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Haftstrafe für Fußball-Schläger von Brandis

Haftstrafe für Fußball-Schläger von Brandis

Einer der rechten Schläger, die im vorigen Jahr ein Fußball-Spiel im sächsischen Brandis gestürmt hatten, ist zu zwei Jahren und zwei Monaten Haft verurteilt worden.

Leipzig. Der 23-Jährige sei der gefährlichen Körperverletzung in vier Fällen und in einem Fall des Versuchs schuldig, entschied das Amtsgericht Leipzig am Donnerstag.

Der Mann hatte eingeräumt, am 24. Oktober 2009 bei der Bezirksliga-Partie Brandis gegen Roter Stern Leipzig gewesen zu sein. Allerdings sei er in den Pulk von 50 Angreifern zufällig hineingeraten; er habe bloß Fußball gucken wollen. Das glaubte ihm Richterin Ute Pisecky nicht. „Sie haben als Mittäter gehandelt“, sagte sie.

Bei dem brutalen Überfall waren vier Menschen zum Teil schwer verletzt worden. Die Angreifer hatten sich vermummt und waren mit Holzlatten und Eisenstangen auf die Fans von Roter Stern Leipzig losgegangen. Es war der erste Prozess zu den Randalen, weitere werden folgen.

Zu einem umfassenden Geständnis hatte sich der 23-Jährige, der nach eigenem Bekunden zur rechten Szene gehört, nicht durchringen können. „Ich bin weder in diesem Mob mitgerannt, noch habe ich irgendjemandem Schaden zugefügt“, sagte er. Dass ihn ein Foto zeigt, wie er gerade einen Holzklotz schleudert, erklärte er so: „Das Holzstück ist an mir vorbeigeflogen. Ich weiß nicht warum, ich hab’s aufgehoben und zurückgeworfen. Keine Ahnung warum.“ Der Mann ist einschlägig vorbestraft; nur 16 Tage vor dem Überfall in Brandis hatte ihn das Amtsgericht Riesa wegen einer ähnlichen Tat zu einer Bewährungsstrafe verurteilt.

Der Staatsanwalt hatte auf zwei Jahre und vier Monate Haft plädiert. „Ich bin der Überzeugung, dass der Angeklagte von Anfang an dabei war und von Anfang an wusste, was losgehen sollte“, sagte er. Richterin Pisecky betonte, dass Gericht gehe davon aus, dass sich der 23-Jährige wissentlich in dem Schläger-Trupp aufgehalten habe.

Die Staatsanwaltschaft Leipzig hat wegen der Fußball-Randale bislang zehn Anklagen erhoben. Insgesamt hat sie anhand von Fotos, Handy-Video-Filmchen und Zeugenaussagen 34 Tatverdächtige im Alter von 18 bis 53 Jahren identifiziert. Begleitet wurde der Prozessauftakt von erhöhten Sicherheitsvorkehrungen. Besucher wurden an Sicherheitsschleusen durchsucht. Obwohl das Interesse am ersten Prozesstag groß war, wurde im kleinen Sitzungssaal mit nur rund 30 Zuschauerplätzen verhandelt.

dpa

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