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HCL-Wunder bleibt aus – Thüringer HC feiert zum dritten Mal in Folge die Meisterschaft

HCL-Wunder bleibt aus – Thüringer HC feiert zum dritten Mal in Folge die Meisterschaft

Es war Punkt 17.30 Uhr, als in Bad Langensalza alle Dämme brachen. Auf der einen Seite floss der Sekt in Strömen, auf der anderen Seite die Tränen. Auch im Rückspiel um die Deutsche Meisterschaft gewann der Thüringer HC gegen den HC Leipzig, diesmal 37:31 (21:17).

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Des einen Freud ist des anderen Leid. Der HCL hat das Meisterschaftsfinale gegen den THC verloren.

Quelle: Sebastian Brauner

Bad Langensalza. Mit schwarz-goldenen Shirts und der Aufschrift „Titel Hattrick Champion“ tanzte das Team von Herbert Müller in den Abend.   „Hinfallen ist keine Schande. Nur liegen bleiben ist eine", hatte HCL-Kapitän Katja Schülke nach der Niederlage im Hinspiel auf Facebook geschrieben. Leipzigs Sportbürgermeister Heiko Rosenthal (Linke) wollte beim Aufstehen helfen, hatte den Weg nach Thüringen auf sich genommen: „Natürlich glaube ich noch an den HC Leipzig, sonst wäre ich nicht hier", sagte er.

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Bad Langensalza. Es war Punkt 17.30 Uhr, als in Bad Langensalza alle Dämme brachen. Auf der einen Seite floss der Sekt in Strömen, auf der anderen Seite die Tränen. Auch im Rückspiel um die Deutsche Meisterschaft gewann der Thüringer HC gegen den HC Leipzig, diesmal 37:31 (21:17). Das Team von Herbert Müller hat sich den Pott im dritten Jahr in Folge geholt. 

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Tore fast im Sekundentakt

  Die Tore fielen von Beginn an im Akkord, schon nach acht Minuten stand es 7:5 für den THC. Die Leipzigerinnen agierten mutig im Angriff, bekamen aber in der Defensive postwendend die Quittung. Es war ein unfassbares Tempo im Spiel, in der zwölften Minute beim 11:9 für die Gastgeber bereits 20 Treffer gefallen. Der Hexenkessel „Salza-Halle“ bebte, kam mit dem Torjubel gar nicht hinterher.   „HCL, HCL, HCL“ riefen die 150 mitgereisten Fans aus der Messestadt nach einer Viertelstunde, denn da waren ihre Lieblinge beim 12:11 und 13:12 dran. Doch das Team von Thomas Oerneborg verlor den Faden, der THC legte einen Vier-Tore-Vorsprung vor.   Saskia Lang setzte immer wieder Achtungszeichen beim HCL, traf sechs Mal in der ersten Halbzeit, forderte ihre Mitspielerinnen zum Kämpfen auf. Doch zum Pausenpfiff war das Tore-Plus des Gastgebers, zusammen mit dem Hinspiel, auf zehn Treffer ausgebaut. Auch Heiko Rosenthal wusste zu diesem Zeitpunkt: Nun müsste ein ganz großes Wunder her.  

THC „verdienter Meister“

  Als Jessy Kramer in der 40. Minute nach einem Foul an Nadja Nadgornaja die rote Karte sah, die Leipzigerinnen in Unterzahl prompt das 22:26 kassierten, waren alle Messen gelesen. „Der THC war in diesen zwei Finalspielen zu stark, wir konnten nicht unsere ganze Leistung abrufen. Sie sind verdient Meister geworden“, zeigte sich Oerneborg als fairer Verlierer.   Die Körpersprache des HCL sprach Bände, die Köpfe blickten nach unten. Auf der Auswechselbank pure Resignation. „Wir haben alles versucht, aber es hat einfach nicht gereicht. Nun müssen wir aus unseren Fehlern lernen und es nächstes Jahr besser machen“, sagte Natalie Augsburg, die ihre Silbermedaille „sofort in die Ecke werfen“ werde.  

Giftige Sprüche gen Leipzig

  Auch THC-Kapitän Kerstin Wohlbold musste zehn Minuten vor Schluss nach der dritten Zeitstrafe vom Feld. Schlug mit HCL-Spielerin Kramer ab und puschte ihre Mannschaft von den Zuschauerrängen, 1200 fanatisch feiernde Fans im Rücken, zum großen Triumph. Und Rosenthal? Sein Blick war leer.   In Thüringen hingegen strahlende Gesichter: Rumba, Polonaise, Gesänge a la „THC ist Meister, Leipzig ist nur Zweiter“, klangen nach dem Abpfiff durch die Salza Halle. Der HCL war schnell verschwunden. „Ich habe natürlich keinen Bock denen hier beim Feiern zuzusehen“, sagte Schülke.   Und so konnten die Leipziger auch nicht mehr hören, wie THC-Trainer Herbert Müller noch einmal gen Messestadt giftete: „Vor drei Jahren haben uns die Leipziger Fans verspottet. Nun haben wir in dieser kurzen Zeit fünf Titel geholt. Ihr wolltet den THC und ihr habt ihn bekommen – mit voller Breitseite.“  

HCL:

Schülke, Plöger, Visser 1, Augsburg 2, Müller 1, Reiche, Kramer, Bont 2, Schulze 3, Kudlacz 7, Lang 8, Hubinger 7, Urbicht

THC:

Eckerle, März – Tomasevic, Nadgornaja 7, Frey 10, Gros 2, Minevskaja 2, Snelder 2, Popluharova, Augustensen 4, Engel 2, Althaus 1, Jakubisova 4, Wohlbold 3  

Siebenmeter:

HCL: 6/5, THC: 6/6  

Zuschauer:

1200

Anne Grimm

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