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HC Leipzig klagt - Rödertal will nachrücken und Spielerinnen übernehmen

Handball-Bundesliga HC Leipzig klagt - Rödertal will nachrücken und Spielerinnen übernehmen

Während der HC Leipzig noch um die Lizenz kämpft, bringt sich der HC Rödertal für die erste Bundesliga in Stellung. Die Rand-Dresdnerinnen wollen auch drei Spielerinnen des HCL übernehmen.

Kämpft weiter um den HC Leipzig: Manager Kay-Sven Hähner.

Quelle: Christian Modla

Leipzig/Dresden. Nächster Akt im „Lizenzdrama“, sprich Überlebenskampf des HC Leipzig in der Frauenhandball-Bundesliga: Nachdem die Beschwerde gegen die Nichterteilung der Lizenz für den Spielbetrieb der Bundesliga Frauen 2017/18 vom Vorstand der HBF zurückgewiesen wurde, hat der HCL am Freitag frist- und formgerecht Schiedsklage gegen die Entscheidung erhoben. Das Verfahren wird nun auf Basis des von beiden Parteien unterzeichneten Schiedsvertrages durchgeführt. Vorsitzende des Schiedsgerichtes ist die von beiden Parteien einvernehmlich benannte Rechtsanwältin Sylvia Schenk. Darüber hinaus haben beide Parteien die Gelegenheit, jeweils einen Beisitzer zu benennen. Wann das Gericht entscheidet, steht noch nicht fest.

Derweil bringt sich Zweitligist HC Rödertal als Nachrücker für den HCL in der Bundesliga ins Stellung. Als der HCR vor knapp einem Monat mit Platz drei den Aufstieg in die Beletage geschafft hatten und die Lizenz für die 1. Bundesliga erhielten, machte der Verein noch einen Rückzieher. Aus wirtschaftlichen Gründen wollte man das Aufstiegsrecht nicht wahrnehmen, hieß es damals. Jetzt gibt es offenbar eine komplette „Rolle rückwärts“. Und die hat schon einen kleinen Beigeschmack. Denn HCR-Präsident Andreas Zschiedrich – auch Mitglied im Vorstand der Handball-Bundesliga der Frauen (HBF) – bestätigte gegenüber den Dresdner Neuen Nachrichten: „Wenn es dabei bleibt, dass der HC Leipzig keine Lizenz bekommt, dann rücken wir in die erste Liga nach. Es gibt bereits einen Liga-Beschluss, dass wir der Nachrücker sind.“

Im März hatten die Rödertalbienen den Lizenzantrag für die 1. Bundesliga eingereicht. Als diese erteilt war, fehlten dem Zweitligisten 20 000 Euro zur Bürgschaft von 50 000 Euro. Zudem erläuterte Zschiedrich damals: „Wir werden den Aufstieg nicht wahrnehmen. Wir brauchten für die erste Liga etwa 200 000 Euro mehr als in dieser Saison. Die finanziellen Risiken können wir nicht eingehen.“

Danach aber habe sich die Situation geändert. „Es fand sich dann doch noch einer unserer Hauptsponsoren bereit, im Fall des Aufstiegs für die Bankbürgschaft die nötige Sicherheit zu geben und uns auch finanziell zusätzlich unter die Arme zu greifen“, erklärt der HCR-Präsident. Und er verrät: „Wir würden mindestens drei Spielerinnen aus dem Kader des HCL übernehmen.“

Von Astrid Hofmann/Uwe Köster

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