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Fans sammeln 100.000 Euro für Icefighters-Zelt - 50.000 fehlen noch

Frist endet Donnerstag Fans sammeln 100.000 Euro für Icefighters-Zelt - 50.000 fehlen noch

In der selbst ernannten Sportstadt Leipzig ist das Thema Eissporthalle ein Stimmungskiller mit Frustpotenzial. Hier sammeln Eissport-Fans Geld, um das als Provisorium gedachte Eiszelt in Taucha weiter betreiben zu können. 100.000 Euro sind schon zusammen. Doch die Zeit läuft davon.

So sieht es aus, wenn die Icefighters im Tauchaer Zelt jubeln, wie hier im März gegen Duisburg.

Quelle: Christian Modla

Leipzig. Kurzer Blick auf die aktuelle Lage in Deutschland beim Thema Eishallen: In Frankfurt/Main wird eine moderne Multifunktionsarena gebaut, in München soll ein Neubau anstehen. In beiden Fällen steckt privatwirtschaftliches Engagement dahinter. Aber auch bei kommunalen Spielstätten für Eishockey tut sich so einiges: In Bremerhaven und Bietigheim-Bissingen sind zuletzt Hallen für 4000 Zuschauer gebaut worden, in Kaufbeuren hat der Bau vor wenigen Wochen begonnen.

In der selbst ernannten Sportstadt Leipzig ist das Thema Eissporthalle ein Stimmungskiller mit hohem Frustpotenzial, seit Jahren schon. Hier sammeln Eissport-Fans Geld, um das als Provisorium gedachte Eiszelt in Taucha weiter betreiben zu können und damit Eishockey bzw. Eislaufen in Leipzig weiterhin zu ermöglichen. 150 000 Euro (die aktuelle Mietkauf-Rate) sind dazu bis Donnerstag, 24 Uhr, aufzutreiben. Gelingt das nicht, müsse das Zelt abgebaut werden, versichern die Geschäftsführer der Eisarena Taucha UG André Krüll und Falk Hanewald. Es gebe keinen Plan B.

Dienstag wurde die 100 000-Euro-Marke geknackt, Kontostand 19.30 Uhr: 1473 Unterstützer haben 103 335,14 Euro in das Crowdfunding-Projekt eingezahlt. Das Geld kommt von Privatpersonen, Unternehmen, vor allem aber dank mehrerer Fan-Aktionen. Die waren höchst fantasievoll: So wurde bei Blutspende-Aktionen, Flashmobs (am Mittwoch ist noch einer geplant), Trödelmarkt oder mit dem Verkauf von blau-weißem Eis für die Eishalle Geld eingesammelt. An prominenten Unterstützern mangelte es auch nicht. Mehrere aktuelle und ehemalige Spieler der Icefighters legten sich für die Aktion ins Zeug, aber auch Eishockey-Fans wie die Ex-RB-Profis Timo Röttger oder Daniel Frahn.

„Der Ideenreichtum unserer Fans hat mich wirklich überrascht und extrem gefreut“, sagt André Krüll. „Besoders erfreulich war aber auch die breite Unterstützung von vielen anderen Eishockey-Vereinen, aus Halle, Erfurt, Hamburg, von der Düsseldorfer EG oder von den Eisbären. Das ist stark.“

Frage aller Fragen: Glauben die Macher der Icefighters, dass bis morgen Abend tatsächlich die 150 .000 Euro erreicht werden? „Wir hoffen es und bangen auch“, sagt Krüll, „aber es scheint auch machbar. Auf jeden Fall kämpfen wir rund um die Uhr.“

Wichtig: Wenn am Donnerstagabend um 23:59 Uhr auf der Fairplayd-Home­page noch nicht die angestrebte Zahl von 150 000 Euro zu sehen ist, muss das noch nicht das Ende bedeuten. Morgen 23:59 Uhr endet zwar die Frist zur Einzahlung, aber bis das Geld auf dem ­Treuhandkonto tatsächlich eingegangen ist, dauert es in der Regel ein, zwei Tage. Die endgültige Schlussabrechnung der Aktion „Wir sind das Zelt“ gibt es dann erst am Sonntag oder Montag. Noch einmal zur Erinnerung: Sollte die Summe von 150 000 Euro nicht erreicht werden, bekommen alle ihr Geld zurück. Das ­freilich dürfte nicht im Sinne der „Spender“ sein.

www.fairplaid.org/#!wir-sind-das-zelt

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