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Freudenfest beim Comeback: Aue siegt in Paderborn

Freudenfest beim Comeback: Aue siegt in Paderborn

Platt, aber glücklich: Der FC Erzgebirge Aue erlebte am Samstag eine feuchtfröhliche Rückfahrt von Paderborn zurück ins Erzgebirge. Das 1:0 (0:0) beim SC Paderborn war für das Team von Trainer Rico Schmitt ein Comeback nach Maß in der 2. Fußball-Bundesliga.

Paderborn/Aue. Doch bei aller Euphorie wusste jeder bei den „Veilchen“, dass die drei Punkte nur das erste Teilchen im Puzzlespiel Klassenerhalt darstellen.

Zumindest ist jetzt allen Kickern des Aufsteigers klar, mit welchen Mitteln man erfolgreich sein kann. Hohe Laufbereitschaft, unendlicher Kampfgeist, taktische Disziplin und mannschaftliche Geschlossenheit waren die Schlagwörter, die den Gegner überraschten und letztlich den Auern den Sieg bescherten. „Es war eine überragende Mannschaftsleistung“, lobte der sonst stets kritische Schmitt sein Team, das dem Spiel zumindest in der ersten Halbzeit den Stempel aufdrückte und in der Schlussphase den offenen Schlagabtausch annahm. „Unser Sieg war nicht unverdient“, meinte Schmitt und bezog sich auf das ausgeglichene Chancenverhältnis.

Ob ein solcher Kraftakt, wie ihn die Auer gleich in der ersten Zweitliga-Partie leisteten, immer möglich sein wird, scheint fraglich. Zumindest zeigte sich bei sommerlichen Temperaturen, dass sich die Schinderei in der Vorbereitung gelohnt hat. Denn konditionell waren die Sachsen immer auf der Höhe, zumal sie mit viel Aufwand immer wieder die Lücken schlossen und bei eigenem Ballbesitz blitzschnell von Abwehr auf Angriff umschalteten. Dass dabei die manchmal begrenzten spielerischen Mittel offen zutage traten, konnte hingenommen werden.

Denn im entscheidenden Moment in der zweiten Minute der Nachspielzeit zeigte sich, dass geistige Frische und gute Ballbehandlung auch in Aue kein Fremdwort sein müssen. Nach einer Ecke von Tobias Kempe kam Pierre le Beau an der Strafraumgrenze zum Schuss, den Marc Hensel mit einer blitzschnellen Reaktion ins Tor beförderte. „Ich weiß nicht, wie ich getroffen habe. Wir haben die letzten Kräfte mobilisiert und waren total platt“, erzählte der Lehramts-Student, der neben Neuzugang Adli Lachheb auffälligster Auer Spieler war.

Auch Hensel würdigte die Mannschaftsleistung. „Das war der Schlüssel zum Erfolg“, meinte der defensive Mittelfeldakteur, der zuvor in der 44. und 54. Minute mit zwei Versuchen Pech hatte und das Tor nur knapp verfehlte. An der Chancenverwertung müssen die Auer in der kommenden Woche weiter arbeiten, denn Bundesliga-Absteiger VfL Bochum, der am Freitag im Erzgebirgsstadion gastiert, dürfte nicht viele Möglichkeiten zulassen. „Wir freuen uns auf dieses Spiel. Wenn wir uns weiter steigern, kann die Heimpremiere auch wieder ein Fest werden“, sagte Hensel.

Jürgen Zubringer, dpa

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