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Fest der vergebenen Chancen für ATV-Hockey-Frauen in Leipzig

Fest der vergebenen Chancen für ATV-Hockey-Frauen in Leipzig

Im Hockey-Advent lässt es sich laut fluchen, die Freude kam auch an diesem Wochenende für die Hockey-Frauen des ATV extrem zu kurz. Erst erwischte es die Leipzigerinnen am Bundesliga-Sonnabend beim Berliner HC mit 2:15 (1:5) eiskalt.

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Stürmisch: Torjägerin Nadja Ziane setzt sich gegen zwei Mariendorferinnen durch.

Quelle: Christian Nitsche

Leipzig. Gestern empfahlen sich die jungen Damen in der Sporthalle am Rabet wärmstens für einen Sieg und damit den ersten Saisonerfolg, doch vor gut 70 Fans sprang nur ein 4:4 (3:1) heraus.

"Es ist zu viel Nervosität dabei und dann schleichen sich die Fehler ein", ärgerte sich Kapitän Maxi Benedix am Sonntagmittag über das Remis. Die 20-Jährige hatte tags zuvor, von einem Infekt geplagt, absagen müssen. Gestern versuchte sie ihr Bestes, ließ ATV nach dem 1:0 (14.) an einen fröhlichen dritten Advent glauben. Das glaubten alle, vornweg Vereinspräsident Kai Müller-Hegemann, nach dem Doppelpack von Henriette Kliebes. Allerdings waren da angesichts der bereits en gros vergebenen Chancen auch böse Gedanken im Spiel. Insgesamt sechs Strafecken verfehlten den Kasten, Bälle wurden verpasst, ein Siebenmeter vergeben. Als Nadja Ziane das 4:2 (40.) erzielte, keimte Hoffnung auf. Doch am bitteren Ende war es das Fest der vergebenen Chancen. "Wir haben zwei Punkte liegengelassen, natürlich ist man da sehr enttäuscht", haderte Trainer Axel Thieme (44) mit dem Spielverlauf und der Ausbeute.

Wo auch immer nach dem Abpfiff die Mädels viel Trost suchten, wurden sie fündig. Maria Bütow (27) saß schon während der Partie als Motivator mit auf der Bank. Aufgrund ihrer Polizeiausbildung kann sie dem Team nur bedingt helfen. Aus der Zuschauerperspektive erlebte auch Routinier Juliane Weber das Geschehen. Nach ihrer schweren Verletzung im Herbst (doppelter Kieferbruch) ist die Hallensaison für sie kein Thema. "In der relativ ruhigen Anfangsphase gab es Abstimmungsprobleme. Und in der kritischen Schlussphase fehlte jemand, der die Initiative ergreift und eine Ansage macht. Mit dem Punkt kann man nicht zufrieden sein."

Den Frust auf Frauen-Seite konnte Herren-Trainer Ruben Holland nachvollziehen. "Nach klaren Führungen sind wir auch schon mit Unentschieden nach Hause gefahren", erinnerte er an den Regionalliga-Auftakt in Berlin, als der Zweitligaabsteiger 6:3 und 5:0 vorn lag, schließlich das 6:6 kassierte. Die Jungs haben die Konsequenz aus dem Übel gezogen und sich erfolgreich präsentiert. Am Sonnabend gewann ATV das Derby gegen Lindenau-Grünau 9:6, gestern gegen Königs Wusterhausen 9:5 und nimmt Tabellenplatz zwei ein. Maximaler Ansporn für Maxi und Co. Der vierte Advent in Osternienburg und bei den Zehlendorfer Wespen soll ein heißer werden.

ATV:

Pfötsch; Benedix 1, Wenzel, Wagner, Ziane 3, Kliebes 2, Rudolph, Kappler, Zschieschang.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 16.12.2013

Kerstin Förster

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