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Engelsdorfer Volleyballerinnen gewinnen Zweitliga-Premiere

Engelsdorfer Volleyballerinnen gewinnen Zweitliga-Premiere

Euphorie hat einen Namen: Lok Engelsdorf, Abteilung Schmetterlinge. Als am Samstagabend die Volleyballerinnen nach knapp zweieinhalb Stunden ihre Zweitliga-Premiere mit 3:1 (19:25, 28:26, 25:23, 25:19) gegen den VC Offenburg gerockt hatten, führten die Spielerinnen einen Freudentanz vom Feinsten auf.

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Die Engelsdorferinnen Sandra Kirsche, Denise Schmidt und Jana Suswedyk (Archivbild).

Quelle: Christian Modla

Leipzig. Es wurden Tränen der Rührung gesehen, die gut 150 Fans klatschten im Sieger-Rhythmus. "Klasse Publikum", sagte Trainer Ronny Lederer (30), selbst fix und foxi, während er einen Schulterklopfer nach dem anderen einfing.

Vier und zwei Euro (je einer mehr als in der Vorsaison) kostete der Eintritt für das erwartungsfrohe Volleyball-Volk. Rechnete sich. Denn nahtlos knüpfte der Lok-Spielfilm an frühere Episoden an. "Krimi statt Sportschau" war Programm. Die Hauptdarstellerinnen begannen zügig, leisteten sich noch die eine oder anderen Entgleisung. Satz eins, abgehakt.

"Da waren alle ein bisschen nervös. Aber wir haben ins Spiel gefunden und gut aufgeschlagen. In der Annahme gibt es noch Baustellen. Der Sieg war wichtig", resümierte Sandra Peter, neue starke Außenangreiferin im Kader, aber alte Bekannte auf Engelsdorfer Flur. Die 27-Jährige spielte wie Nora Ebert (25) für den Liga-Konkurrenten VV Grimma und suchte nach sechs Jahren eine neue Herausforderung. "Der Spaß am Volleyball ist zurück", betonte die Bürokauffrau, deren Ex-Team mit einem 3:0-Erfolg beim MTV Stuttgart II in die Saison startete.

Das Vergnügen auf dem Parkett war den Engeln jederzeit anzusehen. Selbst nach misslungenen Szenen munterten sie sich gegenseitig auf. Coach Lederer blieb anfänglich gelassen - bis Mitte Satz zwei. Ein Sechs-Punkte-Polster war dahingeschmolzen. Auszeit, der Trainer tobte, brüllte, "aufrütteln", wie es in Lederer Lesart hieß. Jede andere Frau hätte ihm eine Fahrkarte zum Mond gesponsert, seine Spielerinnen hörten aufmerksam zu und reagierten postwendend mit zwei guten Aktionen. Dann beim 21:21 ein Aufschrei. Die Offenburgerin Lisa Solleder blieb verletzt am Boden liegen. Für die Mannschaftsführerin der Gäste war die Partie gelaufen (Verdacht auf Bänderriss im linken Fuß).

Das Happy End war auf Engelsdorfer Seite. Durchgang drei kostete noch mal Nerven, aber im vierten Satz befand sich das Lok-Team von der ersten Ballberührung an in der Erfolgsspur. "Ich habe mir drei Punkte gewünscht. Nach anfänglicher Nervosität haben wir als Team funktioniert. Und Potenzial ist noch da", erklärte der Trainer, in dessen Reihen Kapitän Sandra Kirsche (32) zur besten Spielerin gekürt wurde.

Engelsdorf: Ebert, Hein, Heinze, Kirsche, Kuhrig, Langguth, Müller, Peter, Schmidt, Trapp, Schulze.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 22.09.2014

Kerstin Förster

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