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Gomez schießt Bayern ins dreifache Glück

Gomez schießt Bayern ins dreifache Glück

Als ob die Siegesserie der Münchner in dieser Saison nicht genug ist. In Berlin krönte Bayern-Trainer Jupp Heynckes seinen Abschied mit einer Personalie, die das Match mit entschied.

Er setzte den Königsklassen-Final-Torschützen Mario Mandzukic überraschend auf die Bank, ließ dafür den zuletzt glücklosen Mario Gomez von Beginn an Spitze spielen. Der 27-Jährige bedankte sich für das Vertrauen mit den Toren zum 2:0 (48.) und 3:0 (61.), bei denen er lehrbuchreife Kombinationen locker abschloss. Zuvor hatte er allerdings drei super Chancen ausgelassen. "Er ist ein typischer Torjäger. Er hat uns heute mit den Pokal gerettet", betonte Sportvorstand Matthias Sammer, der sich bereits den Medienvertretern stellte, als die Mannschaft noch in der Kabine feierte. Gomez indes sagte nichts zu seinem persönlichen Triumph.

"Mario hat nicht nur eine super Torquote gegen den VfB, er kommt auch aus Stuttgart und hat in den letzten Wochen gut gearbeitet", begründete Heynckes den Wechsel. "Ich hatte einfach ein gutes Gefühl."

Die zweite Änderung gegenüber dem Londoner Champions-League-Finale hatte weniger Erfolg. Innenverteidiger Daniel van Buyten konnte Dante, der zur Nationalelf Brasiliens beordert wurde, nicht ersetzen. Dennoch war der 35-Jährige einer der eifrigsten bei der Feier nach dem Schlusspfiff, in deren Mittelpunkt Heynckes stand. Als der 68-Jährige in die Bayern-Kurve ging, rasteten die Fans aus vor Freude. "Jupp, Jupp, Jupp", schrien sie ihm zu, der sich mit jedem Spieler herzte.

Die gesamte Bayern-Abwehr erwies sich über die 90 Minuten als anfällig, was Martin Harnik (71., 80.) zweimal eiskalt ausnutzte, sodass Münchens Sieg noch in Gefahr geriet. Einzig Nationaltorwart Manuel Neuer erwies sich als durchgängig souverän.

Der Meister ging nach Rempler von Ibrahima Traore an Philipp Lahm durch Foulelfmeter von Thomas Müller 1:0 (37.) in Führung. "Der Strafstoß war ein Geschenk vom Schiedsrichter", wetterte VfB-Sturmspitze Vedad Ibisevic, räumte indes "zwei naive Gegentore" ein.

Nach der 3:0-Führung fühlten sich die Münchner offenbar zu sicher, verloren ihre Linie. Dadurch brachten die nie aufgebenden Stuttgarter den Favoriten noch ins Wanken, aber er fiel nicht, Neuer hielt mit seiner Parade in der Schlussminute den Sieg fest.

Von dem die Stuttgarter vielleicht gar nicht so überzeugt waren. Denn sie betraten 30 Minuten vor dem Anpfiff mit schwarzen Anzügen den Rasen, als ob dort eine Beerdigung anstünde. So tief traurig wirkten die Spieler auch, als sie von ihren Fans frenetisch gefeiert wurde. Nur Fredi Bobic fand sein Lächeln schnell wieder. "Es war sehr interessant, die Bayern mal zittern zu sehen. Auch wenn die Jungs heute noch enttäuscht sind, in den nächsten Tagen werden sie stolz sein auf ihre Leistung", sagte der VfB-Sportdirektor.

Zu diesem Zeitpunkt, gegen 23.30 Uhr, feierten die Fans beider Klubs bereits ausgiebig im Stadionumfeld, zum Teil sogar gemeinsam. Die Polizei-Reiterstaffel, in hiesigen Breiten das Feindbild für Anhänger einiger Klubs, war dabei für viele dieser Fußballfreunde ein beliebtes Fotomotiv.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 03.06.2013

Norbert Töpfer

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