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Frisbee-WM: Das Leipziger Ultimate-Team kämpft um die Qualifikation

Frisbee-WM: Das Leipziger Ultimate-Team kämpft um die Qualifikation

Am Wochenende heißt es "Schwein haben". Ein pinkes Ferkel ist schon auf die weiße Frisbee-Scheibe gedruckt, daneben der Spruch: „Lauf du Sau". Es ist das Sportgerät der Leipziger „Ultimate"-Mannschaft.

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Training der Leipziger "Saxy Divers". Am Wochenende geht es um die WM-Teilnahme.

Quelle: Claudia Wöckel

Leipzig. Das Team steht vor seiner bisher größten Herausforderung: Am Samstag und Sonntag kämpft es um die Teilnahme an der Club-Weltmeisterschaft, die im nächsten Jahr im italienischen Lecco stattfindet. Für das Qualifikationsturnier in Leipzig reisen Mannschaften aus ganz Deutschland an.

Die Chancen für die Leipziger stehen gar nicht schlecht. Für die Teilnahme an der Weltmeisterschaft müssen sie in der Qualifikationsrunde nur unter die ersten drei kommen. Dafür wiederum sollten sie gegen möglichst viele der vier gegnerischen Mannschaften gewinnen. Und natürlich: laufen.

Denn das ist das „Ultimative" am Teamsport „Ultimate": Er ist schnell, verlangt neben strammen Schenkel auch Geschicklichkeit. Sieben Spieler versuchen, ihre Gegenspieler auszutricksen und einen Punkt zu machen, indem sie die Frisbee-Scheibe in der gegnerischen Endzone fangen. Mit Rugby hat das aber wenig zu tun, denn: Mit dem Frisbee in der Hand darf nicht gelaufen, es muss gepasst werden. Ultimate ist ein weitgehend kontaktfreier, vor allem aber fairer Sport. Schiedsrichter gibt es nicht, die Spieler sagen ihre Fouls selbst an. Ein Spiel in der Qualifikationsrunde dauert mindestens 90 Minuten.

Hartes Training im Mixed-Team

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Training mit vollem Einsatz.

Quelle: Claudia Wöckel

Puste sollte bei den Leipzigern jedenfalls ausreichend vorhanden sein – trainiert wurde hart. Und: In der Vielfalt liegt die Kraft – und die Leipziger sind eine bunt gemischte Frisbee-Truppe. „Wir sind eher ein klassisches Mixed-Team", findet Spielerin Kristina Fischer. Das unterscheide von anderen Vereinen, die sich auf reines Frauen- oder Männerfrisbee konzentrieren. Die jüngste Spielerin ist 15, der älteste 47 Jahre alt. Männlein, Weiblein, Teenie und Senior teilen die Leidenschaft für das fliegende Plastikobjekt. Verbindendes Element: Die Teammitglieder spielen „saxy", also, frei übersetzt auf „sächsische" Art. „Saxy Divers" nennt sich die Mannschaft dementsprechend.

Das ist weitaus nicht der einzige kreative Teamname auf dem Spielplan für dieses Wochenende: Das erste Spiel bestreiten die „Divers" morgen um 10 Uhr gegen die „Heidees" (sprich „Heidis") aus Heidelberg, um 13 Uhr gegen „Frau Rauscher" aus Frankfurt. Am Sonntag um 9 Uhr spielen die Leipziger gegen die „Mainzelrenner" aus Mainz und um 11.30 Uhr gegen „Disc-O-Fever" aus Würzburg.

„Das letzte Match wird besonders schwer", vermutet Max Knigge von den „Divers". „Würzburg hat dieses Jahr bei den Europameisterschaften in Bordeaux mitgespielt und ganz gut abgeschnitten." Doch auch die Leipziger sind keine unbeschriebenen Blätter: Diverse Deutsche Meisterschaften haben sie auf dem Buckel, dazu jede Menge semiprofessionelle, aber auch Spaßturniere. Und sie haben ein Ass im Ärmel: Ihre Frauen. „Wir werden vor allem auf unsere Spielerinnen setzen", sagt Knigge, „weil sie im Vergleich zu uns Männern doch besser sind."

Für den Kampf um die drei deutschen Startplätze bei der Weltmeisterschaft haben kurzfristig zwei Teams abgesagt: Sie treten gar nicht erst bei der Qualifikation in Leipzig an. Knigge sieht‘s pragmatisch: „Ja, das bedeutet: bessere Chancen für uns." Das Leipziger Ultimate-Team bei einer Weltmeisterschaft? „Das wär‘ schon ein Ding!"

Qualifikation zur Club-Weltmeisterschaft im Ultimate-Frisbee:

Samstag, 12. Oktober und Sonntag, 13. Oktober auf dem Gelände des Allgemeinen Turnvereins Leipzig 1845, Gerhard-Langner-Weg 1. Spiele der Leipziger: Samstag: 10 Uhr gegen Heidees, 13 Uhr gegen Frau Rauscher. Sonntag: 9 Uhr gegen Mainzelrenner, 11.30 Uhr gegen Disc-O-Fever. Internetseite des Teams: www.saxydivers.de

Lisa Berins

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