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Gestohlene Olympia-Goldmedaille gehörte Leipziger Ruderer Roland Kostulski

Gestohlene Olympia-Goldmedaille gehörte Leipziger Ruderer Roland Kostulski

Roland Kostulski wurde am Freitag seine olympische Goldmedaille gestohlen. Der Ruderer vom SC DHfK hatte 1976 in Montreal mit dem DDR-Achter den Sieg errungen.Als Roland Kostulski (60) am Freitagabend kurz vor 21 Uhr in sein Haus in Wiederitzsch kam, fiel ihm zunächst nichts Grundsätzliches auf.

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Roland Kostulski ist Opfer eines Einbruchs geworden, seine Olympia-Goldmedaille von 1976 wurde gestohlen.

Quelle: Wolfgang Zeyen

Leipzig. f. Der Ruder-Olympiasieger von 1976 sah zwar, dass in einem Schrank ein Schubkasten offenstand und etwas am Boden lag, schöpfte aber keinen Verdacht. Er war in Gedanken, wollte noch einmal zurück zum Auto, spürte aber instinktiv, dass etwas nicht in Ordnung war. Dann sah er das Unheil: Die stets geschlossene Tür zum Esszimmer stand offen, er war Opfer eines Einbruchs geworden.

Die Schränke in mehreren Räumen waren verwüstet. „Sie haben gezielt nach Schmuck und Geld gesucht", ist sich Kostulski sicher. Familienschmuck fehlte – und seine olympische Goldmedaille von Montreal. Außerdem hatten die Einbrecher seine Teilnehmermedaille von 1976 und seine Auszeichnung Verdienter Meister des Sports in Gold mitgenommen. Zunächst vermisste er auch einen Ehrenring des ehemaligen Nationalen Olympischen Komitees der DDR. „Aber den hatte ich in einer anderen Schatulle als vermutet aufbewahrt. Der ist also noch da."

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Leipzig. Roland Kostulski wurde am Freitag seine olympische Goldmedaille gestohlen. Der Ruderer vom SC DHfK hatte 1976 in Montreal mit dem DDR-Achter den Sieg errungen. „Sie haben gezielt nach Schmuck und Geld gesucht", ist sich Kostulski nach dem Einbruch sicher. Familienschmuck fehlte – und neben der Medaille unter anderem auch seine Auszeichnung Verdienter Meister des Sports in Gold.

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Der finanzielle Schaden hält sich in Grenzen. „Ich will daher nicht jammern", sagt Kostulski, der als Geschäftsführer des Sächsischen Turn-Verbandes arbeitet. „Anderen erging es bestimmt viel schlimmer. Aber ich möchte, dass diesen Einbrechern das Handwerk gelegt wird." Natürlich möchte er auch seine Goldmedaille zurück, die aus dem Setzkasten gerissen wurde. Ein Stück von ihr hat er noch, die originale Öse, die Kette und Medaille verbindet. An deren Rand musste ein Ersatz angebracht werden, weil das ursprüngliche Verbindungsstück abgebrochen war. „Man kann also eigentlich leicht nachprüfen, ob an der Medaille alles echt ist. Sollte sie in der Öffentlichkeit angeboten werden, würde ich hinterfragen, woher sie kommt."

Für ihn war die Goldmedaille nie Privatbesitz, er hat sie oft in Schulklassen mitgenommen und dort erklärt, was sie ihm bedeutet und welche Anstrengungen damit verbunden waren. „Als sie uns nach dem Rennen in Montreal überreicht wurde, war ich so fix und fertig, dass ich kaum noch stehen konnte. Deshalb habe ich den Kopf auf dem Steg auch gesenkt."

Bis zum Sonntag hat Olympiasieger Kostulski die Wohnung aufgeräumt, alles wieder an Ort und Stelle gebracht. Das schmerzhafte Loch im Setzkasten ist geblieben.

Roland Kostulski ist nicht der Erste, dem die olympische Medaille gestohlen wurde. Im Folgenden einige Beispiele:

Dem norwegischen Skistar Kjetil Andre Aamodt waren 2003 sieben Olympia- und zwölf WM-Medaillen gestohlen worden. Sie waren im Haus seines Vaters aufbewahrt und von dort 2003 zusammen mit Tafelsilber, Schmuck und Elektronik gestohlen worden. Er erhielt die Medaillen, darunter die goldene von seinem Olympiasieg 1992 im Super G, vier Jahre später anonym zurück.

Der britischen Hockey-Spielerin Hannah Macleod wurde 2012 die olympische Bronzemedaille gestohlen, als sie nach dem gewonnenen Spiel um Platz drei tanzen gegangen war. Die Medaille wurde später dem Hockey-Hauptbüro in Buckinghamshire anonym zugeschickt.

Halina Sylwia Herrmann, vierfache polnische beziehungsweise deutsche Olympiateilnehmerin in der Leichtathletik, wurde 2012 die Goldmedaille von den Spielen 1964 in Tokio (4x100 m) gestohlen.

Eine Sieger-Medaille des deutschen Turners Hermann Weingärtner von den ersten Olympischen Spielen der Neuzeit 1896 in Athen wurde 2010 aus einem Museum in Tokio gestohlen.

Winfried Wächter

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