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Erinnerung an den springenden Turner Manfred Wuttig aus Eilenburg

Erinnerung an den springenden Turner Manfred Wuttig aus Eilenburg

Der Zeitungsausschnitt ist vergilbt und mit Seidenhandschuhen anzufassen. Friede Wuttig (75) bedeutet das durch viele Hände gegangenen Stück Papier anno 1966 nur eins: Tausende Erinnerungen an ihren Mann Manfred, den sie verloren hat.

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Besondere Schätze: Friede Wuttig zeigt Erinnerungsstücke ihres Mannes.

Quelle: Wolfgang Zeyen

Leipzig. Herzversagen, und nach 53 gemeinsamen Jahren bleibt Dankbarkeit für alles. Der Fallschirmsport war sein Leben. "Wir sind durch dick und dünn, durch alle Höhen und Tiefen gegangen", sagt die Lehrerin für Geschichte und Sport leise. Der Zeitungsausschnitt erinnert an eine aufregende und spannende Zeit.

Manfred Wuttig hat vor den Weltmeisterschaften, die vom 24. Juli bis 6. August 1966 auf dem Flughafen Mockau stattfanden, das sportliche Ereignis spektakulär angekündigt. Der DHfK-Absolvent turnte unter der Kuppel seines Fallschirms in luftiger Höhe so sicher, als befände er sich in der Sporthalle. Waage, Kippe, Sturzhang, Rolle vorwärts und rückwärts - das war ein Spagat zwischen Himmel und Erde. Später begeisterte er als Fallschirmsprunglehrer seine Schützlinge und war als Funktionär, Organisator und Mitarbeiter der Internationalen Fallschirmsportkommission immer gefragt. Wegbegleiter schätzten seine ruhige Art und bedachte Kommunikation.

Manfred Wuttigs Name wird immer mit den Höhenflügen der Eilenburger Fallschirmspringer verbunden bleiben. Zahlreiche Titel bei Welt- und Europameisterschaften sowie nationaler Lorbeer gingen in die Vereinsanalen ein. Der auf dem Flugplatz Roitzschjora jetzt ansässige FSV erhielt mehrfach die Anerkennung als Landesleistungsstützpunkt. Auch Sohn Holger gehörte zu den erfolgreichen Sportlern. Nils und Jana wagten ebenfalls den Sprung aus luftiger Höhe.

Den letzten Sprung absolvierte der sächsische "Schirmherr" 1989 in Grenoble, es war ein Tandemsprung mit einem französischen Sportfreund. Fotos von damals zeigen einen fröhlichen Manfred Wuttig. Die Zeit danach war keine ­einfache. Aber mit Hilfe der Familie und Sportfreunden, darunter beim 1. Leipziger Golfclub in der Dübener Heide, fand er halt. Zahlreiche Fotos erinnern Friede Wuttig an ihren lieben Mann, ein ganz besonders zeigt den turnenden Springer.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 01.02.2014

Kerstin Förster

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