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Fünf Leipziger Kanuten um Olympiasiegerin Tina Dietze beim Weltcup in Racice

Fünf Leipziger Kanuten um Olympiasiegerin Tina Dietze beim Weltcup in Racice

Alles neu macht der Mai: Canadierfahrer Sebastian Hennig vom SC DHfK greift mit dem Potsdamer Ronald Verch ab Freitag beim Kanu-Weltcup im tschechischen Racice im C2 über 1000 m an.

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LVB-Kanutin Tina Dietze.

Quelle: freise

Leipzig. "Es war ein Wunsch von beiden, es zusammen zu probieren. Im Trainingslager in Kienbaum funktionierte die Teamarbeit schon ganz gut. Da konnten sie die Olympiasieger Kretschmer/Kuschela im direkten Duell ein bisschen ärgern", erklärte Hennigs Heim- und Bundestrainer Kay Vesely (37) zur potenziell neuen Traum-Besatzung. Routinier Verch (27) hatte 2010 über 5000 m den WM-Titel erkämpft. Youngster Hennig wurde bei der vorjährigen U23-Weltmeisterschaft im C2 mit Max Müller (LVB) Dritter.

Im Gegensatz zum Weltcup-Auftakt vor Wochenfrist in Szeged - dorthin schickte der Deutsche Kanu-Verband nur ein kleines Aufgebot in den Einzeldisziplinen (drei Siege), startet am Pfingstwochenende eine schlagkräftige Flotte. "Ich bin gespannt, ob wir in den erst kurz zusammen trainierten Mannschaftsbooten schon mit der internationalen Konkurrenz mithalten können", äußerte Chefbundestrainer Reiner Kießler vor der Abreise am Mittwoch. Per Bus und Bootsanhänger ging es reibungslos von Kienbaum 300 km nach Racice.

Im neu zusammengestellten K4 der Frauen über 500 m sitzt DHfK-Athletin Anne Knorr, die zudem als Solistin die 1000 m bestreitet. Erfahrungen sammeln heißt es für Tina Dietze (LVB) auf der ungewohnten Sprintstrecke. Konkurrenz bekommt die 25-Jährige über die 200 m von Franziska Weber (Potsdam), mit der sie in London über 500 m Olympiasiegerin wurde. Der erfolgreiche Zweier Weber/Dietze ist auch in Racice am Start. Zudem wollen sich die DHfK-Canadier Stefan Holtz und Robert Nuck als Solisten über 200 m präsentieren. Das beim Weltcup beste deutsche Boot empfiehlt sich für die EM in vier Wochen in Portugal.

Problematisch: Freizeit-Kapitäne und Floßgraben-Sperrung

Wer Spitzenleistungen bringen will, hat die Kaffeefahrt auf dem Wasser abgewählt. Und während die DKV-Asse im Bundesleistungszentrum Kienbaum unbehelligt von jedwedem Touri-Boot ranklotzten, schipperten durch das Leipziger Klein-Venedig wieder zahlreiche Hobby-Kapitäne, mal mehr oder weniger auf Kurs. Auf dieses Problem hatten die Kanu-Verantwortlichen mehrfach hingewiesen, besonders auch zum Schutz der Nachwuchssportler. "Wir müssen sehen, dass wir auf unseren Strecken auf der Elster bis 10 Uhr durch sind, sonst kommen uns die Freizeitpaddler in die Quere", schildert Coach Vesely die Situation. Es müsse doch möglich sein, dass sich beide Seiten arrangieren.

Weiteres Problem: Auf die eingeschränkte Nutzung des Floßgrabens im südlichen Auwald ­wegen der Brutzeit des Eisvogels reagierte der Sächsische Kanu-Verband prompt. "Wir lehnen die undifferenzierte und nicht verursachergerechte Sperrung des Floßgrabens entschieden ab", heißt es in einer von SKV-Präsident Heiner Quandt unterzeichneten Presseerklärung. Trotzdem werde man die Allgemeinverfügung bis zum 15. August über besondere Schutzmaßnahmen für den Eisvogel ­akzeptieren. Dies sei für das nächste Jahr allerdings vom Tisch. "Wir setzen uns für verursachergerechte und differenzierte Regelungen zum Schutz der Natur ein."

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 17.05.2013

Kerstin Förster

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