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Formel-3-Champion Kirchhöfer erlebt heißes Duell in der Kältekammer

Formel-3-Champion Kirchhöfer erlebt heißes Duell in der Kältekammer

Mit Ehrgeiz lebt er Motorsport, ist auf Siege programmiert, fährt sie in schöner Regelmäßigkeit ein. Doch Motorsport-Überflieger Marvin Kirchhöfer liebt auch die Abwechslung.

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Quelle: Jens Werner

So parkte der 19-jährige Formel-3-Champion schon mal seinen Boliden auf dem Eis der Tauchaer Dicolor-Arena und drehte nach dem Spiel gemeinsam mit den siegreichen Icefighters eine Ehrenrunde. Danach flog das Ausnahmetalent zu Testfahrten nach Abu Dhabi - das Manhattan in der Wüste. Auf dem Yas Marina Circuit konnte der Leipziger schon mal hautnah Formel-1-Feeling spüren. Die Königsklasse ist sein größter Traum, wie er in der LVZ exclusiv verriet. Doch jetzt erlebte das Ausnahmetalent sein bisher wohl größtes Abenteuer inklusive Überraschungscoup beim Ice Driving in Lappland.

Die Einladung in die Kältekammer (läppische 37 Grad Minus, Skiunterwäsche unterm Rennanzug) verdankte Kirchhöfer seinen Rundenrekorden im Vorjahr auf dem Nürburgring. Diese Heldentaten des Leipzigers beeindruckten den vierfachen Tourenwagen-Champion Yvan Muller (44). Der Franzose bat zum heißen Duell auf dem zugefrorenen See Udjaur. "Eine super Sache. Die soll in erster Linie Spaß bringen, fordert dabei aber Reflexe und die volle Konzentration", sagte Jens Werner aus dem Kirchhöfer-Management. Er dokumentierte das Unternehmen mit der Kamera - und fror.

Auf besagtem Terrain wurden Formel-1-Strecke originalgetreu nachgebaut. Der legendäre Nürburgring und die Kurse von Silverstone und Le Castellet bieten Motorsportbegeisterten in den Wintermonaten eine nahezu perfekte Kopie der Kurse - mit einem Unterschied. Denn die Reifen von Kirchhöfers Porsche waren mit bis zu 500 Spikes ausgerüstet. Das Rennen gegen Muller und die Uhr hatte er also driftend absolviert, Bodenhaftung gewann so eine neue Bedeutung. Nach fünfstündigem Training wurde es ernst. Kaum zu glauben, aber wahr: Der Youngster setzte sich auf dem ungewöhnlichen Schauplatz mit einem Vorsprung von 1,6 Sekunden durch. Der routinierte Mann zog symbolisch seine Schapka. "Marvin hat einen sehr guten Stil, eine perfekte Kontrolle über sein Auto und ein gutes Gespür dafür. Ich war sehr beeindruckt und es hat großen Spaß mit ihm gemacht." Indes tippte Kirchhöfer respektvoll an seine weiße gefütterte Mütze. "Yvan ist ein sehr cooler und bodenständiger Typ. Ich habe mir ein paar Tipps von ihm abgreifen können. Ich hoffe, dass es nicht das letzte Mal war."Gegenseitige Einladungen an die Rennstrecke wurden beim gemütlichen Abendprogramm ausgesprochen. In wohliger Umgebung bedankte sich Marvin Kirchhöfer für das super Erlebnis und die neue Erfahrung.

Zurück in der Heimat bei vergleichsweise angenehmen Temperaturen gibt es für die Rennsport-Hoffnung keine Verschnaufpause. Seit gestern schwitzt Kirchhöfer in der Medica-Klinik beim Fitnessprogramm. Der Fokus ist ganz und gar auf die GP3 gerichtet. Die letzten Vertragsgespräche laufen. Ein heiße Saison steht garantiert bevor.

 

 

iEin Beitrag über das eiskalte Motorsportvergnügen wird heute in MDR um 11 Uhr und am Sonnabend ab 16 Uhr in Sport im Osten ausgestrahlt.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 28.01.2014

Kerstin Förster

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