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Flammen im Stadion beim ersten Test von Lok Leipzig – und drei Tore für den Halleschen FC

Flammen im Stadion beim ersten Test von Lok Leipzig – und drei Tore für den Halleschen FC

Leipzig. Rund 1600 Zuschauer wollten am Freitagabend ein Feuerwerk zum Saisonauftakt von Lok Leipzig sehen. Das bekamen sie gegen den Halleschen FC auch geboten, aber nicht auf dem Rasen.

In der zweiten Halbzeit des Testspiels loderten im Innenraum des Stadions plötzlich Flammen. Eine Blockfahne vor dem Dammsitz brannte lichterloh.

Einige Chaoten aus dem Hallenser Fanblock hatten zuvor Pyrotechnik gezündet. Ob darunter auch Lok-Anhänger waren – beide Klubs verbindet eine sogenannte Fanfreundschaft – wird nie bewiesen werden können. Die Rauchschwaden waren so extrem ätzend, dass die Gesundheit der Spieler gefährdet war und die Partie ab der 75. Minute für acht Minuten unterbrochen werden musste.

Gruschka: "Unser Vertrauen wurde missachtet"

Mit Pyrotechnik allein war die Sache nicht erledigt: Die Chaoten verbrannten auch noch ihre eigenen Plakate – und das acht Meter vor der Holztribüne. Die Securities wurden von den Brandstiftern sogar noch verhöhnt, als sie die Flammen zum Ersticken brachten. Auch Lok-Präsident Heiko Spauke griff selbst zum Feuerlöscher. 

Vor dem Spiel hatte Fans beider Klubs Pyrotechnik kontrolliert abgebrannt. „Das war eine Choreografie, die auch von der Polizei erlaubt wurde. Wir haben extra daraufhin gewiesen, dass es im Spiel verboten ist. Unser Vertrauen wurde von diesen Leuten missachtet", sagte Loks Vorstandssprecher René Gruschka, dem nicht nur wegen des beißenden Qualms die Tränen liefen.

0:3-Niederlage rückt in den Hintergrund

Das Sportliche trat angesichts der Ereignisse in den Hintergrund. Carsten Hänsel musste bei seiner Premiere als Lok-Coach eine Niederlage einstecken. Gegen seinen Ex-Klub gab es ein klares 0:3 (0:2). In der ersten Halbzeit gingen die Gäste durch ein Tor von Sören Bertram (10.) früh in Führung. Anton Müller konnte in der 37. Minute zum 2:0 nachlegen. Philipp Zeiger markierte kurz vor Schluss (86.) den 3:0-Endstand für den Drittligisten in einer einseitigen Partie.

„Das war eine ordentliche Vorstellung nach unserer ersten Trainingswoche. Wir haben versucht, mitzuspielen. Das dabei Fehler passieren, habe ich in Kauf genommen", meinte Lok-Coach Hänsel, der empört über das Verhalten der Fans war.

Lok 1. Halbzeit:

Halbzeit: Braunsdorf – Scheibe, Kittler, Muwanga, Dräger – Lunderstädt, Hildebrandt, Schönitz, Zerbe – Rolleder, Trojandt.

Lok 2. Halbzeit:

Halbzeit: Glaser – Wendschuch, Krug, Kilz, Schmidt – Schulz, Hildebrandt (68. Dräger), Seifert, Bochmann – Langner, Engler

Mehr zum Spiel lesen Sie in der Wochenendausgabe der Leipziger Volkszeitung.

Die Kommentarfunktion für diesen Artikel steht morgen ab 8 Uhr wieder zur Verfügung.

nt/nöß

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