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Fecht-WM 2017 in Leipzig: Logo aus Künstlerhand

Fischer-Art Fecht-WM 2017 in Leipzig: Logo aus Künstlerhand

Leipzig wird 2017 wieder zur angesagten Adresse der Klingenkünstler: Nach der WM 2005 und der EM 2010 wird im Juli 2017 die WM-Planche wieder in der Arena aufgebaut. Die Auftaktpressekonferenz fand am Mittwoch im Neuen Rathaus statt. Das lokale Aushängeschild Jörg Fiedler, der in Rio seine vierten Spiele ansteuert, war schon wieder auf dem Sprung.

Für die Fecht-WM in Stellung: Jörg Fiedler, Heiko Rosenthal und Claudia Bokel.
 

Quelle: Christian Modla

Leipzig. Die Erinnerungen sind vielfältig, allesamt mit ausgezeichneter und herzlicher Note für die Fecht-Adresse Leipzig. Aushängeschild Jörg Fiedler holte in seiner Heimatstadt 2005 WM-Silber und 2010 EM-Bronze jeweils mit dem Team. „In der eigenen Stadt zu kämpfen, ist immer noch etwas Besonderes. Da möchte man gut dastehen“, sagte der 37-Jährige am Mittwoch zur Auftaktpressekonferenz des Weltchampionates 2017 in der Arena. „Fiedel“, der auch im Nachwuchs-Bundesstützpunkt als Trainer arbeitet, saß etwas unruhig auf dem Stuhl, denn er war vom Neuen Rathaus aus schon wieder auf dem Sprung ins Leistungszentrum Tauberbischofsheim. Dort bereitet er sich mit dem deutschen Degen-Team auf die Olympischen Spiele in Rio vor, es wäre sein insgesamt vierter Auftritt im Zeichen der Ringe. Die nächsten Qualifikationspunkte sollen beim Weltcup in Tallin am 14./15. November geholt werden. „Wir haben es in der eigenen Hand.“

In selbiger hielt Fiedlers Schützling Artur Fischer (15) den Entwurf der WM-Medaille. Unverkennbar die Handschrift von Künstler Michael Fischer-Art, Vater des FCL-Talents Artur. Das Logo zeigt eine Fechter-Figur mit Locken, fantasievoll wird Johann S. Bach dargestellt. Es soll eine Anspielung auf des bedeutenden Musikers kämpferische Seite sein.

Präsentiert den Entwurf der WM-Medaille, die die Handschrift seines Vaters Michael Fischer-Art  trägt: Degen-Hoffnung Artur Fischer.

Präsentiert den Entwurf der WM-Medaille, die die Handschrift seines Vaters Michael Fischer-Art trägt: Degen-Hoffnung Artur Fischer.

Quelle: Christian Modla

Zur Präsentation und Einstimmung auf das Festival der Klingenkünstler im Juli 2017 kamen die Protagonisten und Experten äußerst zahlreich. Sportbürgermeister Heiko Rosenthal (Linke) lobte das sehr gute Klima zwischen Stadt und Verband, präsentierte als überzeugter Fecht-Fan den signierten Degen von Imke Duplitzer, die 2010 in Leipzig Europameisterin wurde. Die Waffe hat einen Ehrenplatz im Büro des Politikers. Leipzig liebt und lobt Erika Dinstl, Grande Dame des deutschen Fechtsports. „Die bisherigen internationalen Veranstaltungen in der Stadt haben überall ein positives Echo gefunden. Auch 2017 wird das wieder so sein“, vertraut die 85-Jährige den Organisatoren.

Zu den WM-Botschaftern gehört Weltmeisterin und IOC-Athletensprecherin Claudia Bokel (42). „Ich war schon öfter hier und mag die Stadt.“ In Bezug auf Rio merkte sie an: „Wir können noch Schub gebrauchen.“ Per Video schickten die deutschen Spitzenkräfte Britta Heidemann (32) und Peter Joppich (32) motivierende Grüße in die Messestadt.

Der WM-Etat wird auf eine Million Euro beziffert. Bund, Land und Stadt sind daran beteiligt, die Mittelanträge gestellt. Zur Finanzierung tragen ebenso der Fechter-Bund und Sponsoren bei. Als taffe Mittelsfrau zwischen Bonn und Leipzig gilt Karin Strauch. Eine unbezahlbare sowie unverzichtbare Leistung wird wieder der Helfer-Stab einbringen. Sowohl die Mitglieder des FC Schkeuditz unter Regie von Torsten Kolbe als auch des FC Leipzig freuen sich auf die Herausforderung. FCL-Präsident Bernd Brock, frischgebackener Vize-Weltmeister der Senioren, hat mit seinem Team schon zahlreiche internationale Großereignisse gestemmt. „Alle haben an einem Strang gezogen, unser Engagement wurde belohnt.“ Als Glücksgriff für Leipzig bezeichnete Olympiastützpunktleiter Winfried Nowack das Multitalent Jörg Fiedler. „Wir haben uns auf die Fahnen geschrieben, Fechten wieder populärer zu machen. Wir sind auf einem guten Weg und haben mit Jörg Fiedler eine Zukunftsgarantie.“ Der mehrfach Gelobte gab sich wie immer bescheiden und hob die große Unterstützung von allen Seiten hervor. „Alles ist gut abgestimmt. Klar ist der Spagat sehr stressig, aber wie man sehen kann, es geht.“

Von Kerstin Förster

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