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Grünes Licht für Superstadien in Erfurt und Jena – 50 Millionen Euro stehen bereit

Grünes Licht für Superstadien in Erfurt und Jena – 50 Millionen Euro stehen bereit

Der Umbau der maroden Fußballstadien in Erfurt und Jena zu modernen Multifunktionsarenen ist ein Prestigeprojekt von Thüringens Wirtschaftsminister Matthias Machnig (SPD).

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Das Steigerwaldstadion in Erfurt.

Quelle: dpa

Erfurt/Jena. Nun ist auch der letzte Stolperstein ausgeräumt: Die EU hat öffentliche Subventionen in Höhe von 50 Millionen Euro genehmigt.

Normalerweise sind sich die Fußballclubs Rot-Weiß Erfurt und Carl-Zeiss Jena in tiefer Abneigung verbunden. Doch beim Thema Modernisierung ziehen sie an einem Strang. Das altehrwürdige Steigerwaldstadion in Erfurt ist in die Jahre gekommen: Die Sanitäranlagen heruntergekommen, die Anzeigetafel fast 30 Jahre alt, und es fehlt an Parkplätzen. Auch in Jenas Ernst-Abbe-Sportfeld müsste dringend investiert werden. Im Mai 2011 stellten beide Städte mit dem Wirtschaftsministerium millionenschwere Pläne für den Umbau zu Multifunktionsarenen vor.

Das Konzept sieht vor, dass nicht nur Sportevents, sondern zu 50 Prozent auch Konzerte, Kongresse oder Betriebsfeiern stattfinden. Die Förderanträge waren gerade gestellt, da warf die EU im Mai 2012 unerwartet Stöcke zwischen die Beine. Es wurde eine Prüfung angemeldet, ob es sich tatsächlich um eine sinnvolle und erlaubte Stärkung der touristischen Infrastruktur handelt. Mit anderen Worten: Es durften am Ende keine reinen Edel-Fußballstadien entstehen - zumal in der politischen Opposition bezweifelt wurde und wird, ob sich zwei Konzert- und Tagungsstätten in unmittelbarer Nähe füllen lassen. Der für 2012 avisierte Baubeginn war damit geplatzt.

Nun hat Brüssel seinen Segen für das Projekt erteilt. Wie Machnig gestern mitteilte, sei die Förderung als binnenmarktkonform genehmigt worden. "Damit gibt es endgültig grünes Licht für die beiden Infrastrukturprojekte. Es besteht jetzt Rechtssicherheit für die Förderung", sagte er. Laut EU-Bescheid werden mit den Multifunktionsarenen "anerkannte öffentliche, politische Ziele verfolgt". Auch wenn die Städte nur 50 Kilometer aus- einander lägen, "rechtfertigen ihre Größe und Struktur jeweils eine eigene Arena".

Erfurts Oberbürgermeister Andreas Bausewein (SPD) nahm gestern einen Förderbescheid über 29 Millionen Euro entgegen. Die Gesamtkosten für den Umbau des Steigerwaldstadions liegen bei 35 Millionen Euro. Der Stadtrat hat bereits für das Bauprojekt gestimmt. Er hoffe, dass die europaweite Ausschreibung für den Stadionumbau noch 2013 erfolgen könne, sagte Bausewein. In zwei Jahren wird mit der Fertigstellung gerechnet.

In Jena steht diese Entscheidung noch aus. Womöglich will die Stadt das Ernst-Abbe-Sportfeld auch in Eigenregie umbauen - und nur als reinen Fußballplatz. Auch bau- und wasserschutzrechtliche Bedenken müssen noch ausgeräumt werden. Kritiker weisen außerdem daraufhin, dass die Fördermillionen zurückgezahlt werden müssen, wenn Stars und Tagungen in der notwendigen Zahl ausbleiben.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 23.03.2013

Robert Büssow

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