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Entgelt- und Sportstättenvergabeordnung: Neue Regelung sorgt für Unruhe bei Leipzigs Vereinen

Entgelt- und Sportstättenvergabeordnung: Neue Regelung sorgt für Unruhe bei Leipzigs Vereinen

Die Stadtverwaltung sorgt mit neuen Plänen für Unruhe bei Leipzigs Sportvereinen. Der Grund: noch in diesem Jahr soll der Stadtrat eine überarbeitete Entgelt- und Sportstättenvergabeordnung verabschieden.

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Die Stadt Leipzig sorgt mit einer neuen Entgelt- und Sportstättenvergabeordnung für Unruhe unter den Vereinen.

Quelle: Dirk Knofe

Leipzig. Für viele Freizeit- und Breitensportler steigen damit die Kosten für die Nutzung von Turnhallen. Zudem sollen die ohnehin schon knappen Belegungszeiten verändert werden.

„Mit der neuen Regelung wollen wir zwei Dinge erreichen: Zum einen sollen die verbesserten Bedingungen durch Neubauten und Hallensanierungen ein Stück weit honoriert werden“, sagte Kerstin Kirmes, Sportamtsleiterin der Stadt Leipzig. Außerdem sei die Bewirtschaftung der Sportstätten durch erhöhte Energiepreise gestiegen. Dies könne die Stadt nicht alleine tragen und müsse an die Sportler weitergegeben werden.

Das Sportamt hat einen weiteren Punkt im Auge: die Vereine sollen den Kinder- und Jugendsport noch stärker pflegen als bisher. Der Verordnungsentwurf sieht eine Staffelung der Preise nach der Altersstruktur in den Gemeinschaften vor. Vereine mit einem Anteil von mindestens 50 Prozent an Kindern zahlen demnach für eine Übungseinheit von 45 Minuten den Plänen zufolge nur einen Euro. Dagegen liegt der Tarif  bei gerade 12,5 Prozent organisierten Nachwuchsmitgliedern bei fünf Euro pro Stunde.

„Für kommerzielle Gruppen mit Gewinnabsatz werden sich die Nutzungsentgelte sogar verdoppeln“, kündigte Kirmes an. Generell gilt für alle Klubs: Kinder und Jugendliche können die kommunalen Hallen weiterhin kostenlos nutzen. Die Gebühren fallen nur für die Trainingseinheiten von Erwachsenen an.

Die Idee dahinter: Gerade den Bereich der Kindersportförderung will die Stadt entlasten. „Die Vereine haben einen viel größeren Aufwand. Für die Kinder müssen beispielsweise qualitativ gute Übungsleiter bezahlt werden. Das ist ein Kreislauf, den wir schließen wollen“, erklärt Kirmes. Der Vorlage zufolge sollen diese Sportgemeinschaften auch bei der Vergabe von Hallenzeiten bevorzugt berücksichtigt werden.

Klubs wie der SV Glückauf Leipzig aus dem Stadtteil Mockau allerdings, wo auf rund 280 Mitgliedern maximal zehn Kinder und Jugendliche kommen, sehen die Neuregelung als problematisch an: „Wenn es um die Vergabe der Hallen geht, kann man das unter Umständen so machen. Da sollen die Kinder und Jugendlichen gefördert werden“, räumt Präsident Peter Döderlein ein. Bei den Finanzen fühle er sich benachteiligt.

Das sieht Thomas Uth, Vorsitzender des SV Lindenau, ähnlich. „Wenn wir unter die 50 Prozent fallen, müssen auch wir mehr bezahlen. Das heißt, von unserem festen Budget muss an anderer Stelle etwas weggenommen werden“, sagte er. Das wirke sich dann auf das Angebot aus.

Der Stadtrat soll über die Beschlussvorlage am 14. Dezember abstimmen. Danach will die Verwaltung auf Informationsveranstaltungen den Vereinen noch einmal die genauen Gründe und Tarife zur neuen Entgelt- und Sportstättenvergabeordnung erläutern. 

Anne Kunze

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