielende René Boese. Bereits Minuten vor dem Abpfiff spielten sich unbeschreibliche Szenen ab. Und als sie dann ertönte, die Sirene, die letzte der Saison, war da nur noch ein grün-weißer Haufen Jubel. "Es ist egal, wer die Tore macht, ich will jetzt nur noch feiern", meinte der 15fache Torschütze René Boese mitten im Trubel.

Der Platz vor der Grubehalle verwandelte sich innerhalb kürzester Zeit zur Partymeile. Die siegstrunkenen Spieler ließen sich auf mehreren Harley Davidson vorfahren. Auf der Showbühne konnten sie sich dann einen kleinen Seitenhieb auf die hochbezahlten aber am Aufstieg gescheiterten Fußballer von Rasenballsport Leipzig nicht verkneifen und stimmten an: "Seht ihr RB, so wird das gemacht!"

Leipzig:

Galia; Schulz; Stojanovic; Dietzmann; Leuendorf; Streitenberger (5); Wolf; Baumgärtel (1); Oehlrich (4); Binder; Schepers; Boese (15/6); Jacob (1); Wagner (1); Seitle (2); Telehuz; Abati (3/1).

Dessau-Roßlau:

Sprecher; Hoffmann; Holtz (2); Rudow (6/2); Lux (7/2); Pratersch; Alisch; Fischer; Panfil (2); Heddrich (4); Werner; Müller (1); Just; Flödl (1); Schöne (1).

Siebenmeter:

Leipzig 7/8; Dessau-Rosslau 4/5.

Strafen:

Leipzig 3; Dessau-Rosslau 6.

Antje Henselin-Rudolph / Matthias Roth

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