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HC Leipzig gewinnt gegen Buxtehude - Traum von der Meisterschaft trotzdem geplatzt

HC Leipzig gewinnt gegen Buxtehude - Traum von der Meisterschaft trotzdem geplatzt

Leipzig. Triple-Traum geplatzt: Die Handballerinnen des HC Leipzig verspielen gegen den Buxtehuder SV einen Vorsprung von sechs Toren und sind dadurch im Halbfinale der Deutschen Meisterschaft ausgeschieden.

Obwohl das Team von Trainer Heine Jensen am Sonntag in der Arena Leipzig das Rückspiel mit 23:22 (14:9) gewann, war die Fünf-Tore-Hypothek aus der Hinspielniederlage am Ende zu groß. Beste Werferin auf Seiten der Gastgeber war Natalie Augsburg. Für Buxtehude trafen Josephine Teichert und Stefanie Melbeck mit jeweils fünf Toren am meisten.

„Wenn wir im ersten Spiel in einer Halbzeit nur fünf Tore werfen und in der zweiten Partie in der zweiten Halbzeit bis zur 25. Minute wieder nur auf fünf Tore kommen, haben wir es nicht verdient, weiter zu kommen“, kritisierte HCL-Coach Heine Jensen die Leistung seiner Mannschaft. Seine Spielerinnen seien in den zweiten 30 Minuten einfach nicht beweglich genug gewesen, um die gegnerische Abwehr auseinander zu ziehen. „Man muss anerkennen, das Buxtehude in der Hinsicht in beiden Partien besser war.“ Auch für Gästecoach Dirk Leun war die deutlich stabilere Abwehr seiner Mannschaft in der zweiten Hälfte der Schlüssel zum Erfolg: „Anfangs haben wir zu passiv gestanden und so zu viele Wurfchancen zugelassen. Aber in den entscheidenden letzten 20 Minuten waren wir da.“ Darüber hinaus machte er seinen Spielerinnen das Kompliment, „mental so stark zu sein, dem Druck vor knapp 3000 Zuschauern stand zu halten, einen Rückstand von sieben Toren wieder aufzuholen“. Genau das zeichne eine gute Mannschaft aus.

Bereits zu Beginn der Partie leistete sich der Deutsche Meister zu viele Fehler. Die Würfe aus dem Rückraum kamen zu ungenau, freie Tormöglichkeiten blieben ungenutzt. Und auch die technischen Fehler häuften sich. Doch nicht nur im Angriff – auch in der Deckung hatten die Leipzigerinnen Startschwierigkeiten. Die Spielerinnen agierten nicht aggressiv genug, waren oft einen Schritt zu spät an der Gegenspielerin. Vor allem Josephine Teichert kam auf Halblinks mehrmals hintereinander ungehindert zum Wurf, sodass Buxtehude mit 5:3 in Führung ging.

 

Bis zur 16. Minute dauerte es, ehe der HCL das Spielgeschehen übernahm und durch Natalie Augsburg erstmals mit 7:6 in Führung ging. Die Deckung stand ab dem Zeitpunkt bedeutend aggressiver. Dadurch zwangen die Leipzigerinnen den Gegner zu Notwürfen und konnten so den Vorsprung auf 9:6 ausbauen. Großen Anteil in der Phase hatte zudem Katja Schülke, die sich im Tor steigerte und mehrere Bälle hintereinander hielt. Dagegen bekam Debbie Klijn, die noch noch im Hinspiel eine herausragende Quote von über 40 Prozent hatte, nichts mehr zu fassen. Gästecoach Dirk Leun reagierte und wechselte in der 23. Minute Jana Krause ein. Zwar hielt Krause im Anschluss einige Bälle – doch die Leipzigerinnen machten es ihr auch nicht schwer. Denn das Jensen-Team spielte in der Schlussphase der ersten Halbzeit zu ungeduldig, schloss die Angriffe überhastet ab. Die Folge: Buxtehude verkürzte den Rückstand von vier Toren und kam wieder auf 9:11 heran. Erst nach drei Toren in Folge von Maike Daniels stellte der HCL den alten Abstand wieder her und ging sogar mit 14:9 in die Pause. „Wir sind mit zu viel Respekt in die Partie gegangen“, sagte Isabell Klein vom Buxtehuder SV. „In der Abwehr hat jeder zu sehr für sich gestanden, anstatt die Spielerinnen zu doppeln. Aber wir wussten, dass wenn wir Leipzig aggressiv angehen, dass sie dann Probleme bekommen.“

Genau das setzten die Buxtehuder in der zweiten Halbzeit dann auch besser um. Zwar war es Louise Lyksborg, die Leipzig durch ihre beiden Treffer erstmals in der Partie den benötigten Vorsprung von sechs Toren verschaffte. Allerdings gelang es dem Deutschen Meister nicht, sich weiter als mit sechs Toren abzusetzen. Stattdessen gab es vermehrt Unstimmigkeiten in der Abwehr – ganz im Gegensatz zur gegnerischen Defensive, die sich wieder gefangen hatte und die Würfe der Leipzigerinnen ein ums andere Mal blockte. Dadurch verkürzte Buxtehude den Rückstand und kam auf 15:19 heran.

Eigentlich hatte das Jensen-Team zu diesem Zeitpunkt noch alle Möglichkeiten. Doch in der Folge agierte der HCL plötzlich kopflos. „Wir hatten schon viele solcher Spiele, wo wir dem Druck standgehalten haben. Aber mit einem Mal bricht Panik aus. Du schaust auf die Uhr, siehst die Tore und dann ist es aus“, versucht Anne Ulbricht den Kollektivausfall zu erklären. Anne Müller mutmaßte zudem, dass „wir vielleicht auch zu viel gewollt haben“. Denn während die Leipzigerinnen immer hektischer agierten, behielt Buxtehude einen kühlen Kopf und schaffte so das 19:19 zu erzielen – was fünf Minuten vor Schluss die Vorentscheidung bedeutete.

HCL: Schülke, Plöger – Haugen, Ulbricht (1), Lyksborg (3), Augsburg (6), Daniels (4/1), Hellriegel, Eriksson (1), Schulze, Kudlacz, Rösler (7/1), Müller (2), Kiedrowski.

Buxtehude: Klijn, Krause – Klein (4), Wode, Fischer (1), Bülau (1), Lütz, Lamein (3), Stapelfeldt (1), Prior, Hayn, Oldenburg (2), Techert (5), Melbeck (5/1)

Zuschauer: 2927

Anne Kunze

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