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Fortuna Chemnitz kampfentschlossen gegen FC International

Fortuna Chemnitz kampfentschlossen gegen FC International

Eigentlich ist alles zu Gunsten des FC Inter Leipzig entschieden, der Verein darf laut Verbandsgerichts-Urteil in der Fußball-Sachsenliga mitspielen (LVZ berichtete).

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Die Internationalen wollen weiter in der Sachsenliga jubeln (Archivfoto)

Quelle: Dirk Knofe

Leipzig. Damit kann und wird die Saison am Freitagabend mit dem Eröffnungsspiel Einheit Kamenz gegen Bischofswerdaer FV beginnen. Doch der unterlegene – und sportlich abgestiegene – VfB Fortuna Chemnitz akzeptiert die Entscheidung nicht.

„Wir werden unsere rechtlichen Möglichkeiten ausschöpfen", kündigt Fortuna-Präsident Stefan Gering an. Ob das gar in einer einstweiligen Verfügung eines Zivilgerichtes gipfeln könnte, ließ er am Donnerstag offen. „Wir haben das gestern Abend unserem Anwalt übergeben und müssen sehen, was dabei rauskommt." Stephan Oberholz, Vizepräsident für Rechtsfragen im Sächsischen Fußball-Verband (SFV), hält die Wahrscheinlichkeit, dass der 1. Spieltag davon beeinträchtigt wird, für sehr gering. Der Auftakt wird wohl wie geplant über die Bühne gehen. „Wir sind aber auf jeden Fall vorbereitet, haben auch Notfallpläne", sagt Oberholz, der über den weiteren Gang der Dinge nicht spekulieren will. Denn es sei unklar, wie schnell und in welcher Form ein Gericht über das Chemnitzer Anliegen befinde.

Es ist also durchaus möglich, dass die Saison statt mit 16 mit 17 Mannschaften gespielt werden muss. Terminlich brächte das allerdings einige Probleme mit sich, denn dann wären statt 30 gleich 34 Runden nötig, wobei je ein Team spielfrei wäre. Rechtsfachleute staunen ein wenig, mit welchem Furor sich der VfB Fortuna in die Liga klagen will. Sie sehen ungeachtet des sportlichen Abstiegs von Fortuna das fehlende „Rechtsschutzbedürfnis" als wichtiges Gegenargument, das auch in der Urteilsbegründung angeführt wird. Denn Fortuna hatten ursprünglich gar kein Sachsenliga-Spielrecht beantragt, sondern nur den SFV-Beschluss angegriffen, der das Spielrecht des SV See auf Inter Leipzig übertragen hatte. Ein weiterer Formfehler der Chemnitzer: Der Absteiger war gegen seine Eingliederung in die Landesklasse nicht in Einspruch gegangen. Wozu eine Woche Zeit gewesen wäre. Hingegen hatte der FC International seine Fusion mit der Fußball-Abteilung des SV See fristgerecht angezeigt und vollzogen.

Trotzdem hatte dann das SFV-Sportgericht gegen Inter entschieden, Fortunas Klage also entsprochen. Aus Sicht der Sportrichter hätte nicht das SFV-Präsidium das Spielrecht für Inter erteilen dürfen, so das Hauptargument, sondern nur der SFV-Vorstand. Das sah das nächstinstanzliche Verbandsgericht am vergangenen Dienstag anders und entschied zu Gunsten des FC International. Deshalb dürfen die Leipziger am Sonnabend zum Punktspielstart beim Wiederaufsteiger BSC Freiberg antreten.

Frank Müler

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