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Erzgebirge Aue: "Superman" Hensel träumt von einem Erstligator

Erzgebirge Aue: "Superman" Hensel träumt von einem Erstligator

Er hat eine verblüffende Ähnlichkeit mit dem einstigen „Superman" Christopher Reeve. Doch Aues Mittelfeldspieler Marc Hensel steht nicht für Wunder, sondern eher für ehrliche Arbeit auf dem Fuballplatz.

Aue. Der gebürtige Dresdner weiß um die vielen Probleme der Bevölkerung im Erzgebirge und schätzt das Völkchen im Erzgebirgskreis.

„Die Menschen hier sind von einem besonderen Schlag, sie sind sehr bescheiden. Beim Zweitliga-Aufstieg sind mir Leute mit Tränen in den Augen um den Hals gefallen. So etwas vergisst man nicht. Und es macht einen stolz", sagt der 24-jährige Defensivspieler vom FC Erzgebirge Aue.

Natürlich kennt er mittlerweile die branchenüblichen Gesetzmäßigkeiten, doch der Lehramtsstudent für Deutsch und Geschichte an der Dresdner Universität steht für gewisse Grundwerte. Daher wechselte er nach dem Zweitliga-Aufstieg trotz vieler Angebote nicht zu den lukrativeren Vereinen. Denn den Erzgebirgern hat er viel zu verdanken. Vor drei Jahren stand er vor seinem Karriereende.

„Ich hatte einen Knorpelschaden in der Hüfte und musste operiert werden. Die Chancen, dass ich jemals wieder die Fußballschuhe schnüren könnte, standen gerade einmal bei 20 Prozent", erinnert sich Hensel, der so ein Vertrauen bei seinem Heimatverein vermisste. Stattdessen bekam der Mann, der bei der SG Dynamo Dresden 15 Jahre spielte und danach ein kurzes Intermezzo in Cottbus hatte, ein Angebot aus Aue. „Ohne den Verein und die Trainer Heiko Weber und Rico Schmitt hätte mein Leben nicht so einen Verlauf genommen", weiß Hensel noch heute zu schätzen.

Derzeit ist er aus der Stammelf nicht wegzudenken. Mit acht Treffern ist er sogar der torgefährlichste Spieler. So traf er auch beim 1:1 im Hinspiel beim 1. FC Union Berlin. „Damals wurden wir förmlich an die Wand gespielt. Wir sind gewarnt", betont Hensel vor dem Duell am Sonntag (13.30 Uhr) im eigenen Stadion.

Zugleich betonte er, dass er das „Gerede" vom Aufstieg in die erste Liga nicht mag, sondern lieber den Moment genießen möchte. Ehrlichkeit ist ihm wichtig: „Bei uns gibt es vielleicht mehr Konflikte, als in einer anderen Mannschaft. Aber alles wird sofort geklärt. Jeder hält dann die Klappe und lässt das in der Kabine, denn in den 90 Minuten können wir nur gemeinsam erfolgreich sein. Es weiß jeder einzelne, dass er den anderen braucht", plaudert Hensel aus dem Nähkästchen.

Hensel, der im Sommer seinen Bachelor-Abschluss schaffen will, hat wie fast jeder junge Fußballer noch Träume, sei es die erste Liga oder das Ausland. „Als kleiner Junge war mein großes Ziel, ein Erstligator zu schießen. Das schien damals unerreichbar, im Moment nicht mehr, auch weil ich hart dafür arbeite", sagt der „Sechser", der in Aue noch einen Vertrag bis 2012 hat.

dpa

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