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Erfolgreiche Leipziger Schwimmfamilie - vier Generationen in einer Staffel

Erfolgreiche Leipziger Schwimmfamilie - vier Generationen in einer Staffel

Sie sind gebürtige Leipziger, wohnen in ihrer Heimatstadt, schwimmen im gleichen Verein, haben die gleiche Trainerin, gehören nicht etwa über drei Ecken zu einer Familie, sondern sind die direkten weiblichen Nachfahren in vier Generationen.

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Von links: Gudrun Vollstädt (57), Mutter Gisela Schöbel-Graß (87), Ciara Roche (5) und Antje Roche (33).

Quelle: André Kempner

Leipzig. Die fünfjährige Ciara Roche schwamm mit Mama Antje (33), Oma Gudrun (57) und Uroma Gisela (87) beim traditionellen Leipziger Seniorenschwimmen die 4x50 m Lagenstaffel. Für diese weit und breit einmalige Leistung erhielt das Quartett der SG MoGoNo jede Menge Beifall und Blumen vom Vorstand des Stadtverbandes.

Gudrun Vollstädt, die Oma der sportlichen Familie, hatte die Idee vor einigen Monaten geäußert. Uroma Gisela Schöbel-Graß, die vor 70 Jahren mal den Weltrekord über 100 m Brust hielt, war hellauf begeistert. Doch die kleine Ciara war bis zum Frühjahr noch nicht so weit. "Außerdem wollte Gudrun, dass die Staffel technisch sauber über die Bühne geht. Das war bei Ciara bis vor wenigen Wochen noch ein Problem." Der jüngste Spross hatte zunächst eine "Schere". Niemand wollte, dass der Schwimmrichter über den asymmetrischen Beinschlag großzügig hinwegschaut.

Bei einer Lagenstaffel geht es zunächst um die geschickte Verteilung der Strecken. Ciara beherrscht noch nicht alle vier Schwimmarten, sie übernahm Brust. Ihre Uroma durfte mit Rücken beginnen. "Ich hatte Angst, dass die Kleine auf mich drauf springt. Aber ich bin weit am Rand geschwommen und Ciara hat das super gemacht", berichtet sie stolz. Die 87-Jährige hatte gerade angeschlagen, da segelte die Urenkelin schon durch die Luft und legte einen Bauchklatscher hin. Denn der Kopfsprung vom Startblock braucht noch seine Zeit. Die Oma schwamm sauberes Schmetterling, die Mutti kraulte. Völlig gleichgültig war die Zeit: 4:26 Minuten benötigte die ganz besondere Familienstaffel.

Eine Winzigkeit fehlte zum vollendeten Glück: Übungsleiterin Karla Jordan konnte den Auftritt in der Kirschbergstraße nicht verfolgen, weil zur gleichen Zeit ihre Lizenzverlängerung anstand und sie die Wasserrettung nicht verpassen wollte. Zudem musste Ciaras Bruder ein wenig getröstet werden. Der siebenjährige John kann sehr gut schwimmen und spielt außerdem Fußball. Für die Familienstaffel stand er längst bereit. Dass er in einer Frauenstaffel aber ein Fremdkörper wäre, war nicht so leicht zu vermitteln.

Laut Gudrun Vollstädt wollte die Familie mit ihrem Wettkampf ein paar Signale senden. "Es ist ein Dank für die tolle Arbeit der vielen engagierten Übungsleiter bei MoGoNo." Zudem sollte ein Zeichen gesetzt werden, "dass die guten Bedingungen für die Vereinsschwimmer und alle Sportler in Leipzig möglichst erhalten bleiben". Und nicht zuletzt ging es auch um die Vorbild-Wirkung der Uroma. "Dass sie im hohen Alter noch drei Mal die Woche zum Schwimmtraining und zwei Mal ins Fitness-Studio geht, ist einfach klasse."

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 27.11.2013

Frank Schober

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