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Entspannte Lagerfeuerromantik: Westernreiten ist in Leipzig stark im Kommen

Entspannte Lagerfeuerromantik: Westernreiten ist in Leipzig stark im Kommen

Westernreiten ist in Sachsen auf dem Vormarsch. Auch in Leipzig wird die entspannte Art des Galoppierens immer beliebter. Spektakuläre Stopps, schnelle Drehungen, Rodeo-Atmosphäre und Cowboykleidung – all das lässt die Fans dieser Reitsportart auch in der Messestadt wachsen.

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Westernreiten auf der Rennbahn im Scheibenholz

Quelle: Wolfgang Zeyen

Leipzig. In den vergangenen Jahren hat sich die Zahl der Mitglieder der Ersten Westernreiter Union (EWU) in Sachsen auf 223 verdoppelt. „Damit sind wir in den neuen Bundesländern Vorreiter“, sagt Landeschef Herbert Winter. In den alten Bundesländern sei das Westernreiten schon lange populär, aber nun verbreite sich der Sport auch langsam in Sachsen, so Winter.

Auch Reittrainerin Constance Waber aus Leipzig bestätigte gegenüber LVZ-Online, dass die Sportart immer mehr Anerkennung findet. Die Trainerin bietet ein mobiles Westerntraining an und arbeitet wöchentlich mit etwa 15 Menschen und ihren Pferden zusammen. „Die Begeisterung wächst, was sicher daran liegt, dass das Westernreiten dank großer Turniere immer präsenter wird. In Reibitz fanden im August die mitteldeutschen Meisterschaften statt, die sehr gut besucht waren“, sagte Waber, die selbst teilnahm und mit ihrer fünfjährigen Stute Best Like Dunit den Jungpferdewettbewerb gewann. Die Landesmeisterin Brandenburgs wird in der nächsten Woche bei den Deutschen Meisterschaften in Bayern an den Start gehen.

Da sich die Anfragen in den letzten Monaten immer mehr häuften, kann die 24-Jährige seit einiger Zeit keine Neukunden mehr annehmen. Neben den Aussichten, sich bei Turnieren mit anderen Pferdeverrückten zu messen, sieht die Trainerin den Reiz ihres Sports vor allem im entspannten Reiten in der Natur. „Viele Menschen haben eine Lagerfeuerromantik im Hinterkopf. Die Meisten von ihnen werden erst später zu Turnierreitern“, so Waber.

Bisher war immer eher die klassische englische Reitart mit Dressurlektionen und Springparcours am Beliebtesten, aber das Westernreiten punktet durch den lockeren Umgang mit den Pferden. Doch das Reiten in freier Natur ist in Sachsen gar nicht so einfach. „Wir dürfen nur auf ausgeschriebenen Wegen reiten“, sagt Uwe Plate. Der Landesvorsitzende der Vereinigung für Freizeitreiter und -fahrer in Deutschland (VFD) beklagt, dass diese oft nicht einmal sinnvoll miteinander verbunden sind, wenn Privatwald dazwischen liegt.

Diese Probleme kennt auch Jens Schäffer, Vorsitzender des Vereins Westernreitsport LE. „Jedes Land hat seine eigenen Reitgesetze. In vielen Ländern darf man überall reiten, es sei denn das Schild ‚Reiten verboten’ erlaubt es nicht. In Sachsen ist es umgekehrt. Hier darf man nur auf Wegen reiten, die mit ‚Reiten erlaubt’ gekennzeichnet sind. Auch wir setzen uns seit Jahren für eine Verbesserung ein“, erklärt Schäffer gegenüber LVZ-Online.

Der Leipziger Verein hat es sich zur Aufgabe gemacht, die besondere Reitweise zu pflegen. Ziel ist es, ein ausschließlich auf das Westernreiten spezialisiertes Reitsportzentrum für die Region zu entwickeln – im Raum Leipzig wäre eine solche Einrichtung laut Verein einmalig.

Weitere Informationen zum Westernverein gibt es im Internet unter www.westernreitsport-le.de.

Anne Ulbricht

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