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Erstes Ausrufezeichen im Aufstiegsrennen: RB Leipzig schlägt Germania Halberstadt

Erstes Ausrufezeichen im Aufstiegsrennen: RB Leipzig schlägt Germania Halberstadt

RB Leipzig hat in der Fußballregionalliga erstmals spielerisch ein richtiges Ausrufezeichen gesetzt. Das Team von Trainer Alexander Zorniger zeigte am Sonntag gegen den VfB Germania Halberstadt eine starke erste Halbzeit und setzte sich am Ende mit 3:0 (2:0) durch.

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Sebastian Heidinger und Dominik Kaiser feiern das 1:0.

Quelle: GEPA Pictures

Leipzig. Damit feierten die Roten Bullen den vierten Sieg in Serie und gleichzeitig den ersten vor heimischem Publikum. Vor 6873 Zuschauern in der Red Bull Arena schossen Dominik Kaiser (4.), Sebastian Heidinger (34.) sowie Bastian Schulz (79.) die Tore.

„Ich bin mit der Leistung meiner Mannschaft sehr zufrieden. Vor allem das konsequente Auftreten und der Spaß am Fußballspielen“, freute sich Coach Zorniger über den souveränen Auftritt. Dennoch kritisierte er Teile der zweiten Halbzeit, wo seine Spieler ihm teilweise zu passiv agierten. „Die Grundausrichtung darf einfach niemals verloren gehen, auch wenn man die Führung im Hinterkopf hat“, erklärte er.

Hingegen ärgerte sich Gäste-Coach Willi Kronhardt, dass seine Mannschaft nicht das umsetzen konnte, was sie sich vorgenommen hatte. „Mein Team hat ein Durchschnittsalter von 20,3. Wir haben eine andere Zielrichtung als RB. Deshalb verbuche ich die erste Halbzeit als Erfahrung ab“, sagte er. Im zweiten Spielabschnitt sei sein Team dann mutiger aufgetreten, habe deutlich mehr Spielanteile gehabt als noch in den ersten 45 Minuten.

Denn anders als noch vergangene Woche in Rathenow, als RB zweimal einem Rückstand hinterherlief, starteten die Roten Bullen dieses Mal furios. Bereits in der 4. Minute ging das Team von Trainer Alexander Zorniger durch Neuzugang Dominik Kaiser in Führung. Nachdem Halbstadt den Ball nicht im eigenen Strafraum klären konnte, kam Kaiser herangelaufen und schoss den Ball unhaltbar ein.

In der Folge dominierte Leipzig die Partie in allen Belangen, war zu jeder Zeit präsent und forderte unentwegt den Ball. Halberstadt versuchte zwar mitzuspielen. Doch genau dadurch ergaben sich hinten Räume, die RB zunächst nicht voll nutzen konnte. Allein Kapitän Daniel Frahn vergab zwei Großchancen, nachdem er beide Male allein vor VfB-Keeper Pascal Nagel scheiterte. „Natürlich muss von den Hundertprozentigen einer reingehen“, ärgerte sich der Kapitän.

Unmittelbar vor dem Spiel verkündete Frahn noch via Leinwand, dass er seinen 2013 auslaufenden Vertrag vorzeitig bis 2016 verlängert hat. „Ich bin überglücklich, dass wir die Vertragsverlängerung bekanntgeben können“, sagte er. „Ich fühle mich bei den Roten Bullen und in Leipzig verdammt wohl und will den Weg des Vereins – zusammen mit unserer Mannschaft und unseren fantastischen Fans – weiter mitgehen.“ RB-Coach Zorniger nahm die verpassten Tormöglichkeiten seines Kapitäns mit Humor: „Man kann halt nicht beides gleichzeitig haben: entweder Vertragsverlängerung oder ein Tor."

Einen kleinen weiteren Schritt im Aufstiegskampf gingen die Gastgeber nur wenige Minuten darauf, als Sebastian Heidinger für Leipzig auf 2:0 (34.) erhöhte. Ähnlich wie beim ersten Tor schaffte es der VfB nicht zu klären. Heidinger nutzte die Gelegenheit und zog kurz vor dem Strafraum ab.

Einzig in der 32. Minute gab es eine torgefährliche Szene für die Gäste, als sich Carl-Christoph Labisch nach einem Eckball per Kopfball durchsetzte – jedoch das Tor verfehlte.

In der zweiten Hälfte flachte die Partie zunehmend ab. Zwar war der Tabellenführer immer noch spielbestimmend, allerdings nicht mehr so dominant wie zuvor – was auch am Gegner lag, der nun zeitiger attackierte. „Wenn wir die wenigen Chancen nicht reinmachen, dann wird es gegen einen Klassegegner wie RB schwer“, ärgerte sich VfB-Coach Kronhardt.

Erst in der 70. Minute zog Leipzig nochmals das Tempo an – was neun Minuten später mit einem Tor belohnt wurde. Nach einer guten Einzelleistung von Christian Mueller auf der rechten Seite legte er auf Schulz ab. Dieser traf aus gut elf Metern zum 3:0.

Spielstatistik

RB Leipzig: Coltorti – Rockenbach da Silva (Kammlott, 75.), Frahn, Schulz, Kutschke, Schinke (Koronkiewicz, 82.), Hoheneder, Kaiser, Franke, Heidinger (Röttger, 69.), Mueller.

VfB Germania Halberstadt: Nagel – Handke, Georgi, Schubert, Moerck, Labisch, Worbs (Krontiris, 57.), Büchler, Krüger (Seitz, 70.), Schulze, Gottschick (Scheidler, 46.).

Tore: 1:0 Kaiser (4.), 2:0 Heidinger (34.), 3:0 Schulz (79.)

Zuschauer: 6873

Anne Kunze

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