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Geld fürs Rollhockeystadion Böhlitz-Ehrenberg kommt

Flutschäden und Verkehrsprobleme Geld fürs Rollhockeystadion Böhlitz-Ehrenberg kommt

Das Areal des traditionsreichen Rollhockeyklubs (RHC) soll saniert werden. Das zuständige Ministerium im Freistaat hat die Gelder für die Schadensbehebung in Aussicht gestellt.

Tommy Pachur und Denis Achter (Beide im Boot) und Hubert Henschke (l.) und René Grawunder (r.) machten sich im Juni 2013 mit dem Schlauchboot ein Bild von ihrer Vereinsanlage.

Quelle: Christian Modla

Leipzig. Freude im Ortschaftsrat Böhlitz-Ehrenberg: Das zuständige Ministerium im Freistaat hat die Gelder für die Schadensbehebung im traditionsreichen Areal des Rollhockeyklubs (RHC) in Aussicht gestellt.

Zwei große und 14 kleinere Überschwemmungen zogen das Gelände in den vergangenen Jahren immer wieder in Mitleidenschaft. „Das Stadion liegt im Poldergebiet, immer, wenn das Auslassbauwerk der Nahle geöffnet wird, steht es unter Wasser“, so Ortschef Dietmar Kern (CDU). Es habe intensive Gespräche mit dem Sportdezernenten gegeben, nun könnten die geplanten Maßnahmen bis Monatsende bei der Sächsischen Aufbaubank angemeldet werden.

Genau ein Jahr nach der letzten Überflutung des Areals wurde bereits im Sommer 2014 das sanierte Vereinsgebäude eingeweiht. Das Projekt hatte rund 150 000 Euro gekostet und wurde zum großen Teil aus Fördergeldern und Spenden finanziert. Zudem hatten die Vereinsmitglieder selbst viel Kraft in die Anlage investiert. Nun geht es darum, die restlichen Schäden zu beseitigen.

Zwischenzeitlich war mehrfach ein Umzug des RHC im Gespräch, die Stadt wollte dafür eine Fläche nahe der Schönauer Landstraße zur Verfügung stellen. Doch sowohl Sportler als auch Ortschaftsrat standen dem Vorschlag skeptisch gegenüber – unter anderem weil Rollhockey ein lauter Sport ist und sich in unmittelbarer Nähe des vorgeschlagenen Standorts ein Behindertenheim und Einfamilienhäuser befinden. Deshalb ist dieser Vorschlag mittlerweile vom Tisch.

Das trifft allerdings nicht auf die Verkehrsprobleme in der Heinrich-Heine-Straße zu. Der Ortsvorsteher wandte sich erneut an die Straßenverkehrsbehörde, da er deren Reaktion auf einen Ortstermin als unrealistisch betrachtet. Wie berichtet, hatten sich Mitarbeiter des Verkehrs- und Tiefbauamtes, Ortsratsmitglieder, Bürgerpolizist und Anwohner vor Ort eingefunden, um die Situation zwischen Stefan-Zweig- und Moltkestraße zu begutachten. Seit zwei Jahren bemüht sich der Ortschaftsrat dort um ein Halteverbot, weil Fahrzeuge nur schwer aneinander vorbeikommen.

Immer wieder gebe es Situationen, in denen die Sicherheit und der fließende Verkehr gefährdet sind. Kern macht in seinem Widerspruch zunächst auf den schlecht gewählten Zeitpunkt der Begehung aufmerksam. „Es herrschte kein Berufsverkehr, deshalb konnte die Gefährdung nicht realistisch eingeschätzt werden“, so der Ortschef. Er widerspricht auch der Aussage der Amtsmitarbeiter, dass die Heinrich-Heine-Straße im genannten Bereich gut einsehbar ist. „Wenn Fahrzeuge aus der Biegung vor der Moltkestraße kommen, haben stadteinwärts entgegenkommende Fahrzeugführer kaum eine Chance auszuweichen, da diese Seite mit parkenden Autos blockiert ist“, heißt es im Brief ans Amt weiter.

Und auch die „angemessenen Geschwindigkeiten“, die bei der Ortsbesichtigung festgestellt wurden, seien nicht die Regel. „Es standen acht Personen, darunter ein Polizist in Uniform, und ein Streifenwagen vor Ort – wer fährt da noch mit überhöhtem Tempo?“ fragt Kern. Der Ortschaftsrat erwarte eine realistische Einschätzung und Vorschläge zur Entschärfung der Gefahrensituation.

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