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Handball-Zweitligist Concordia Delitzsch meldet Insolvenz an

Handball-Zweitligist Concordia Delitzsch meldet Insolvenz an

Die Spielbetriebsgesellschaft des Handball-Zweitligisten Concordia Delitzsch (CSG) hat beim Amtsgericht Leipzig Insolvenz angemeldet und gleichzeitig ein Insolvenzplanverfahren angestrengt.

Delitzsch. Das teilte der Verein, der die Lizenz für die kommende Spielzeit erst nach mehreren Anläufen bekommen hatte, am Dienstag mit.

„Wir wollen mit diesem Schritt einen sauberen Schnitt hinbekommen, den das deutsche Recht ermöglicht“, sagte CSG-Geschäftsführer Volker Schmidt. Ziel sei es, die Zukunft des Spitzenhandballs in Delitzsch ohne die Altlasten in Angriff nehmen zu können.

Die Verbindlichkeiten bei Concordia waren laut Vereinsangaben durch zu hohe Kosten und zu geringe Einnahmen in der Saison 2005/0006 entstanden, als die Mannschaft in der ersten Bundesliga spielte. Hinzu kam der Wegfall eines Hauptsponsors in der abgelaufenen Saison.

Die Mannschaft ist zurzeit im Trainingslager im Erzgebirge. Sie habe laut Concordia-Spieler Uli Streitenberger am Freitag zwar geschlossen gekündigt, nachdem sie von der finanziellen Situation erfahren hatte. Die Kündigungen seien aber zurückgezogen worden, als der Verein das Juli-Gehalt überwiesen habe. "Nur ich habe die Kündigung nicht zurückgenommen. Deshalb bin ich auch nicht im Trainingslager", sagte Streitenberger am Dienstag gegenüber LVZ-Online. Es stünden schließlich die Gehälter für April, Mai und Juni noch aus.

"Ich bin von der Entwicklung überrascht", sagte Frank Bohmann, Geschäftsführer des Ligaverbands Handball-Bundesliga (HBL), gegenüber LVZ-Online. "Wir werden jetzt genau überprüfen, ob uns gegenüber falsche Angaben gemacht oder ob Fakten einfach weggelassen wurden." Die HBL hatte den Sachsen das Spielrecht erst nach mehreren Anläufen erteilt und die Lizenz nur unter weiteren Auflagen erteilt. Bei dem Club klaffte eine Etatlücke von 300.000 Euro. Den Ausschlag für den Lizenzerhalt haben ein Darlehen von der Stadt Delitzsch in Höhe von 300.000 Euro sowie die bei der HBL eingereichten Wirtschaftspläne gegeben. Die Lizenz sei "derzeit nicht" gefährdet, da es sich um ein Insolvenzplanverfahren handele, sagte Bohmann. "Wird die Insolvenz eröffnet, steht Concordia als Zwangsabsteiger fest - noch vor dem ersten Spiel."

Die neue Saison startet am 28. August mit einem Heimspiel gegen Post Schwerin. Das Team von Trainer Uwe Jungandreas will sich dennoch für die eingleisige zweite Bundesliga qualifizieren. "Wir trainieren erst einmal. Alles andere können wir nicht beeinflussen", sagte der Trainer am Dienstag. Der Stamm-Verein 1. SV Concordia Delitzsch 1910 e.V. ist von dem Verfahren nicht betroffen.

Michael Dick/dpa

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