Volltextsuche über das Angebot:

18 ° / 9 ° Regenschauer

Navigation:
Google+ Instagram YouTube
Fußballerinnen vom USV Jena erhoffen sich Schub von Heim-WM

Fußballerinnen vom USV Jena erhoffen sich Schub von Heim-WM

Mehr Aufmerksamkeit für den Frauenfußball erhoffen sich die Bundesliga-Fußballerinnen des FF USV Jena von der Heim-Weltmeisterschaft.„Schön wäre es, wenn in Zukunft mehr Zuschauer zu unseren Spielen kommen würden", sagte Mittelfeldspielerin Sabrina Schmutzler, die noch immer von Gänsehautgefühl vor 27.000 Besuchern beim letztjährigen Pokalfinale schwärmt.

Voriger Artikel
Zweiter Renntag im Scheibenholz – mehr als 100 Galopp-Rennpferde gemeldet
Nächster Artikel
Erfurter Torwart Dirk Orlishausen wechselt zum Karlsruher SC

Wollen nächste Saison mehr jubeln: die Spielerinnen vom USV Jena (Archivbild).

Quelle: dpa

Jena. mt. Auch deshalb werden die Jenaerinnen den Großteil ihrer Heimspiele in der kommenden Saison nicht mehr auf dem komfortfreien heimischen USV-Sportplatz, sondern im nebenan liegenden Abbe-Sportfeld - Heimstatt des FC Carl Zeiss Jena - austragen.

Präsident Ralf Schmidt-Röh, der vor einigen Jahren das gleiche Amt beim FC Carl Zeiss ausübte, weiß aber auch, dass die Frauen vor allem mit guten Ergebnissen zum wachsendem Publikumszuspruch beitragen müssen. „Eine solche Zittersaison wie diesmal mit Kampf gegen den Abstieg bis kurz vor Schluss soll es in unserem vierten Bundesliga-Jahr nicht wieder geben", meinte Schmutzler. „Wir streben einen Platz im Mittelfeld an. Unsere junge Mannschaft hat das Potenzial dafür", ergänzte U21-Auswahlspielerin Julia Arnold.

Die Jenaer hoffen, dass die Mannschaft weitgehend zusammen bleibt. Ein großes Fragezeichen steht hinter Genoveva Anonma. Die 21 Jahre alte Äquatorialafrikanerin ist einzige WM-Teilnehmerin und erfolgreichste Torschützin des Vereins. Sie hat sich in die WM-Pause mit der Aussage verabschiedet, auch in der neuen Saison gern weiter in Jena spielen zu wollen.

„Ihr liegt ein Vertragsangebot vor. Wir wissen aber auch, dass sich einige andere Bundesligisten und ausländische Vereine um sie bemühen", sagte Schmidt-Röh. Letztlich würde darüber Anonma nicht allein entscheiden, würden auch ihr Verband und die Familie mitsprechen. Bei den begrenzten finanziellen Möglichkeiten der Jenaer nicht die günstigste Ausgangsposition.

Schmidt-Röh geht davon aus, dass der Verein die benötigte gute halbe Million Euro für den Bundesliga-Spielbetrieb wieder zusammenbekommt. Derzeit bemüht sich der Verein, mindestens weitere 100.000 Euro aufzutreiben, damit die 2. Mannschaft als NOFV-Meister das Aufstiegsrecht in die 2. Bundesliga wahrnehmen kann. Bis 30. Juni müssen die Jenaer die Unterlagen dafür beim DFB vorlegen. „Aus sportlicher Sicht wäre es sehr wichtig, wenn die Anschlusskader in der zweiten Liga spielen könnten", bemerkte der Präsident.

Prinzipiell will der Verein bei seiner Linie bleiben, junge aufstrebende Talente an höhere Aufgaben heranzuführen und dabei auf eine Kombination zwischen Lernen am Sportgymnasium und Studium an Thüringer Unis sowie Fußball bauen. Nur die Ausländerinnen sind Profis - und bringen damit das Gehaltsgefüge in der Mannschaft durcheinander.

Sie müssen laut deutschem Recht mindestens 2200 Euro monatlich verdienen, um das Aufenthaltsrecht zu erhalten. Für den Verein mit 198 Mitgliedern - darunter 120 aktive Fußballerinnen - eine harte Aufgabe. 40 von ihnen - die auch aus Franken, Hessen und Sachsen stammen - besuchen das Jenaer Sportgymnasium. Vor 15 Jahren gab es in der Eliteschule des Sports nur eine Fußballerin. Derzeit verfügt der Verein über neun Auswahlspielerinnen der verschiedenen DFB-Nachwuchsmannschaften. „Aus ihnen richtige Nationalspielerinnen zu machen, ist unser Ziel", betont Schmidt-Röh.

Uwe Jentzsch, dpa

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Regionalsport

Jede Woche im LVZ-Tippspiel zur Saison 2016/17 regionale Partien tippen und tolle Preise gewinnen! mehr

Alle Wettquoten zu Spielen von RB Leipzig gibt es bei SmartBets.