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Fecht-EM: Dublitzer holt Gold - Olympiasiegerin Heidemann ausgeschieden

Fecht-EM: Dublitzer holt Gold - Olympiasiegerin Heidemann ausgeschieden

Imke Duplitzer ist Europameisterin, Nicolas Limbachs Sturmlauf über die Planchen von Leipzig endete hingegen mit Silber. „Mit Imkes Gold und Nicos zweitem Platz sind wir über dem Limit.

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Die deutsche Degenfechterin Duplitzer verbeugt sich nach ihrem EM-Sieg in Leipzig vor dem Publikum.

Quelle: dpa

Leipzig. Bei uns herrscht euphorische Freude pur“, kommentierte Manfred Kaspar als Sportdirektor des Deutschen Fechter-Bundes (DFeB) den Wochenendauftritt seiner Top-Athleten.   

Zehn Tage vor ihrem 35. Geburtstag verneigte sich Imke Duplitzer nach dem 15:10 im Finale gegen die polnische Außenseiterin Magdalena Piekarska zum Dank vor den 2200 Zuschauern in der Leipziger Arena. „Ich bin wie ein altes Auto: Qualität - und laufe immer noch“, sagte die neue Europameisterin.   

Vor fünf Jahren, bei der WM an gleicher Stelle, war die damalige Favoritin Duplitzer in Runde eins gescheitert, jetzt holte sie Versäumtes nach und wurde zum zweiten Mal nach 1999 Europa-Champion. Die deutschen Olympiasieger Britta Heidemann (26.) als Titelverteidigerin und Benjamin Kleibrink (29.) streckten dagegen diesmal früh die Waffen.   

Duplitzer focht sich in einen Rausch und riss im Viertelfinale gegen Jana Schemjakina aus der Ukraine ein fast schon verlorenes Gefecht aus dem Feuer. 3:8 lag sie hinten, gewann in einem Kraftakt aber noch 15:13 und zog nach dem 15:8 gegen Noam Mills aus Israel in das Gefecht um Gold ein. Dort benötigte sie gegen die Polin Piekarska nur 4:10 Minuten zum Sieg.   

Neun Monate nach dem WM-Triumph von Antalya verpasste Limbach mit 13:15 in einem dramatischen Säbelfinale gegen den Russen Alexej Jakimenko seine Europameister-Premiere. „Na klar wollte ich hier gewinnen. Du hast ja nicht alle Tage die Gelegenheit, bei einer Heim- EM Gold zu holen. Aber mit einer Silbermedaille kann man schon mal anfangen“, kommentierte Limbach Platz zwei, der die Bilanz kräftig aufpolierte.   

Das tat auch not. Denn Titelverteidigerin Heidemann scheiterte unter den besten 32 mit 7:8 im „Sudden Death“ an Duplitzer. Der dreimalige Florett-Weltmeister Peter Joppich (35.) schied unter den besten 64 mit 12:15 gegen den Weißrussen Alexander Tschaljankow aus. Und vor Kleibrinks 14:15 gegen den Italiener Valerio Aspromonte hatte es im 32er-Tableau schon André Weßels getroffen. Der EM-Dritte von 2009 verlor gegen Andrea Cassara, Italiens Olympia-Dritten von Athen 2004, mit 12:15. In einem italienischen Duell blieb Weltmeister Andrea Baldini nach einem 15:11 gegen Aspromonte Europameister.   

„Es gibt jedes Jahr schon schwierige Gefechte direkt am Anfang. Diesmal hat es mich erwischt. Das war Pech“, sagte die Leverkusenerin Heidemann. Mit leerem Blick stapfte sie zu ihrem Stuhl, suchte Ruhe. Sie fasste sich schnell, absolvierte sie routiniert ihre Interviews. „Ich weiß, dass ich nicht immer gewinnen kann“ - eine nicht so neue Erkenntnis: Schon in Antalya büßte sie ihren WM-Titel ein.   

Im Damenflorett blieb Edelmetall aus, die Vorjahreszweite Katja Wächter scheiterte diesmal schon im Achtelfinale. Erneut Europameisterin wurde die 36 Jahre alte Olympiasiegerin Valentina Vezzali aus Italien mit 15:4 gegen die Russin Jewgenija Lamonowa.

Dietmar Fuchs, dpa

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