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Großes Programm zum Jubiläumsrenntag „150 Jahre Galopprennen im Scheibenholz“

Großer Bahnhof Großes Programm zum Jubiläumsrenntag „150 Jahre Galopprennen im Scheibenholz“

Die Galopprennbahn Scheibenholz feiert ihren 150. Geburtstag. Zum Jubiläumsrenntag am 16. September sind gleich mehrere Highlights geplant: Prominente Gäste, mehrere Rennen und zahlreiche Erinnerungen an die "schönste Bahn Deutschlands". Außerdem gibt es Freibier.

Der Verwaltungsrat des Leipziger Rennclubs von 1913

Quelle: Scheibenholz

Leipzig. Der OBM spricht, der Ministerpräsident kommt, Leipzigs aktuell angesagtester Schriftsteller redet. Das riecht schwer nach Festakt. Zu feiern gibt es tatsächlich etwas: Die Galopprennbahn feiert ihr 150. Jubiläum Burkhard Jung, Stanislaw Tillich und Clemens Meyer zieht es auf die Leipziger Rennbahn, wenn am 16. September der Jubläumsrenntag „150 Jahre Galopprennbahn im Scheibenholz“ ausgetragen wird. Nicht nur für Scheibenholz-Chef Alexander Leip ist sie die „schönste Bahn Deutschlands“, mit einer „einzigartigen Atmosphäre“.

Das Ereignis soll würdig begangen werden. Der Krostitzer Traditionsbierwagen fährt vor, ein Blasorchester spielt, es gibt Freibier und warme (?) Worte von Leip, Jung und Meyer. Ein Highlight dürfte die Freiluftausstellung mit rund 50 historischen Bildern aus der 150-jährigen Geschichte der Bahn und des Rennsports in Leipzig werden.

Was hat die Bahn in Leipzigs grüner Mitte nicht schon alles erlebt: 1867 die Einweihung (übrigens am Wochenende 14./15. September!). Das erste Rennen gewann die fünfjährige Stute Joli me tangere, geritten von einem gewissen Herrn von der Beck. 1907 den Bau der Tribüne, bezahlt von der Leipziger Bürgerschaft. Pferderennen auch während des Zweiten Weltkriegs. Den ersten Renntag in Deutschland nach dem Krieg (12. August 1945), auf dem Gelände mussten Bombentrichter zugeschüttet werden. Die Triumphe von Birkhahn, einziger Derby-Sieger in Ost und West. Das Hoch zu DDR-Zeiten mit manchmal 25 Renntagen im Jahr. Die Insolvenz des Rennklubs 2004. Die Gründung des Leipziger Reit- und Rennvereins Scheibenholz 2005. Die Sanierung der Tribüne. Dazu Kirchentage, Freilichtkino, Trödelmärkte, und, und, und.

„Die Rennbahn ist tief in der Geschichte der Stadt Leipzig verwurzelt. Eine Tradition, die uns mit ungeheurem Stolz erfüllt“, sagt Alexander Leip mit Pathos. Fast jede Leipziger Familie kenne die Bahn und hat Erinnerungen. Er selbst habe sich seit seinem ersten Besuch 2007 sofort in die Anlage verliebt und sich dann „regelrecht reingesteigert“. Länger dabei ist Jürgen Funke. Der amtierende Rennverein-Präsident ist seit den 1970-er Jahren Stammgast. „Früher hatten am letzten Renntag eines Jahres Leute Tränen in den Augen. Die Rennbahn war ihr Leben.“ Clemens Meyer wurde schon als Kind mit dem Turf-Virus infiziert, ist inzwischen Vorstandsmitglied und gehört zu den eifrigsten Unterstützern des hiesigen Rennsports. Trainer Marco Angermann lebt von den Pferden, aktuell stehen 17 bei ihm im Stall. An seinen ersten Ritt im Scheibenholz kann sich der einstige Rennreiter noch gut erinnern. „1984 war das, beim Vorprüfungspreis der Lehrlinge. Gewonnen habe ich nicht.“

Bei so vielen Geschichten und Erinnerungen droht der Sport zu kurz zu kommen. „Doch genau das wollen wir nicht, deshalb gibt es ein attraktives Rennprogramm“, sagt Leip. Acht Rennen wird es geben. Weil Leipzig an diesem Tag Alleinveranstalter ist, sind volle Felder und das Kommen bekannter Jockeys garantiert. Das Hauptrennen, ein mit 10 000 Euro dotierter Ausgleich II, stiften Freunde und Förderer der Äkschn GmbH von Clemens Meyer. Weiteres Highlight ist das Finale der Mitteldeutschen Galoppserie.

Für den Festtag ist also angerichtet. Noch eine nicht ganz unwichtige Frage: Wie geht es der Bahn eigentlich witschaftlich? Alexander Leip: „Wir sind nicht mehr auf der Intensivstation, aber noch in Kur.“  

Von Uwe Köster und Lisa Gärtitz

Bis zum 14. September können Besucher die Vorverkaufsaktion „150 Jahre für 150 Cent“ in Anspruch nehmen. Das 1,50 Euro-Ticket-Angebot gilt für Flanierkarten. Tribünenkarten kosten ab 11,90 Euro. Tickets gibt es hier und in den Vorverkaufsstellen in Leipzig und Halle.

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